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Ansprechpartner

Sina Karin Hähnchen
Leiterin Verbandsgeschäftsstelle
+49 69 5000 423-101
sh@dvfa.org

13. September 2022: DVFA Monatsfrage: Keine Zeitenwende am IPO-Markt im Krisenumfeld – DVFA Investment Professionals wünschen sich Abbau regulatorischer Hürden und Mentalitätswandel deutscher Investoren

Die Einschätzung von Börsengängen und die Kapitalbeschaffung börsennotierter Unternehmen in einem unsicheren Markt- und Gesamtumfeld war Gegenstand der DVFA Monatsfrage September. Nur vereinzelt trauen sich derzeit noch Unternehmen, das Börsenparkett mit einem öffentlichen Angebot zu betreten. Gleichzeitig gibt es immer wieder komplette oder weitgehende Delistings. Damit wird auch das Jahr 2022 nach aktueller Einschätzung in puncto Börsengänge nicht gut abschneiden.

Die Umfrageergebnisse stärken indes die Einschätzung, dass es nicht alleine am schlechten Marktumfeld liegt, sondern auch strukturelle Änderungen nötig sind. „Die klassische Kapitalaufnahme der Unternehmen im deutschen Markt ist zweifellos mit einigen Hürden und Risiken behaftet. Dringend notwendig ist etwa eine regulatorische Entschlackung, um klassische Börsengänge zu erleichtern und nicht mit Formalia zu überfrachten. Zudem scheint es geboten, auch hier durchaus mit Unterstützung des Regulators, Investorengruppen wie Versicherungen wieder verstärkt zu gewinnen“, resümiert Roger Peeters, DVFA Vorstandsmitglied, die Ergebnisse.

Börsengänge kommen wegen Ukrainekonflikt und schwacher Marktlage fast zum Erliegen

Gefragt nach den Ursachen, warum die Zahl der IPOs sinkt, sagen 38 % der Befragten, dass es eine Koinzidenz aus schwacher Marktlage und strukturellen Themen gebe. Entsprechend sei auch nur eine leichte Verbesserung bei der Frequenz der Börsengänge zu erwarten. Der Krieg in der Ukraine habe die Misere zusätzlich verschärft, urteilen 32 %. Der deutsche IPO-Markt sei vorher schon schwierig gewesen und bliebe es wohl auch. 28 % meinen, dass in diesem Umfeld kein Unternehmen ein IPO-Projekt wagen würde. Mit einer Beruhigung der Lage im Osten und einem Aufschwung steigt die Erwartung, dass wieder mehr Unternehmen an den Markt kommen.

Optimismus ist wenig vorhanden: Lediglich 2 % erwarten, dass der nächste IPO-Boom bevorsteht.

Die Gründe für die träge IPO-Entwicklung sind vielfältig

Die DVFA Investment Professionals wurden nach den Ursachen der trägen IPO-Entwicklung befragt, Mehrfachnennungen waren möglich. Die Ergebnisse geben bei den Begründungen ein relativ gleichmäßig verteiltes Bild ab.

Die Investorengruppe der Versicherer spielt eine wichtige Rolle und liegt vorne: Aufgrund zunehmender Regulierung haben sich die Versicherer in den letzten Jahren sukzessive aus dem Aktienmarkt zurückgezogen (Aktienquote aktuell um 5 %, im Jahr 2000 noch über 20 %). Diese Art der Regulierung sollte dringend überprüft werden. Das bestätigt mit 54 % mehr als die Hälfte der Befragten.

48 % halten die Regulatorik für abschreckend. Börsennotierte Unternehmen, besonders aus dem Mittelstand, würden mit umfangreichen Vorschriften, etwa zur Publizität, deutlich über das Nötige hinaus reglementiert. Knapp dahinter rangiert mit 44 % die Einschätzung, dass die risikoaverse deutsche Mentalität das Problem sei.

41 % meinen, die Aufnahme von Eigenkapital lohne nicht, weil die Kredite im Vergleich immer noch zu billig seien. Mit Blick über den großen Teich glaubt exakt ein Drittel, 33 %, dass die Bewertungen z. B. in den USA wesentlich höher als in Deutschland seien und entsprechend wenig reizvoll sei somit ein Listing am deutschen Markt.

Die Rolle alternativer Formen der Kapitalaufnahme – SPACs und ICOs fallen durch

Andere Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung stehen in der Beliebtheitsskala nicht wirklich in der Gunst der DVFA Investment Professionals. Abgefragt wurde die Sicht auf Special Purpose Acquisition Companies (SPACs) und Initial Coin Offerings (ICOs).

„SPACs sind reine Kinder der Hausse, in normalen Märkten investiert kein Anleger in solche Black Boxes“, urteilt die klare Mehrheit von 86 %. Und ebenso kritisch fällt das Bild für ICOs aus: ICOs und Kryptowährungen generell seien moderne Schneeballsysteme und in keiner Form nachhaltig oder zukunftsfähig, meinen immerhin 40 %.

„Als geniales Konzept“ stufen SPACs nur magere 7 % ein. Man trenne auf clevere Weise Kapitalaufnahme und Investition, meinen die so Abstimmenden. Für ICOs erwärmen sich ebenso gerade mal 7 %: sie sehen ICOs als Zukunft, die genauso wie Kryptowährungen das jetzige Geldsystem ablösen werden.

Porsche IPO: Ein möglicher Befreiungsschlag?

Mit Spannung erwartet der Markt den Börsengang von Porsche. Eindeutig ist das Ergebnis der Befragung: Die für das letzte Quartal dieses Jahres geplante Notierung von Porsche wird von den DVFA Investment Professionals durchaus optimistisch gesehen. 53 % sind überzeugt: Der Einfluss von Volkswagen und der begleitenden Banken wird als groß genug gesehen, um diesen Börsengang zum Erfolg zu bringen.

Die kritischen Stimmen bestätigen jedoch die Bedenken. Immerhin 25 % glauben, dass das IPO im aktuellen Umfeld wenig realistisch ist. Er werde ins Jahr 2023 geschoben, eventuell sogar abgesagt. 20 % mutmaßen, dass er stattfindet, jedoch kein großer Erfolg werden wird.

Nur ein kleiner Teil der Befragten wertet Porsche als Eisbrecher, auf den der Markt gewartet hat und nach dem ein kleiner IPO-Boom einsetzt (2 %).

Hinweis: Die Umfrage wurde am 31. August geschlossen, also vor der mittlerweile bekannt gewordenen konkreten IPO-Planung.

Die Zukunft der Kapitalbeschaffung erfordert Entschlackung bei Prospekten, Vorschriften und Vorgaben

Welche Instrumente können dienlich sein, um die Kapitalbeschaffung zu fördern? Gibt es wesentliche Treiber? Mehrfachnennungen waren möglich.

Prospekte, Vorschriften (auch nach dem Börsengang) und Vorgaben müssten deutlich entschlackt werden. Damit werden regulatorische Fragen von 61 % der Teilnehmer als bedeutsam eingestuft. Etwas weniger denken, dass es einen Mentalitätswandel bei allen Beteiligten geben müsse. Firmenlenker sollten risikofreudiger werden und Investoren ebenso (48 %). Den Gesetzgeber in der Pflicht sehen 44 % – die jetzige Regierung hätte im Koalitionsvertrag einige gute Ansätze, die dringend umgesetzt werden müssten. Anlagen in den börsennotierten Mittelstand etwa sollten staatlich gefördert werden.

