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DVFA Kommission Sustainable Investing

Die Kommission Sustainable Investing setzt sich mit der Entwicklung von Nachhaltigkeitsstandards, deren Wirkung, Messbarkeit und mit Hindernissen auseinander. Die Experten aus Vertretern von Investoren und bankenunabhängigen Research- und Datenanbietern und unterschiedlichen Bereichen der Investment-Praxis arbeiten unabhängig.

In derzeit vier Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Fragen und Schwerpunkten durchleuchtet die Kommission die Thematik in ihrer Vielfalt sowie aus verschiedenen Perspektiven, um so einen Beitrag zu mehr Orientierung auf dem Markt zu leisten.

15. Juli 2020: DVFA Stellungnahme zur EU Renewed Sustainable Finance Strategy

Die DVFA Kommission Sustainable Investing hat sich an der jüngsten Konsultation zur EU Renewed Sustainable Finance Strategy beteiligt. Die DVFA Kommission Sustainable Investing ist der Ansicht, dass inkrementelle zusätzliche Maßnahmen in gezielten Bereichen erforderlich sind um den Aktionsplan erfolgreich umzusetzen, aber bereits viele wichtige Impulse gesetzt worden sind. Die DVFA Kommission hat verschiedene Schwerpunkte herausgearbeitet.

Zur Stellungnahme

Presse

DVFA Stellungnahme zur EU Renewed Sustainable Finance Strategy. Frankfurt Main Finance, 2. September 2020

08. April 2020: DVFA veröffentlicht Tool zur ganzheitlichen Beurteilung verantwortungsvoller Geldanlagen (DVFA PRISC)

Die DVFA Kommission Sustainable Investing legt den nächsten wichtigen Baustein für nachhaltige Geldanlagen vor. Mit dem DVFA PRISC – Policy for Responsible Investment Scoring - will die Kommission die Entwicklung und Beurteilung verschiedener Ausprägungen verantwortungsvoller Investments vereinfachen. Der DVFA hat zu diesem Zweck ein Instrument zur ganzheitlichen Entwicklung und Messung von verantwortungsvoller Geldanlagepolitik von Investoren und Investmentportfolios entwickelt. „Damit werden bewusst keine Verantwortlichkeitsstufen von einzelnen Geldanlagen vorgegeben, sondern Nachfragern und Anbietern wird ermöglicht, diese selbst zu bestimmen.“, sagt Dr. Henrik Pontzen, Leiter der Kommission.

Das Instrument umfasst acht Beurteilungsdimensionen mit je drei Ausprägungen und ermöglicht deren Aggregation zu einem umfassenden Urteil. Zu den Dimensionen gehören Ausschlüsse aus Portfolios, der Anteil „guter“ sogenannter Impact-Investments, die Härte und Analysefrequenz von Anforderungen an Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsbeurteilungen (ESG) und ob und in welchem Umfang Stimmrechte ausgeübt werden bzw. aktives Engagement für Verbesserungen von Unternehmen erfolgt.

Nutzer des Tools können die Gewichtungen ändern, Kategorien hinzufügen und weitere Änderungen vornehmen. Das bedeutet auch, dass Portfolios, je nach Ausgestaltung des Tools und der genutzten Daten, sehr unterschiedlich bewertet werden können.
„Anleger, Berater und Produktanbieter sollten nicht auf regulatorische Anforderungen warten, sondern frühzeitig eine umfassende verantwortungsvolle Investmentpolitik entwickeln. PRISC vom DVFA hilft dabei, alle wichtigen Dimensionen gegeneinander abzuwägen und ermöglicht zudem eine einfache Prüfung, ob ein Produktangebot zu dieser Politik passt.“, sagt der Mitentwickler von PRISC, Prof. Dr. Dirk Söhnholz.

Hier geht es zum DVFA PRISC Tool

Presse:

German asset management body launches ESG scoring tool. responsible investor, 09. April 2020

Werkzeug für verantwortliche Investoren. Handelsblatt BUSINESS BRIEFING NACHHALTIGE INVESTMENTS, auf Seite 14, 08. Mai 2020

25. März 2020: "Nachhaltigkeitsratings sind besser standardisiert, als man denkt"

"ESG-Ratings taugen nichts", wird immer wieder öffentlichkeitswirksam reklamiert. Als Begründung heißt es, die Ratingagenturen kommen beim ein oder anderen Einzelwert zu unterschiedlichen Ergebnissen, die Messgenauigkeit sei also mangelhaft, die Aussagekraft unzureichend. Die DVFA Kommission Sustainable Investing hat die Stichhaltigkeit dieser Argumentation untersucht und ihr Ergebnis in einem Artikel für die Börsen-Zeitung dargelegt. Nachhaltigkeitsratings sind erstens aktuell schon deutlich besser als ihr Ruf und unterschiedliche Ergebnisse bei Analysen von Einzelwerten bei Weitem kein Grund für ein Untauglichkeitsurteil. So überrascht es beispielsweise nicht, wenn anerkannte Experten bei der Fundamentalanalysen von Unternehmen zu entgegengesetzten Ergebnissen kommen – der eine ein Wertpapier zum Kauf empfiehlt, der andere davon abrät. Warum sollte es beim ESG-Rating überraschen. Hier wie dort kommt es immer wieder auf Wertung und Gewichtung an.

