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DVFA Scorecard for Corporate Governance

Die DVFA Scorecard for Corporate Governance ist ein Instrument, mit dem sich Investment Professionals ein gutes Bild über die Corporate Governance Performance eines Unternehmens verschaffen und es mit anderen vergleichen können. Die Scorecard basiert dabei nicht nur auf dem Deutschen Corporate Governance Kodex, sondern berücksichtigt auch gesetzliche Vorgaben und internationale Standards.

Die DVFA Scorecard dient als Ansatzpunkt für einen fundierten Dialog zur Umsetzung guter Governance in den Unternehmen. Die DVFA Kommission Governance & Stewardship strebt dabei eine sachliche Diskussion über den Fortschritt verantwortungsvoller Unternehmensführung an.

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DVFA Scorecard for Corporate Governance 2020

09. Dezember 2020: DVFA Scorecard for Corporate Governance - Auswertung 2020

In der Auswertung der DVFA Scorecard for Corporate Governance wurden zum wiederholten Mal die in DAX und MDAX enthaltenen Unternehmen analysiert. Berücksichtigt sind Unternehmen, die zum 3. September 2020 den beiden Indizes angehörten. (….) Die geänderte Struktur des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Anforderungen von ARUG II wurden in der DVFA Scorecard 2020 erstmalig berücksichtigt.

Im DAX erreichte nur die Munich RE die höchste Kategorie mit dem Prädikat „hervorragend“. Die Wertung „sehr gut“ erzielten insgesamt 18 Unternehmen. Auf die Plätze 2 bis 10 schafften es in dieser Reihenfolge: BASF, Deutsche Börse, Deutsche Post, Daimler, Bayer, E.ON, RWE, SAP und Allianz.

Im MDAX schnitten 2020 ehemalige DAX-Unternehmen grundsätzlich besser ab. 11 Unternehmen erreichten die Wertung „sehr gut“. Auf den Plätzen 1 bis 10 liegen in dieser Reihenfolge: Aareal Bank, Commerzbank, Pro Sieben, Thyssenkrupp, Lanxess, Aurubis, Metro, Uniper, K+S, Evonik. Drei Unternehmen fallen in die letzte Kategorie, wo dringend Verbesserungen angeraten werden.

Insgesamt ist für den MDAX eine leichte Verbesserung der durchschnittlichen Bewertung gegenüber dem Vorjahr festzustellen, die Unternehmen im DAX schneiden im Durchschnitt etwas schlechter ab als zuvor. Die Analyse zeigt allerdings auch, dass ein Drittel der DAX-30-Unternehmen bzw. über 87% der MDAX-Werte noch Nachholbedarf aufzeigen, um mehr als 80% der Punkte (Schwellenwert für „sehr gut“) erreichen zu können.

Generell ist zu bemerken, dass die virtuellen Hauptversammlungen in diesem Jahr insbesondere im Themenblock „Aktionäre und Hauptversammlung“ zu positiven Veränderungen geführt haben. So war unter anderem eine erhöhte Transparenz im Vorfeld der Hauptversammlung zu verzeichnen. Außerdem wurden Abstimmungen noch in der Hauptversammlung ermöglicht. Darüber hinaus wurden regelmäßig nicht nur die Reden von Vorstand und Aufsichtsrat, sondern auch die Generaldebatte übertragen. All das hat zu besseren Ergebnissen geführt, allerdings kann daraus nicht geschlossen werden, dass sich die Rechte der Aktionäre dadurch verbessert haben, da die virtuelle Hauptversammlung eine Teilnahme der Aktionäre im klassischen Sinne gar nicht ermöglichte. Insofern gab es hierfür zwar in diesem Jahr mehr Punkte, es wird sich aber in der kommenden Saison zeigen, was davon tatsächliche Verbesserungen sind.