Am wenigsten Stimmen bekam das Votum für den Einsatz der Investmentbanken mit 29 %: Die (Investment-)Banken müssen mehr tun und stärker beim Mittelstand um diese Form der Kapitalbeschaffung werben.

„Unsere Investment Professionals sehen in SPACS und ICOs keine wirklichen Alternativen, zeigen aber zumindest für den Porsche-Börsengang Zuversicht. Auch wenn dieser nicht den Durchbruch am IPO-Markt bringen wird, so könnte dieser IPO zumindest ein positives Signal setzen“, bemerkt Peeters. Weiterhin ergänzt er: „Die den Deutschen nicht ganz zu Unrecht nachgesagte risikoaverse Haltung dürfte nur schwer zu überwinden sein – sie ist ebenso wie der Ukrainekrieg oder die Politik des billigen Geldes als Ursache nur mittel- bis langfristig zu beeinflussen.“

Presse

DVFA: Regulatorik und Risikoaversion belasten IPO-Umfeld. finanznachrichten.de, 14. September 2022

DVFA: Regulatorik und Risikoaversion belasten IPO-Umfeld. BONDGUIDE, 14. September 2022

08. November 2022: 17. DVFA Immobilien Forum - ESG & Real Estate Financial Performance

ESG & Real Estate Financial Performance – Wie Nachhaltigkeit, Klimarisiken und Co. auf finanzielle Kennzahlen einwirken

08. November 2022, 09:30 - 18:00 Uhr, VuV, Frankfurt am Main & Online

Nachhaltigkeit ist den Kinderschuhen entwachsen und heißt nun ESG (Environmental Social Governance). Während vor nicht allzu langer Zeit noch einige wenige Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte auf freiwilliger Basis erstellten, rangiert das Thema ESG heutzutage unter den Top-3-Prioritäten der Vorstandsetagen. Nachhaltigkeit, Klimarisiken und Co. sind im Kerngeschäft angekommen und beeinflussen in zunehmendem Maße die finanzielle Performance von Immobilienunternehmen. Klar ist, dass rein qualitative Feststellungen und bunte Bilder nicht mehr ausreichen. Steigende Anforderungen der freiwilligen Brancheninitiativen, stetig ambitioniertere Regulierung und sich allgemein wandelnde Markterwartungen sind zentrale Treiber für mehr Klimaschutz sowie -anpassung. Sie führen dazu, dass Investoren vermehrt Klimarisiken proaktiv in ihre Investmentprozesse und das Risikomanagement einbeziehen. Dennoch hat die Immobilienbranche noch ein Übersetzungsproblem, wenn es um den konkreten finanziellen Impact geht. Wir gehen in der Veranstaltung im Detail auf genau diese Wirkungsketten ein und erläutern wie ESG die Immobilienwerte und sonstigen finanziellen Kennzahlen verändert.

Zum 17. DVFA Immobilien Forum

20. Oktober 2022: 11. DVFA Asset Management Forum - Asset Management und die neue Welt(un)ordnung

Asset Management und die neue Welt(un)ordnung

20. Oktober 2022, 09:45 – 17:00 Uhr, Flemings Selection Hotel Frankfurt-City & Online

Corona-Pandemie, Klimakatastrophen, Krieg in der Ukraine, stark gestiegene Inflation – stehen wir vor einer neuen Welt(un)ordnung? Diese und viele weitere Fragen diskutieren wir mit Ihnen und unseren Referenten, unter anderem mit Herrn Prof. Röller, bis 2021 wirtschaftspolitischer Berater von Angela Merkel und Leiter der Wirtschafts- und Finanzabteilung im Bundeskanzleramt.

Zum 11. DVFA Asset Management Forum

+++ 60. DVFA Insights: McKinsey Asset Management Survey 2022 +++

Insights 60

DVFA Insights – die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

23. September 2022 | 12:00 Uhr | Onliner

Referent: Dr. Felix Germann | McKinsey & Company, Inc., Partner

Nach der Sommerpause sind wir zurück mit einer neuen Ausgabe der DVFA Insights und freuen uns, dass wir Dr. Felix Germann von McKinsey als Speaker gewinnen konnten. Sein Thema waren die Ergebnisse der McKinsey Asset Management Survey, die gerade erst veröffentlicht wurden.  

Unter anderem ging es um die europäische Asset Management-Industrie, die 2021 mit der höchsten Profitabilität seit 2007 aufwarten konnte. Im laufenden Jahr verzeichnet die Branche allerdings aufgrund makroökonomischer Unsicherheit und regionaler Krisen eine signifikante Änderung des „Spielfelds“.
Herr Germann beleuchtete in seinem Vortrag aktuelle Trends und Dynamiken und arbeitete heraus, wie Asset Manager unterschiedliche Werttreiber nutzen können, um ihre finanzielle Performance zu maximieren.

Kontakt: info@dvfa.org

Für die Teilnahme an den DVFA Insights erhalten DVFA Mitglieder 2 Credit Points.

+++ 59. DVFA Insights: Die DIN-Norm zur Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen in der Finanzberatung +++

Insights 59

DVFA Insights – die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

15. Juli 2022 | 12:00 Uhr | Onliner

Referent: Referent: Michael Schmidt, CFA, Senior Advisor to the Board bei Lloyd Fonds AG, Vorstandsmitglied des DVFA e.V., Leiter der DVFA Kommission Governance & Stewardship und Mitglied des Sustainable Finance Beirats der Bundesregierung

Ab 2. August 2022 wird die Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen der Kunden in der Vermögensverwaltung und Finanzberatung verpflichtend. Zur Umsetzung dieser Abfrage im Rahmen der Kundenexploration nach MiFID II haben sich verschiedene Ansätze im Markt entwickelt. Ein Standard existiert bislang nicht, wäre jedoch wünschenswert.
 
Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat nun eine entsprechende DIN-Norm zur Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen verabschiedet. Michael Schmidt hat im Arbeitsausschuss, der den Norm-Entwurf entwickelt hat, als Experte mitgearbeitet.
 
Schmidt berichtete über das ESG-Modul und den Nachhaltigkeitsstandard, der Basis einer ganzheitlichen Finanzberatung sein soll.

Kontakt: info@dvfa.org

Für die Teilnahme an den DVFA Insights erhalten DVFA Mitglieder 2 Credit Points.

12. Juli 2022: DVFA Monatsfrage: Zeitenwende + Epochenbruch = mehr Staat: DVFA sieht Big Government längerfristig kritisch

Thema der DVFA Monatsfrage war die aktuelle geopolitische Lage und was sie nun bedeuten könnte. Die maximal hohe Unsicherheit limitiert allerdings klare Aussagen der deutschen Investment Professionals. Erwartet wird jedoch eine neue multipolare Weltordnung.

Kalter Krieg 2.0 oder Regime radikaler Unsicherheit

Die erste Frage beschäftigte sich mit der Begriffsassoziation zum neuen politischen Regime. Die Umschreibungen „Kalter Krieg 2.0“ und „Regime radikaler Unsicherheit“ lagen hier mit 44 % bzw. 43 % nahezu gleichauf. 13 % entschieden sich für „Postmoderne“.

Handel jetzt ohne Wandel? Bleibt abzuwarten

In der nächsten Frage ging es um die Einschätzung, ob der Politikansatz Wandel durch Handel gescheitert ist. 48 % finden, es sei noch zu früh um das beurteilen zu können. 36 % sehen den Ansatz gescheitert und 16 % geben Wandel durch Handel noch eine Chance, sie antworteten mit nein.

