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DVFA Kongress

7. DVFA Kongress - Zur Lage der deutschen Banken

28. Mai 2019, 14:00-16:30 Uhr, DVFA Center, Frankfurt am Main

Die deutsche Bankenlandschaft - eins der größten Bankwesen in der Welt - befindet sich in einem fortdauernden Anpassungsprozess, der einer Vielzahl von innen und außen kommenden Anforderungen geschuldet ist. Es geht um Fragen wie die Fusion von Häusern, Personalabbau, technische Herausforderungen wie die Digitalisierung oder den Bestand im Wettbewerb auf dem innereuropäischen und internationalen Bankenmarkt.

Wie sieht die Zukunft der deutschen Banken aus?

Dieser Frage widmete sich der 7. DVFA Kongress 2019, der insgesamt über 170 Teilnehmer verzeichnete.

Auf dem Panel hatten Platz genommen:

• Prof. Dr. Joachim Wuermeling, Member of the Executive Board, Deutsche Bundesbank
• Gerhard Hofmann, Vorstand des Bundesverbandes der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
• Dr. Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes deutscher Banken
• Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender DVFA, Chefvolkswirt DZ BANK

Michael Stappel, DZ BANK AG, Leiter Makroökonomik und Branchenresearch, sagte in seiner Keynote "Der deutsche Bankensektor – eine wettbewerbsintensive Branche im Umbruch" einen weiteren Einschnitt im Retailgeschäft und damit einen Abbau der Filialstellen voraus. Damit verbunden sei der fortschreitende Abbau von Personal: Die Zahl der Personalstellen könne von 564.000 auf 425.000 schrumpfen – bis im Jahr 2030 -, die der Filialen von 30.000 auf 18.000. Er vertrat die Auffassung, dass das Kerngeschäft starker in den Fokus der Häuser rücken muss und wird. Die weiter fortschreitende Digitalisierung – in Konkurrenz oder Kooperation zu Fintechs und Big Techs? - werde den traditionellen Anbietern ein hohes Maß Flexibilität abverlangen.

Die Diskussion drehte sich unter anderem um die Stabilität des Dreisäulensystems aus privaten, öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Banken als Garant der Stabilität und Kontinuität, zumal die Kernkapitalquote der Häuser mit über 16% Prozent viel höher liegt als im Krisenjahr 2008. Gegenstand des Panels war ebenso die Frage, ob die Struktur der Branche nicht von außen, sondern vom Markt entschieden werden sollte, und welche Rolle die Aufsicht, die EU-Kommission oder der Internationale Währungsfonds spielen.

Ingo R. Mainert, Allianz Global Investors GmbH, stellvertretender Vorsitzender DVFA e.V. und stellvertretender Leiter der DVFA Kommission Geldpolitik, moderierte die hochkarätige Runde.

Für die Teilnahme am DVFA Kongress erhalten DVFA Mitglieder 2 Credit Points im Rahmen ihrer Selbstauskunft.

Presse

Artenvielfalt der Banken ist nicht in Gefahr. Börsen-Zeitung, 29. Mai 2019 (kostenpflichtiger Content)