Über das neue Vergütungssystem haben einige Gesellschaften bereits 2020 abgestimmt und die entsprechenden Informationen zur Verfügung gestellt. Aus diesem Grund haben sie im Themenblock „Vorstand“ besser abgeschnitten als diejenigen, die bis 2021 warten.

Beim Thema „Aufsichtsrat“ besteht insbesondere bei der Besetzung des Prüfungsausschusses noch großes Verbesserungspotential. Oftmals ist der Ausschuss oder dessen Vorsitzender nicht unabhängig. Auch fehlt häufig ein zweiter Financial Expert. Bei den Arbeitnehmervertretern im Prüfungsausschuss ist die nötige Qualifikation regelmäßig nicht ersichtlich. Ein ESG-Experte im Aufsichtsgremium ist eine Seltenheit.

Dieses Jahr wurde SDAX-Unternehmen erstmalig die Möglichkeit gegeben, eine Selbstauskunft auf Basis der Scorecard an den DVFA zu übermitteln. 17 Unternehmen haben bisher hiervon Gebrauch gemacht. Im kommenden Jahr ist eine vollständige Auswertung des SDAX geplant.

Zur DVFA Scorecard-Auswertung 2020

Presse:

Munich Re ist Sieger im Governance-Ranking. Börsen-Zeitung, 09. Dezember 2020

DVFA stellt Nachholbedarf in der Governance fest. Börsen-Zeitung, 09. Dezember 2020 (kostenpflichtiger Content)

Nur ein Dax-Wert mit „hervorragender“ Corporate Governance. portfolio institutionell, 09. Dezember 2020

27. November 2019: DVFA Corporate Governance Scorecard - Auswertung der Untersuchung 2019 - Hohes Erfüllungsniveau, aber weiteres Verbesserungspotenzial - neben DAX auch MDAX analysiert

Mit der DVFA Scorecard for Corporate Governance wurden bereits zum vierten Mal die im DAX gelisteten Unternehmen analysiert und erstmals auch der MDAX ausgewertet. In der Analyse berücksichtigt sind Unternehmen, die zum 30. September den beiden Indizes angehörten. Über 40% der Unternehmen machten von der Möglichkeit Gebrauch, die sachliche Richtigkeit der Analyse zu überprüfen.

Grundsätzlich kann ein hohes Erfüllungsniveau festgestellt werden, allerdings gibt es erkennbare Unterschiede innerhalb der Indexzugehörigkeit und der Kapitel. Im DAX erreichten nur 6 Unternehmen das Prädikat „hervorragend“: Deutsche Börse auf Platz 1, Platz 2 teilen sich RWE und Munich Re, Siemens auf Platz 3, BASF Platz 4 und SAP Platz 5. Im Vorjahr gelang es dagegen noch keinem Unternehmen, in die höchste Bewertungskategorie zu kommen. Mit der Wertung „sehr gut“ sind dieses Jahr 14 Unternehmen vertreten.

Im MDAX ist das Niveau im Durchschnitt etwas schlechter, so erreicht kein Unternehmen die höchste Kategorie und nur die besten 6 Unternehmen die Wertung „sehr gut“: ProSieben auf Platz 1, Thyssenkrupp und Aurubis gemeinsam auf dem 2. Platz, Commerzbank und Aareal Bank teilen sich Platz 3, auf Platz 4 folgt Osram.

Verbesserungspotenzial ist im MDAX bezüglich der Veröffentlichungen zu den Anregungen des Kodex dringlich.

Die DVFA Scorecard ist mittlerweile bei Emittenten etabliert. Sie soll als Ansatzpunkt für einen fundierten Dialog zur Umsetzung guter Governance verstanden werden. Die DVFA Kommission Governance & Stewardship strebt eine sachliche Diskussion über die Qualität von Corporate Governance an, jenseits von einfachen Checklisten.