Nachhaltigkeitsratings sind besser standardisiert, als man denkt. Gastbeitrag der beiden Leiter der DVFA Kommission Sustainable Investing, Dr. Henrik Pontzen und Dr. Gunnar Friede. Börsen-Zeitung vom 25. März 2020 (kostenpflichtiger Content)

Nachhaltigkeitsratings sind besser standardisiert, als man denkt (DVFA Gastbeitrag in der Börsen-Zeitung. Autoren: Henrik Pontzen und Gunnar Friede). Frankfurt Main Finance, 25. März 2020

ESG ratings are better standardised than one might think (DVFA Guest contribution in Börsen-Zeitung. Authors: Henrik Pontzen and Gunnar Friede). Frankfurt Main Finance, 25. March 2020

09. Januar 2020: DVFA Studie zu Sustainable Development Goals: Anbieter, Methoden, Daten und Output im Überblick

Die Ausrichtung an den „Sustainable Development Goals“ (SDGs) der Vereinten Nationen ist nicht so einfach, wie es den Anschein hat, und erfolgt bis heute sehr uneinheitlich. Eine aktuelle Studie der DVFA Kommission Sustainable Investing zur SDG-Auswirkungsmessung bietet einen Marktüberblick über die derzeit verfügbaren Messungen, Analysetools sowie Anbieter und hält einige Einschätzungen und Empfehlungen bereit.

Die Autoren der Studie, Christoph Klein und Dr. Rupini Rajagopalan, halten die 17 Nachhaltigkeitsziele aus dem Jahr 2015, obwohl zur Bewertung von Staaten eingeführt, für einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu effektiven nachhaltigen Investitionen in Unternehmen. Die SDGs haben aus ihrer Sicht das Potential, den Fokus der Marktteilnehmer und der Wissenschaft auf den Zweck und die positiven Auswirkungen von Investitionen zu verlagern. Bislang werde die Umsetzung von ESG-Überlegungen allerdings eher als umsichtiges Risikomanagement betrachtet.
Klein und Rajagopalan gehen folgenden Fragen nach: Wie können die SDG bezogenen Auswirkungen von Finanzinstrumenten und Fonds gemessen werden? Was wird eigentlich gemessen? Was ist die definierte Methodik? Welche Arten von Daten werden benötigt? Was ist der analytische Output?

Die Studie bietet einen Marktüberblick, versteht sich aber nicht als Empfehlung für den einen oder anderen Anbieter. Das DVFA Papier konzentriert sich auf die zwölf Anbieter, die aus Sicht der Autoren ihre Tools einer breiteren Kundenbasis anbieten.

Unabhängig von den unterschiedlichen Methoden zur Messung werten die Autoren die SDGs positiv, da Unternehmen und Finanzmärkte eine gemeinsame Sprache für ein zweckorientiertes Ziel haben. Aus Sicht der Anleger halten es Klein und Rajagopalan für wichtig, dass mehr Klarheit darüber bestehe, wie die SDGs zur Messung des positiven Impacts von Investitionen genutzt werden können. Die Unternehmen müssten darüber hinaus auch bessere Impact-Daten liefern, die den Investoren zur Verfügung stehen.

Da die Messung der Auswirkungen aus Sicht der Autoren noch nicht standardisiert ist, sei es von Bedeutung, dass das Wachstum der Auswirkungen der Unternehmen auf Umwelt und Gesellschaft kontinuierlich gemessen werden. Zum Ende ihrer Studie empfehlen die Autoren folgende Schritte, um Klarheit und Standardisierung für Datenanbieter, Unternehmen und Investoren zu schaffen und um „SDG Washing“ zu beenden:

  • Nennen Sie die Quellen der Information.
  • Wenn die Zahlen nur Schätzungen sind, geben Sie an, wie diese Zahlen berechnet wurden.
  • Seien Sie transparent in Bezug auf die Methodik und die Argumentation bei der Zuordnung der SDGs.
  • Achten Sie auf Konsistenz der Wirkungskennzahlen und Begründungen, wenn es zu einer Änderung der Methodik kommt.
  • Um die Veränderung der Auswirkungen gegenüber dem Vorjahr darzustellen, sollten Sie die gleiche Methodik der Berechnung des Impacts anwenden, also entweder die Nettoauswirkung oder z.B. den Umsatz mit SDG Impact.