Länge der neuen Phase unklar

Die Epoche, in der wir uns vermutlich gerade befinden, zeitlich abzugrenzen war Frage 3. Die Hälfte der Investment Professionals meint, dass man das heute noch nicht sagen kann. 21 % denken, es wird deutlich länger als 10 Jahre dauern; 17 % halten eine Dekade für realistisch und 12 % glauben an eine kürzere Fristigkeit.

Große Sorge vor einem Zuviel an Staat

Die zunehmende Tendenz zu mehr Staat und Industriepolitik wird sehr kritisch gesehen. In den Kommentaren wird dieser Weg zwar bedauert, aber als wohl alternativlos angesehen, auch aufgrund von Versäumnissen in der Vergangenheit – beispielsweise das rechtzeitige Anpassen der strukturellen Rahmenbedingungen. 58 % der Umfrageteilnehmer betrachten die Situation mit Sorge, 28 % meinen, man müsse die Entwicklung weiter beobachten. 12 % halten die Tendenz für notwendig und gut, keine Meinung zu diesem Thema haben 2 %.

Persönliche Angst vor Krieg und Wohlstandsverlust

In der letzten Frage ging es darum, welche Auswirkungen die Investment Professionals für sich persönlich am stärksten befürchten. Kriegsgefahr antworteten 32 %, Inflation 28 %. Nur 1 % fürchtet eine drohende Arbeitslosigkeit. Wohlstandsverlust war mit 39 % die häufigste Nennung auf die Frage. Es herrscht ein starkes Bewusstsein dafür, dass man sich in der Finanzbranche in einer eher privilegierten Situation befindet. Wohlstandsverlust auf die gesamte Bevölkerung gespiegelt könnte bedeuten, dass es zu einer weiteren gesellschaftlichen Spaltung kommt, der Mittelstand noch stärker belastet wird und die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinanderklafft.

„Am deutlichsten waren die mittelfristigen Sorgen wegen der Renaissance des Staatsinterventionismus und die persönlichen Ängste vor Krieg und Wohlstandsverlust herauszuhören“, fasst der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des DVFA, Ingo R. Mainert, die Ergebnisse der monatlichen Mitgliederbefragung zusammen. „Wegen der befürchteten Wohlstandsverluste werden auch stärkere Umverteilungsdiskussionen in der deutschen Gesellschaft befürchtet.“

Presse:

DVFA Investment Professionals sehen Big Government längerfristig kritisch. frankfurt-main-finance.com, 15. Juli 2022

Branchenverband DVFA sieht Big Government kritisch. intelligent-investors.de, 14. Juli 2022

Umfrage: Investment Professionals sehen "Big Government" längerfristig kritisch. DFPA, 12. Juli 2022

DVFA sieht Big Government längerfristig kritisch. institutional-money.com, 12. Juli 2022

07. Juli 2022: Zwei Abschiede und ein Neuanfang

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Beim DVFA Sommerfest am Donnerstag, 7. Juli, wurden Stefan Bielmeier und Mirka Kučerová feierlich verabschiedet.
Bielmeier hat den DVFA 10 Jahre lang als Vorstandsvorsitzender geführt, Kučerová war über ein Jahrzehnt beim DVFA beschäftigt, davon 7 Jahre als Leiterin der Geschäftsstelle.

Begrüßt wurden die Mitglieder, Absolventen und Förderer von Verband und Akademie von Thorsten Müller, dem neuen Vorstandsvorsitzenden des DVFA e.V., die Laudatio hielt in gewohnt kurzweiliger Manier Ingo Mainert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Nach vielen Gartenpartys im DVFA Center musste die Veranstaltung in diesem Jahr nun umziehen und fand zum ersten Mal als DVFA Sommerfest in der Copper Bar in Frankfurt statt.

27. Juni 2022: Markteinschätzung der DVFA Kommission Immobilien – Alte Welt vs. Neue Welt – Die Trendwende auf dem Immobilienmarkt am Beispiel Büroimmobilien

Die DVFA Kommission Immobilien geht in ihrer aktuellen Markteinschätzung detailliert auf das Thema Zinsen und den Einfluss der Zinsentwicklung auf den Büroimmobilienmarkt ein:

  • Überfällige Zinswende der EZB transformiert den Markt
  • 10-Jahres-Zinsswap „explodierte“ von null Anfang 2022 auf 250 BP im Juni
  • Langfristige Fixzinsen für Baugeld mit schnellstem Anstieg innerhalb von 6 Monaten seit Jahrzehnten
  • Faktoren- und Kaufpreisanpassungen bei Immobilien absehbar – Ausmaß der Abwärtsbewegung noch Verhandlungssache
  • Transaktionssicherheit und „Cash is king“ – Eigenkapitalstarke Käufer gewinnen an Bedeutung
  • FK-Zinsen notieren nun regelmäßig über den (noch) moderaten Anfangsrenditen der Immobilien – positiver Leverage ist damit praktisch ausgeschlossen
  • Toxische Mischung für Developer ohne bereits definierten Exit und mit steigenden Bau- und Finanzierungskosten zeichnet sich ab
  • Komparative Attraktivität der Anlageklasse „Festverzinsliche Wertpapiere“ steigt zu Lasten der Immobilie – Immobilienaktien im Vergleich zu Ende 2021 deutlich im minus
  • Immobilien als Inflationsschutz – ja aber…
  • Indexierungsvereinbarungen bei hohen Inflationsraten mit Brisanz: Durchsetzbarkeit der Steigerungen, aber auch Index Caps stellen Marktteilnehmer vor neue Herausforderungen
  • Konsequente Umsetzung der Klimaziele und Einbindung der Immobilienwirtschaft in Emissionshandel muss bewältigt werden – Herausforderungen im Asset Management

Zur ausführlichen Markteinschätzung

Presse:

Zinswende und Baukosten als Gamechanger für Büros. portfolio institutionell, 28. Juni 2022

Trendwende bei Immobilien – zum Nachteil von Institutionellen mit Fremdkapital-Anteil. private-banking-magazin.de, 04.07.2022

24. Juni 2022: +++ 58. DVFA Insights: Rohstoffmärkte – zwischen Wunschdenken und Wirklichkeit +++

Insights 58

DVFA Insights – die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

24. Juni 2022 | 12:00 Uhr | Onliner

Referent: Daniel Briesemann, Rohstoffanalyst im GM Commodity Research der Commerzbank AG

Im Rahmen der 58. DVFA Insights begrüßte der DVFA Daniel Briesemann von der Commerzbank AG, einen ausgewiesenen Experten im Bereich Rohstoffe. 

Was treibt die Rohstoffmärkte derzeit an? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab?

Briesemann ging auf die makroökonomischen Faktoren ein, die Einfluss auf die Rohstoffmärkte haben, und beleuchtete Lage und Aussichten bei Industrierohstoffen – Öl, Gas und Industriemetalle.

Kontakt: info@dvfa.org

Für die Teilnahme an den DVFA Insights erhalten DVFA Mitglieder 2 Credit Points.

14. Juni 2022: DVFA Monatsfrage: Hauptversammlung unverzichtbares Element direkter Aktionärsdemokratie – Investment Professionals sprechen sich für hybride Durchführung aus

Die zukünftige Ausgestaltung des Formats von Hauptversammlungen war Thema der aktuellen DVFA Monatsfrage. Hauptversammlungen haben traditionell einen besonderen Stellenwert in Deutschland. Vor der Corona-Krise waren sie nicht nur Ort formaler Abstimmungen, sondern auch das Forum intensiver Aussprache zwischen Aktionären und Management einer Aktiengesellschaft.