Die DVFA Kommission Governance & Stewardship wird die Scorecard an die geänderte Struktur des Deutschen Corporate Governance Kodex und an ARUG II anpassen. Die Auswertung soll im nächsten Jahr auf den SDAX erweitert werden, um in weiteren Börsensegmenten signifikante Verbesserungen der Corporate Governance zu bewirken.

Die DVFA Scorecard for Corporate Governance wird von Allianz Global Investors, Deka Investment, DJE Kapital, DWS Investment, Lloyd Fonds und Union Investment unterstützt. Die Datenerhebung erfolgte durch Governance & Values.

Presse:

Deutsche Börse ist Governance-Sieger. Börsen-Zeitung, 27. November 2019

Dax-Konzerne holen in der Governance auf. Börsen-Zeitung, 27. November 2019, kostenpflichtiger Content

Weitere Informationen:

DVFA Kommission Governance & Stewardship

11. September 2020: DVFA - Gute Corporate Governance

Im Gespräch: Christina Bannier und Hendrik Schmidt: "Eine gute Governance senkt die Risiken". Börsen-Zeitung vom 11. September 2020 (kostenpflichtiger Content)

"Gute Governance rentiert sich". Börsen-Zeitung vom 11. September 2020

DVFA - Der Lohn guter Corporate Governance

Der aktuelle Skandal um Wirecard hat die Diskussion um den Stand und die Bedeutung guter Corporate Governance in Deutschland neu entfacht. Obwohl der im Zuge der Holzmann-Pleite 2002 entwickelte und seitdem mehrfach angepasste Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) in seinen Grundsätzen, Empfehlungen und Anregungen die wesentlichen Bereiche der Unternehmensführung und -verfassung beschreibt und einordnet, scheint es in der tatsächlichen Erfüllung dieser Leitlinien weiterhin Defizite zu geben. Das Spektrum der Aufgaben und der Be- bzw. Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat, Vergütungsstrukturen und Interessenskonflikte, Umgang mit den Rechten der Aktionäre in und zur Hauptversammlung sowie Transparenz und Berichterstattung bieten den Unternehmen ausreichend Möglichkeiten, ihre Erfüllung transparent darzustellen und im Falle von Abweichungen, diese mindestens jährlich auch zu erklären. Hierzu sind sie durch §161 des Aktiengesetzes verpflichtet („comply or explain“).

Um die Frage zu beantworten, ob der Fall Wirecard nun darauf schließen lässt, dass der DCGK sein Ziel, den Unternehmen angemessene Leitlinien für eine stabile Unternehmensführung vorzugeben, verfehlt hat, muss die Güte der Governance deutscher Unternehmen auf breiter Ebene gemessen werden. Ein hierzu geeignetes und bereits seit Jahren etabliertes Instrument ist die DVFA Scorecard for Corporate Governance. Mithilfe der Scorecard wird geprüft, inwieweit die DAX30-Unternehmen (und seit 2019 auch die MDAX-Gesellschaften) die Anforderungen des DCGK er- und ausfüllen. Die qualitätsbezogene Auswertung ergibt für jedes einzelne Kapitel und in der Gesamtschau einen Governance-Score.

Die DVFA Kommission Governance & Stewardship hat nun eine Auswertung der Ergebnisse seit 2016 beim Sustainable Governance Lab unter Leitung von Frau Prof. Dr. Christina E. Bannier (Universität Gießen) mit Beteiligung von Frau Prof. Dr. Julia Redenius-Hövermann (Frankfurt School) in Auftrag gegeben. Ziel der Untersuchung war, in welchem Zusammenhang der Governance-Score mit der Stabilität der Unternehmensentwicklung steht. Dazu wurden die Scorecard-Informationen der Jahre 2016 bis 2019 in ihren Effekten auf Eigen- und Fremdkapitalrisiko, Performance und Eigentümerstrukturen analysiert.

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Weitere Presse

DVFA über den Lohn guter Corporate Governance. Institutional-money.com, 11. September 2020

DVFA – Der Lohn guter Corporate Governance. BONDGUIDE, 14. September 2020