Downloads:

DVFA Studie SDG-Auswirkungsmessung

DVFA Study SDG Impact Measurement

Presse:

Große Studie zu Sustainable Development Goals (SDGs) veröffentlicht. Institutional Money, 09. Januar 2020

Impact measurement requires more clarity, says German study. EXPERT INVESTOR, 13. Januar 2020

26. September 2019: DVFA Umfrage belegt steigende Bedeutung nachhaltigen Investierens

Die Ergebnisse der Umfrage belegen die zunehmende Bedeutung nachhaltigen Investierens. So nehmen 98,1 Prozent der befragten Investment Professionals eine verstärkte Relevanz des Themas bei ihren Tätigkeiten wahr. Zudem bestätigt die Mehrheit (58,8 Prozent) der Investment Professionals, dass ihre Kunden verstärkt nach nachhaltigen Anlagen fragen – 31,4 Prozent antworteten mit „manchmal“ und lediglich 9,8 Prozent verneinten dies.

Befragt, wo sie Hindernisse auf dem Weg zu einer nachhaltigen Ausrichtung der Finanzindustrie sähen, antworten die Investment Professionals:

  • Mangel an einheitlichen Standards und Definitionen (76,2 Prozent)
  • Fehlende Integration in herkömmlichen Analyse- und Bewertungsmodelle (60,6 Prozent)
  • Wissens- und Erfahrungsdefizit vieler Akteure in der Finanzindustrie (59,6 Prozent)
  • Übermäßig viele Initiativen und Clubs, die zu Verwirrung führen (51,9 Prozent)
  • Ungenügende Unternehmensberichterstattung zu Nachhaltigkeitskriterien, die Auswirkung auf Geschäftsmodelle / Finanzkennzahlen haben (47,1 Prozent)
  • Mangelnde Vertrautheit vieler Vorstände und Aufsichtsräte mit Nachhaltigkeitsanforderungen (46,2 Prozent)

Die Ergebnisse dieser Befragung fließen auch in die Arbeit und Schwerpunkte der Kommission Sustainable Investing ein.

Zur DVFA Kommission Sustainable Investing

Zur Umfrage

Presse

So denken institutionelle Anleger über nachhaltiges Investieren. 26. September 2019, BONDGUIDE

Wie stehen die Investment Professionals zu Sustainable Finance. 26. September 2019, GLOBAL INVESTOR

09. September 2019: DVFA Kommission Sustainable Investing (SI) nimmt Stellung zum Taxonomy-Report der Europäischen Union

Die DVFA Kommission Sustainable Investing (SI) nimmt Stellung zum Taxonomy-Report und legt ihre Position hinsichtlich einer weiteren Präzisierung der Taxonomie vor.

Die Europäische Union (EU) hat Mitte Juni 2019 ihren Taxonomy-Report (Taxonomy Technical Report) vorgelegt. Damit kommt die EU Technical Expert Group on Sustainable Finance (TEG) dem Wunsch vieler Investoren und auch Unternehmen nach, für mehr Ordnung und Transparenz im Markt für nachhaltige Investments zu sorgen.
Die in den vergangenen Monaten verabschiedeten EU-Verordnungen im Rahmen des EU Action Plans Sustainable Finance übersetzen das Pariser Klimaabkommen und die Sustainable Development Goals (SDGs) der vereinten Nationen in Handlungsfelder für Investoren. Die EU-Verordnung Taxonomie will dabei einheitliche Bedingungen für die Klassifizierung ökologisch, nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten definieren. Dies ist, neben vielen vor allem privatwirtschaftlichen Initiativen der vergangenen Jahre, wie u.a. auch der Kommission SI im Arbeitskreis Taxonomie, der erste EU-weite regulatorische Schritt, über einheitliche Standards die Investitionen in nachhaltige Unternehmen und Tätigkeiten zu erleichtern. Dabei werden sechs positive Umweltziele (Climate change mitigation; Climate change adaptation; Sustainable use and protection of water and marine resources; Transition to a circular economy, waste prevention and recycling; Pollution prevention and control; Protection of healthy ecosystems) und daraus abgleitet 67 ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten definiert. ...

Zur Stellungnahme

Presse

Zum Artikel Konflikt um grüne Standards in der Süddeutschen Zeitung

03. September 2019: DVFA Kommission Sustainable Investing: Denkfabrik, Diskussionsforum und Orientierung für die Finanzindustrie

Zum Beitrag auf private banking magazin online

Zum Beitrag auf Institutional Money

Zum Beitrag auf GLOBAL INVESTOR

Zum Beitrag auf Finanzwelt

Mitglieder der Kommission

Dr. Julia Backmann
Allianz Global Investors GmbH
Andreas Feiner
Arabesque Asset Management
Dr. Gunnar Friede, CIIA, CEFA, Leiter
DWS Investment GmbH
Carlo Funk State Street Global Advisors
Sonja Kimmeskamp
HSBC Global Asset Management
Christoph Klein, CEFA, CFA, CSIP
ESG Portfolio Management GmbH 
Imke Mahlmann imug Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen m.b.H.
Marianne Ullrich Deka Investment GmbH
Dr. Henrik Pontzen, Leiter Union Investment Institutional GmbH
Dr. Rupini Deepa Rajagopalan
Berenberg Bank
Michael Schmidt, CFA Lloyd Fonds AG
Prof. Dr. Dirk Söhnholz
Diversifikator GmbH 
Claudia Volk, CEFA Sustainalytics
Berenike Wiener
Evangelische Bank eG