Zum dritten Mal in Folge steht die Hauptversammlungssaison auch in diesem Jahr noch unter den Vorzeichen von pandemiebedingten Beschränkungen. Eine gesetzliche Reform des Formats der Hauptversammlung wird derzeit intensiv diskutiert, daneben drängen immer mehr Fragen zur Nachhaltigkeitsstrategie in die Hauptversammlungen von Unternehmen.

Eine erste Frage zielte auf die Bedeutung der Hauptversammlung für die Aktienkultur an sich. Die Hälfte der befragten Investment Professionals misst der Hauptversammlung eine hohe Bedeutung für die Aktienkultur bei, 29 % sogar eine sehr hohe. Lediglich 19 % halten die Rolle der HV für gering und nur 1 % für sehr gering.

Aktionärsrechte leiden unter der aktuellen Regelung

Während der letzten zwei Jahre wurden Hauptversammlungen – bedingt durch die Covid-Gesetzgebung – nur online durchgeführt. Der DVFA fragte: Wie bewerten Sie die Hauptversammlungen im Corona-Format der letzten zwei Jahre gegenüber dem davor üblichen Präsenzformat als Beitrag zu einer guten Corporate Governance von Unternehmen? Die deutliche Mehrheit der Befragten, 62 %, bewertet das neue Format als schlechter. Als unverändert stufen es 24 % ein und 14 % gehen davon aus, dass es einen besseren Beitrag zu einer guten Corporate Governance gibt.

Hybride Hauptversammlungen sinnvollste Lösung

Gelebte Aktionärsdemokratie ist ein hohes Gut im Hinblick auf die Mitspracherechte der Anteilseigner. Gefragt, welches Format der Hauptversammlung dauerhaft für das sinnvollste für eine gelebte Aktionärsdemokratie gehalten wird, waren die Antworten eindeutig. 85 % sprechen sich für eine hybride Durchführung aus, 13 % für Präsenzveranstaltungen und lediglich 2 % für rein online durchgeführte Hauptversammlungen.

Quelle: DVFA e.V.

Bei der Frage, welches Organ einer Aktiengesellschaft über das Format der Hauptversammlung entscheiden soll – Vorstand, Aufsichtsrat oder Hauptversammlung – gab es eine ebenso überwältigende Mehrheit. Für die Hauptversammlung als Entscheidungsorgan stimmen 82 %, für den Aufsichtsrat 11 % und für eine Vorstandsentscheidung 7 %.

Nachhaltigkeitsthemen durch direkten Aktionärseinfluss gewünscht

Impulse für eine nachhaltige Unternehmensführung dürfen gerne auch über den direkten Draht von den Aktionären kommen. So zielen ,Say-on-Climate-Beschlüsse' darauf ab, das Management zu ambitionierten Klimaschutzaktivitäten anzuhalten. Eine Mehrzahl von 52 % der Befragten würde es begrüßen, wenn auch in Deutschland mehr direkte Anträge von Aktionären zu Nachhaltigkeitsaspekten möglich wären. 18 % halten das nicht für richtig. Keine dezidierte Meinung zu diesem Thema haben 30 %.

„Die klare Haltung unserer Mitglieder ist ein deutlicher Fingerzeig an Unternehmen und Gesetzgeber: Die Rechte der Aktionäre müssen auf der Hauptversammlung der Zukunft weiterhin voll zur Geltung kommen – zur Stärkung der Aktienkultur in Deutschland“, kommentiert Michael Schmidt, Vorstandsmitglied des DVFA e.V. und Leiter der DVFA Kommission Governance & Stewardship, die Ergebnisse der Umfrage.

Presse:

Die „neue“ virtuelle HV hat eine Chance verdient! goingpublic.de, 22. Juli 2022

DVFA Monatsfrage: Hauptversammlung unverzichtbares Element direkter Aktionärsdemokratie. BONDGUIDE, 15. Juni 2022

Investorenverband bevorzugt hybride Hauptversammlung. Börsen-Zeitung, 14. Juni 2022 (registrierungspflichtiger Content)

DVFA Monatsfrage: Die Hauptversammlung als unverzichtbares Element direkter Aktionärsdemokratie. frankfurt-main-finance.com, 14. Juni 2022

02. Juni 2022: DVFA Personalie – Sina Hähnchen übernimmt Leitung der Verbandsgeschäftsstelle

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Foto Sina Hähnchen - © Ulrike von der Heidt

Mirka Kučerová verlässt nach 11 Jahren, davon 7 Jahre als Leiterin der Geschäftsstelle, den DVFA e. V. in den Ruhestand und wird sich neuen Herausforderungen stellen.

Die Leitung der Geschäftsstelle übernimmt ab 1. Juni Sina Karin Hähnchen, die bereits zum Jahresbeginn 2022 zum Verband stieß.

Sina Hähnchen kommt von Allianz Global Investors, wo sie zehn Jahre im Konzernvertrieb und zuletzt mehrere Jahre in der globalen Kommunikation tätig war. Die diplomierte Betriebswirtin hält einen MBA und hat rund 20 Jahre Branchenerfahrung.

Thorsten Müller, Vorstandsvorsitzender des DVFA: „Mirka Kučerová hat in den vergangenen Jahren Außerordentliches für den DVFA geleistet. Das gesamte Vorstandsteam des DVFA dankt ihr von Herzen für ihr unermüdliches Engagement in all den Jahren. Wir freuen uns, dass wir mit Sina Hähnchen eine erfahrene Generalistin mit ausgewiesener Kenntnis des Finanzmarktes für die Nachfolge in der Geschäftsstelle gewinnen konnten.“

Presse

Neue Leiterin der DVFA-Verbandsgeschäftsstelle. dasinvestment.com, 03. Juni 2022

Wechsel in der Leitung der Verbandsgeschäftsstelle. deal-magazin.com, 03. Juni 2022,

Leitung der Geschäftsstelle der DVFA neu besetzt. Börsen-Zeitung, 02. Juni 2022, kostenpflichtiger Content

DVFA Personalia: Leitung der Verbandsgeschäftsstelle neu besetzt. goingpublic.de, 03. Juni 2022

24. Mai 2022: DVFA: Thorsten Müller löst Stefan Bielmeier an der Spitze des DVFA ab

Der Berufsverband der Investment Professionals wählte heute den geschäftsführenden Vorstand und die Fachvorstände neu. Thorsten Müller, CIIA, CEFA, CeFM, Lighthouse Corporate Finance GmbH, übernimmt den Vorstandsvorsitz von Stefan Bielmeier, DZ PRIVATBANK S.A. Nach 10 Jahren Amtszeit als führender Kopf des Verbandes stand Bielmeier für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung.

Thorsten Müller wird den Vorstand als Vorsitzender gemeinsam mit Ingo R. Mainert, Investmentanalyst (DVFA), Allianz Global Investors GmbH, und Christoph Schlienkamp, Investmentanalyst (DVFA), GS&P Kapitalanlagegesellschaft S.A., als stellvertretende Vorstandsvorsitzende führen. Beide wurden wiedergewählt.

Mit den gewählten Fachvorständen kann der DVFA auf ein Experten-Team aus unterschiedlichen Fachbereichen der Finanzwelt bauen:

• Prof. Dr. Christina E. Bannier, Justus-Liebig-Universität Gießen
• Peter Thilo Hasler, CEFA, Sphene Capital GmbH 
• Frank Klein, DWS International GmbH 
• Roger Peeters, CEFA, pfp | Advisory GmbH 
• Michael Schmidt, CFA, Lloyd Fonds AG
• Ingo Speich, CFA, Deka Investment GmbH

Ingo Speich verstärkt den Fachvorstand als neues Mitglied.

Die Fachvorstände Ulrike Groschopp und Dr. Henrik Pontzen standen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Der DVFA bedankt sich herzlich für die mehrjährige Mitarbeit im Vorstand.

Thorsten Müller dankte Stefan Bielmeier für sein außerordentliches Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit. Er würdigte den langjährigen Einsatz seines Vorgängers, der den Verband durch schwierige Zeiten geführt hat. Auch wenn Müller teilweise andere Schwerpunkte setzen möchte, ist es sein Bestreben, den Verband im Sinne Bielmeiers weiterzuentwickeln. 

Thorsten Müller neuer Vorstandsvorsitzender

Thorsten Müller ist Bankkaufmann und Diplom-Kaufmann, abgerundet hat er seine Ausbildung durch den CIIA. Nach Stationen bei der Commerzbank in Frankfurt und bei der WestLB in Düsseldorf wurde er geschäftsführender Gesellschafter der Lighthouse Corporate Finance GmbH in Frankfurt am Main. Dort ist er für Kapitalmarkt- und M&A-Transaktionen verantwortlich. 2018 wurde Thorsten Müller in den Fachvorstand des DVFA gewählt, wo er sich insbesondere im letzten Jahr für die Themen Kapitalmarktunion, KMU und ESG engagierte. Thorsten Müller gilt als ausgewiesener Primärmarkt-Spezialist. Er ist Mitglied in der DVFA Kommission Unternehmensanalyse und Leiter der Arbeitsgruppe MIFID/Regulierung. Weiterhin ist er Co-Head der Capital Markets Commission des Europäischen Analystenverbands (EFFAS) sowie Mitglied des Issuer Market Advisory Committees der Deutschen Börse AG.

Ingo Speich neu im Fachvorstand

Ingo Speich ist Bankkaufmann und Diplom-Kaufmann und hält einen MBA sowie CFA. Seit April 2019 leitet er die Abteilung Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei der Deka Investment GmbH. Zuvor war er ab 2004 als Portfolio Manager bei Union Investment, wo er zuletzt die Gruppe „ESG Capital Markets & Stewardship“ leitete. Er ist Mitglied im Arbeitskreis „Corporate Governance Reporting“ und „Sustainable Finance“ der Schmalenbach-Gesellschaft, war Mitglied des Beirates „Sustainable Finance“ der Bundesregierung und der Consultative Working Group „Consumer Protection and Financial Intermediaries“ der EU-Aufsichtsbehörde ESMA/Paris. Seit 2016 gehört er der DVFA Kommission Governance & Stewardship an. Der geschäftsführende Vorstand freut sich, mit Ingo Speich einen anerkannten Nachhaltigkeitsexperten für den Vorstand gewonnen zu haben.

Thorsten Müller: "Mein Ziel ist es, den DVFA gemeinsam mit dem Vorstandsteam mit Augenmaß und im Interesse der Mitglieder weiterzuentwickeln. Dabei werden die Positionierung des DVFA in der öffentlichen Diskussion von Kapitalmarktthemen, zugkräftige inhaltliche Angebote für DVFA Mitglieder sowie der kontinuierliche Ausbau des Produktangebots der DVFA Akademie auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Wie bisher wird der DVFA weiterhin seinem Anspruch Verantwortung im Kapitalmarkt gerecht werden und Schwachstellen und Ineffizienzen im Kapitalmarkt benennen und Lösungsvorschläge erarbeiten. Beispielhaft nenne ich hier die für den Hochleistungsstandort Deutschland völlig unzureichende Anzahl von IPOs von kleinen und mittleren Unternehmen, die extrem wichtig für unser zukünftiges Wachstum sind. Hier müssen wir in Deutschland deutlich besser werden und gemeinsam an einer wachstumsorientierten Kapitalmarktarchitektur arbeiten. Daneben möchte ich den Verband, wie schon in der Vergangenheit geschehen, für seine Mitglieder attraktiv gestalten und neue Mitgliedergruppen anbinden."

Bild: Thorsten Müller privat

Presse

Wechsel an der Spitze des DVFA. fondsprofessionell.de, 25. Mai 2022

Wachwechsel an der DVFA-Spitze. www.portfolio-institutionell.de, 25. Mai 2022

Neuer geschäftsführender Vorstand beim DVFA. intelligent-investors.de, 25. Mai 2022

DVFA: Müller folgt auf Bielmeier. institutional-investment.de (IPE D.A.C.H.), 25. Mai 2022

Thorsten Müller übernimmt Vorstandsposten beim DVFA. dasinvestment.com, 25. Mai 2022

Berufsverband der Investment Professionals mit neuer Führungsspitze. DFPA, 25. Mai 2022

Thorsten Müller an DVFA-Spitze gewählt. Tagesspiegel, 25. Mai 2022, registrierungspflichtiger Content

Thorsten Müller rückt an die Spitze der DVFA. Börsen-Zeitung.de, 25. Mai 2022, kostenpflichtiger Content

Thorsten Müller übernimmt Vorstandsposten beim DVFA. private-banking-magazin.de 24. Mai 2022

Thorsten Müller löst Stefan Bielmeier an der Spitze des DVFA ab. deal-magazin.com, 24. Mai 2022

Stabwechsel an der Spitze des DVFA. institutional-money.com, 24. Mai 2022

10. Mai 2022: DVFA Monatsfrage: DVFA Investment Professionals erwarten mehr Inflation bei weniger  Wachstum – signifikantes Risiko einer Stagflation oder einer Rezession+

Bei der Frage nach dem Wachstumsausblick für das laufende sowie das kommende Jahr sind die DVFA Investment Professionals vorsichtig. 47 % sehen weniger Wachstum und mehr Inflation („Slowflation“), Stagflation prognostizieren 26 % der Befragten und eine Rezession inklusive Inflation erwarten 22 %. Nur 5 % glauben noch an den Aufschwung.

Quelle: DVFA e.V.

Aktuell kein eindeutiges Votum für die Zinsstrukturkurve als Rezessionsfrühindikator

Die zweite an die DVFA Mitglieder gerichtete Frage lautete: Halten Sie die Zinsstrukturkurve für einen Rezessionsfrühindikator? Die Meinungen der Investment Professionals sind hier durchaus gespalten: Während 39 % sie für aussagekräftig halten, beantworten 26 % die Frage mit nein und 35 % sind sich nicht sicher.

Für die Zinsstrukturkurve gibt es verschiedene Indikatoren respektive Definitionen.
Das Ergebnis - welche am prominentesten ist - fällt dagegen deutlich aus:
 

2-Jahres-Zins minus 10-Jahres-Zins  61 %
3-Monats-Zins minus 10-Jahres-Zins 28 %
3-Monats-Zins minus 3-Monats-Zins in 18 Monaten (Near Term Forward Spread) 11 %


Es wurde an dieser Stelle allerdings mehrfach darauf hingewiesen, dass Zinsstrukturen derzeit keine guten Indikatoren zum Anzeigen einer Rezession seien. Der Einfluss der EZB-Marktinterventionen durch die anhaltenden Anleihekäufe relativiert die Aussagekraft.

Energieembargo erhöht Risiko für eine harte Anpassungs-Rezession

Ein möglicher vollständiger Boykott von Energielieferungen aus Russland ist Teil der aktuellen breiten politischen Debatte. In einem solchen Szenario erhöht sich die Gefahr von wirtschaftlich tiefgreifenden Folgen.

Mit 49 % meint fast die Hälfte der Befragten, eine Rezession würde dann stärker ausfallen als 2020 und 13 % befürchten sogar eine Depression. Für ähnlich negativ wie die Rezession 2020 stimmen 29 % und immerhin 9 % stufen die Konsequenzen als überschaubar ein. 

Policy Mix aus Geld- und Fiskalpolitik gefordert

Die DVFA Investment Professionals wurden gefragt, wie ein die zu erwartende Wirtschaftsschwäche bekämpfender Policy Mix aussehen könnte.

Hier überwiegt die Diversifikation aus Geld- und Fiskalpolitik (49 %) vor der Option einer Anpassungsrezession, die als „kreative Zerstörung“ wirken könnte (31 %). Die reine Fiskalpolitik sehen 17 % der Befragten als Lösung an und für nur geldpolitische Maßnahmen erwärmen sich lediglich 3 %.

„Die Risken eines ungemütlichen Wachstumsumfeldes bei gleichzeitig höherer Inflation sind signifikant gestiegen. Flachere Zinsstrukturkurven deuten dies an. Antworten auf die Konjunkturabschwächung sind diesmal noch schwieriger und sollten ein wohlüberlegter Policy Mix sein“, kommentiert Ingo Mainert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DVFA. „Möglicherweise wird eine Anpassungrezession nicht zu vermeiden sein, um die Inflation wieder nachhaltig in den Griff zu bekommen“, fügt Mainert hinzu.

Presse

DVFA Investment Professionals erwarten mehr Inflation bei weniger Wachstum. frankfurt-main-finance.com, 19. Mai 2022

DVFA: mehr Inflation bei weniger Wachstum. bondguide.de, 11. Mai 2022

DVFA-Members orten signifikantes Stagflations- oder Rezessionsrisiko. institutional-money.com, 10. Mai 2022

Profi-Anleger erwarten mehr Inflation bei weniger Wachstum. fundresearch.de, 10. Mai 2022

DVFA Monatsfrage: Experten sehen signifikantes Risiko einer Stagflation oder einer Rezession. DFPA, 10. Mai 2022

02. Mai 2022: Stellungnahme zum Regierungsentwurf für ein Gesetz zur Einführung virtueller Hauptversammlungen

Aktionärsrechte bleiben Aktionärsrechte – auch in der virtuellen Hauptversammlung

Die DVFA Kommission Governance & Stewardship begrüßt die deutlichen Anpassungen, die in dem Regierungsentwurf des Gesetzes zur Einführung virtueller Hauptversammlungen gegenüber dem Referentenentwurf vorgenommen wurden. Insbesondere sind nachfolgende Inhalte positiv hervorzuheben und führen zu einer sinnvollen Stärkung der Rechte der Aktionäre:

  • Ein Rede-, Frage- und Auskunftsrecht im Wege der Videokommunikation in der Hauptversammlung, analog der bestehenden Generaldebatte.
  • Die Einrichtung eines virtuellen Wortmeldetischs ab Beginn der Hauptversammlung, damit wird ein sogenanntes „Windhundrennen“ vier Tage vor der Versammlung ausgeschlossen, das weder im Interesse der Aktionäre noch der Emittenten gewesen wäre.
  • Antragsrechte im Wege der elektronischen Kommunikation in der Hauptversammlung
  • Einreichung von Stellungnahmen von Aktionären vor der Hauptversammlung, die für sämtliche Aktionäre zugänglich sind.
  • Möglichkeit für Emittenten, Aktionärsfragen bereits im Vorfeld der HV für alle Aktionäre transparent zu beantworten, um das Hauptfeld der Fragen in der Versammlung zu entzerren. Ebenso ist zu begrüßen, dass Nachfrage- sowie Fragerechte zu neuen Sachverhalten bis in die Hauptversammlung hinein zumindest auf elektronischem Wege gewährt werden

Allerdings enthält der Regierungsentwurf zwei zentrale Aspekte, die es aus Investorensicht weiterhin nachzubessern gilt:

  • Laufzeit des Satzungsvorbehalts (§ 118a Absätze 3 – 5 AktG-E)
    Wir begrüßen, dass die Entscheidung über das Format der Hauptversammlung klar den Aktionären vorbehalten bleibt. Wir unterstützen daher nachdrücklich den Vorschlag, dies per Satzungsbeschluss mit einer qualifizierten Mehrheit von 75 % und einer Mindestquote von 25 % der nicht die Hauptversammlungs-Mehrheit in den letzten drei Jahren vertretenden Großaktionäre des in der Hauptversammlung vertretenen Kapitals feststellen zu lassen.

    Allerdings erachten wir die unverändert vorgeschlagene Gültigkeit von bis zu fünf Jahren eines solchen Beschlusses weiterhin für nicht gerechtfertigt. Eine regelmäßigere, z.B. jährliche, Abstimmung über Format und Durchführung erscheint stattdessen deutlich näher an den Interessen der Aktionäre orientiert, da Vorstand und Aufsichtsrat somit häufiger um die Zustimmung zu einer virtuellen Hauptversammlung zu werben haben.
     
  • Bestehendes Aktienrecht für HV-Saison 2023 ausreichend (§ 26 EGAktG-E) – keine Notwendigkeit für Sonderregelung
    Mit Auslaufen der COVID-Notgesetzgebung entsteht aus unserer Sicht keine Regelungslücke und durch die Rückkehr in das bisherige aktienrechtliche Hauptversammlungsregime bleibt ausreichende Rechtssicherheit bestehen. Eine Eilbedürftigkeit ergibt sich daher mit Blick auf die Hauptversammlungssaison 2023 nicht.
    Gerade nach zwei bzw. drei Jahren nahezu ausschließlich virtuell durchgeführter Hauptversammlungen erscheint es aus unserer Sicht geboten, über die künftigen Hauptversammlungsformate ausführlich im Rahmen einer Präsenz-Hauptversammlung im Jahr 2023 zu beraten.
    Der Regierungsentwurf räumt ausdrücklich die Möglichkeit ein, einen notwendigen Satzungsbeschluss auch in einer Präsenzversammlung abzuhalten. Dies halten wir aufgrund der weitreichenden Auswirkungen eines solchen Beschlusses und des erwartbaren Diskussionsbedarfs für angemessener. Auch vor dem Hintergrund, dass Unternehmen andernfalls ihre Hauptversammlungen von 2020 – 2028 ausschließlich in virtueller Form abhalten könnten, erinnern wir auch an die Begründung des Rechtsausschusses zur Verlängerung der COVID-Notgesetzgebung. Diese hebt hervor, dass gerade bei Wegfall der pandemiebedingten Einschränkungen eine Rückkehr zum Präsenz-Format angestrebt werden sollte.

Zur DVFA Kommission Governance & Stewardship

Presse

DVFA begrüßt überarbeiteten Entwurf zu virtuellen Hauptversammlungen. dasinvestment.com, 03. Mai 2022

DVFA begrüßt Anpassungen im Regierungsentwurf zum Gesetz zur Einführung virtueller HVs. bondguide.de, 03. Mai 2022

DVFA begrüßt überarbeiteten Entwurf zu virtuellen Hauptversammlungen. private-banking-magazin.de, 03. Mai 2022

29. April 2022: +++ 57. DVFA Insights: Mergers & Acquisitions aus der Sicht von Analysten: Umfrage Teil 4: M&A-Kommunikation +++

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DVFA Insights - die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

29. April 2022 | 12:00 Uhr | Onliner

Referent: Christoph Schlienkamp,
stv. Vorstandsvorsitzender DVFA,
Portfoliomanager GS & P KAG

Im Rahmen einer mehrteiligen Umfrage von DVFA e. V. und SMS Strategic Management Solutions wurden die Mitglieder des DVFA e.V. zum Thema Mergers & Acquisitions im vierten und letzten Teil zu M&A-Kommunikation befragt.

Im Einzelnen ging es um die Bedeutung und Einschätzung der Kapitalmarktkommunikation im Rahmen von M&A-Transaktionen und um die damit in Verbindung stehenden Kommunikationsbereiche, und zwar sowohl im Vergleich zur herkömmlichen Investoreninformation, als auch speziell in Bezug auf M&A-Transaktionen.

Kontakt: info@dvfa.org

Für die Teilnahme an den DVFA Insights erhalten DVFA Mitglieder 2 Credit Points.

12. April 2022: DVFA Monatsfrage: DVFA Investment Professionals erwarten durch Ukrainekonflikt deutliche Konjunkturabschwächung – Mehrheit hält bisherige Sanktionen für angemessen

Der Angriff Russlands auf die Ukraine Ende Februar bewegt die ganze Welt. Einen Konflikt dieser Tragweite in Europa haben viele nicht für möglich gehalten. Abseits der menschlichen Tragödien stellen sich auch Fragen zu Konsequenzen für die Wirtschaft und die Kapitalmärkte. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der massiven Sanktionen. DVFA – der Berufsverband der Investment Professionals – hat seine Mitglieder zu den Auswirkungen der Entwicklungen in der Ukraine befragt. Die Beteiligung an der Umfrage war bis 31. März möglich.

„Die DVFA Investment Professionals sehen durch den Krieg in der Ukraine einen starken negativen Einfluss auf den Aufschwung. Sie sind aber auch verhalten positiv was die mittelfristige Entwicklung an den Aktienmärkten angeht, denn mehr als die Hälfte der Befragten hat die Gewichtung in den Portfolios unangetastet gelassen oder sogar antizyklisch ihr Exposure am Aktienmarkt verstärkt“, fasst Roger Peeters, Vorstandsmitglied des DVFA, wesentliche Ergebnisse zusammen.

Hälfte der teilnehmenden DVFA Investment Professionals erwartet baldige Waffenruhe

Die Dauer des Krieges könnte maßgeblichen Einfluss auf die weltweite Ökonomie und die Märkte haben. Befragt nach der weiteren Entwicklung des Konfliktes glaubt die Hälfte, dass die Waffen schon bald ruhen werden, aber die politische Eiszeit zwischen Ost und West andauern wird.

38 % der Teilnehmer vertreten die Auffassung, dass es noch eine lange Auseinandersetzung zwischen den Parteien geben wird. Dass der Konflikt in der Ukraine erst der Anfang und eine Ausweitung zu erwarten ist, meinen 10 %. Mit 2 % ist die Zahl derer äußerst gering, die an ein baldiges Ende des Konfliktes und zudem an ein zügiges Ende der Sanktionen glaubt.

Der Krieg in der Ukraine führt zu einer deutlichen Abschwächung des Aufschwungs

Die Auseinandersetzung im Osten Europas zeigt auch schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft. Die DVFA Investment Professionals waren in der zweiten Frage aufgefordert, die ökonomische Tragweite des Ereignisses einzuschätzen.

Eine deutliche Mehrheit von 64 % denkt, dass sich der momentane Aufschwung signifikant abschwächt und die Mischung aus hohen Energiekosten und Inflation auch den Konsum beeinträchtigt. Ein Kippen der Konjunktur samt Abrutschen in die Rezession, die jedoch nicht lange anhalten wird, nehmen 19 % an.

11 % prognostizieren den Beginn einer anhaltenden Krise, geprägt von Stagflation und weiteren Verwerfungen am Aktienmarkt. Sehr gering ist der Prozentsatz jener die meinen, dass der momentane Aufschwung nur unwesentlich beeinflusst wird (6 %).

Quelle: DVFA e.V.

Beinahe die Hälfte der Befragten begrüßt die Sanktionen und hält sie für angemessen

Die Sanktionsmaßnahmen sind sowohl in der Debatte um den Umgang mit dem von Putin geführten Russland als auch hinsichtlich deren Auswirkung auf die Volkswirtschaften von hoher Bedeutung. Die Befragten sollten ihre Sicht hierzu äußern.

Fast die Hälfte (48 %) sagt, dass das Maß der Sanktionen mit Bedacht und Augenmaß gewählt und begrüßenswert ist. 33 % halten die Sanktionen jedoch für zu weich, man müsse Russland härter angehen.

Für eine andere Gewichtung der – in der Summe angemessenen Sanktionen – sprachen sich noch 11 % aus und 8 % sehen Sanktionen als falschen Weg, der unserer eigenen Wirtschaft schadet. Die Sanktionen sollten demnach reduziert werden.

Ein Kommentator urteilt: „Grundlegend lässt sich der Konflikt jedoch nicht militärisch und mit Sanktionen lösen.“ Vermisst werden „Verhandlungsansätze bzw. die Ausarbeitung eines Konzeptes, vor allem für die Zeit nach dem Ende der Auseinandersetzung.“

Asset Allocation mit recht wenig Anpassungen

Die Preise für Rohstoffe und Gold sind gestiegen, die Aktienmärkte haben verloren. Ziemliche Gelassenheit legen 36 % der Teilnehmer an den Tag, die sagen: Die Krise geht vorbei wie etliche andere vor ihr. Sie haben die Asset Allocation gar nicht angepasst.

29 % haben den Investitionsgrad nicht geändert, aber die Gewichtung von Branchen und Regionen deutlich modifiziert. 23 % handeln antizyklisch und nutzen die fallenden Kurse zum verstärkten Einstieg in den Aktienmarkt.

Aktiv die Aktienquote gesenkt und/oder sich mit Derivaten abgesichert haben 12 %, weil sie den Anfang einer langen Baisse sehen.

Russische Wertpapiere: Zukunft ungewiss

Mit Beginn des Einmarsches in die Ukraine wurden russische Wertpapiere quasi über Nacht vom Westen boykottiert und waren kaum noch handelbar. Auch die russische Börse wurde kurzfristig geschlossen. Die DVFA Investment Professionals wurden gefragt, wie sie über russische Wertpapiere und deren Zukunftsaussichten denken.

Die Skepsis überwiegt deutlich:  51 % der Teilnehmer meinen, dass selbst bei einem zeitnah wieder möglichen Aktienhandel in Moskau die Rechte westlicher Anleger unklar sind und das eingesetzte Kapital unwiderruflich verloren sein könnte.

Moskau kann sich nicht dauerhaft vom internationalen Kapitalmarkt lösen. Das Land wird so kompromissbereit sein, dass auch Ausländer über kurz oder lang zumindest eingeschränkt wieder russische Wertpapiere handeln können. Dies sagen 26 %. 23 % sehen eine baldige Normalisierung des Handels in Russland, wenn auch auf dauerhaft niedrigerem Niveau. Ausländer werden aufgrund der Sanktionen jedoch lange nicht handeln können.

Peeters ergänzt abschließend: „Der grausame Krieg bewegt uns alle emotional. Zudem betrifft er jeden von uns auch als Verbraucher und praktisch alle Financial Professionals in ihren Dispositionen. Dass wir bei vielen Fragen durchaus gemischte Antwortcluster erhielten, ist vielleicht eine gute Indikation dafür, dass die Börse eben noch nicht genau weiß, wie sie das Geschehen wertet. Die anhaltend hohe Schwankung an den Märkten wird hierdurch gut plausibilisiert.“

Presse

Investment Professionals erwarten durch Ukrainekonflikt Konjunkturabschwächung. exxecnews.org, Seite 7, 25. April 2022

DVFA Monatsfrage: Investment Professionals erwarten durch Ukrainekonflikt Konjunkturabschwächung. DFPA, 13. April 2022

Umfrage: Investment Professionals erwarten durch Ukrainekonflikt Konjunkturabschwächung. jrdefo.de, 13. April 2022

DVFA Investment Professionals erwarten Konjunkturabschwächung. frankfurt-main-finance.com, 13. April 2022

Institute dampfen Prognose ein. Börsen-Zeitung, 12. April 2022 (kostenpflichtiger Content)

DVFA: Investment-Profis erwarten deutliche Konjunkturabschwächung. institutional-money.com, 12. April 2022

Wenn jetzt doch eine Baisse droht. kutzerlive.blogspot.com, 12. April 2022

22. März 2022: Stellungnahme zum Entwurf Deutscher Corporate Governance Kodex

Die DVFA Kommission Governance & Stewardship, der u.a. Vertreter der vier größten deutschen Fondsgesellschaften und in Governance-Fragen forschende Wissenschaftler angehören, hat im Namen des DVFA e. V. zu dem von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) am 21.1.2022 beschlossenen Kodex-Entwurf umfassend Stellung genommen.

Die DVFA Kommission Governance & Stewardship befürwortet die Ergänzung des DCGK um das Thema Nachhaltigkeit, hält aber Anpassungen und Konkretisierungen im Entwurf für notwendig.

Zur ausführlichen Stellungnahme

Presse:

Rentabilität muss Vorrang haben im Kodex. Börsen-Zeitung, 19. März 2022 (kostenpflichtiger Content)

Kodex-Anpassungen stoßen auf Kritik. Börsen-Zeitung, 18. März 2022 (kostenpflichtiger Content)

21. März 2022: DVFA nimmt Stellung zum Referententwurf zur Verstetigung der Einführung virtueller Hauptversammlungen

Die DVFA Kommission Governance & Stewardship hat für den Berufsverband DVFA e.V. zu dem vom Bundesministerium der Justiz am 9. Februar 2022 veröffentlichten Referentenentwurf zur Verstetigung der Einführung virtueller Hauptversammlungen Stellung genommen.

Bestreben des Referentenentwurfs ist es Hauptversammlungen, die qua Sonderregelung aufgrund der COVID-19-Pandemie rein virtuell durchgeführt werden konnten, auch in der Zukunft zu ermöglichen.
Aufgrund der besonderen Bedeutung und der Auswirkungen dieser vorgeschlagenen Regelungen auf die verfassungsrechtlich garantierten Eigentumsrechte der Aktionäre sind sämtliche Bestrebungen zur Ermöglichung weiterer Formate zur Durchführung einer Hauptversammlung als oberstes Entscheidungsorgan von Aktiengesellschaften genauestens zu prüfen.

Aus Sicht der DVFA Kommission Governance & Stewardship sind etwaige Abweichungen oder Einschränkungen der Rechte der Aktionäre gegen die Interessen der Aktionäre abzuwägen. Im Zweifelsfalle ist das Interesse der Aktionäre in ihrer Funktion als Eigentümer höher zu gewichten als die Interessen der anderen Organe der Gesellschaft, namentlich Vorstand und Aufsichtsrat.

Zur detaillierten Stellungnahme des DVFA e.V.

Es wird darüber hinaus auf die ausführliche Stellungnahme des BVI hingewiesen, deren wesentliche Aspekte vom DVFA e.V. unterstützt werden.

Presse:

DVFA: Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Verstetigung der Einführung virtueller HVs. bondguide.de, 21. März 2022

DVFA: Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Verstetigung der Einführung virtueller HVs. finanznachrichten.de, 21. März 2022

18. März 2022: +++ 56. DVFA Insights: Remote Work - Führen auf Distanz +++ 

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DVFA Insights - die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

18. März 2022 | 12:00 Uhr | Onliner

Referent: Stefan Günther, CEFA, Berater & Coach für Menschenführung & gute Zusammenarbeit

Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise haben über 30% der Beschäftigten zumindest tageweise im Homeoffice gearbeitet. Inzwischen sind es wieder deutlich weniger, doch sicherlich wird es keine Rückkehr zum Arbeiten ausschließlich in Präsenz wie in Zeiten vor der Pandemie mehr geben. Bei der Vielzahl der Varianten zwischen Präsenzarbeit und mobilem Arbeiten ist und bleibt das Thema Führung auf Distanz ein wichtiger Faktor.

In den 56. DVFA Insights ging Stefan Günther insbesondere auf folgende Schwerpunkte ein:

• Arbeit ist kein Ort (mehr) - 4 Thesen zur Führung auf Distanz
• ZOOM Fatigue und was wir heute wissen
• Interaktions-Design: Nähe schaffen aus der Ferne
• Hier, da und hybrid - die neue Welt der Arbeit

Kontakt: info@dvfa.org

Für die Teilnahme an den DVFA Insights erhalten DVFA Mitglieder 2 Credit Points.

08. März 2022: DVFA Monatsfrage: Intransparente Geschäftsmodelle entscheidender Motor für Short Seller - Attacken aktivistischer Investoren dürften zunehmen

Der Berufsverband der Investment Professionals, DVFA, hat seine Mitglieder in der aktuellen Monatsfrage zu aktivistischen Investoren befragt, die zuletzt verstärkt auch in Deutschland aufgetreten sind. Die wohl bekanntesten Transaktionen in Deutschland waren Wirecard, Grenke Leasing und die Adler Group. Die dadurch ausgelösten Kurskorrekturen waren substantiell und führten im Fall Wirecard sogar zum Aufdecken eines Betrugsskandals, der in der Insolvenz endete.

Bewertung der Methoden: Short Selling kontra Fundamentalanalyse

Was ist die Grundlage für das Verhalten aktivistischer Investoren – die Spekulation auf fallende Kurse mit Leerverkäufen oder die Fundamentalanalyse? 71 % der befragten DVFA Investment Professionals sehen eine Mischung aus beiden Aspekten als Treiber an. Fast gleichauf liegt die Vermutung, dass es sich um Shortseller (14 %) bzw. Analytiker (15 %) handelt.

Quelle: DVFA e.V.

Eine zweite Frage zielte auf die allgemeine Bewertung von Shareholder Activism. Eine deutliche Mehrheit von 83 % sieht die Investment-/Tradingstrategie als Korrektiv bei überbewerteten oder durch Fehlentwicklungen gekennzeichneten Kapitalmärkten an, nur 17 % halten diese Strategie für schädlich.

Regulierungsbedarf bei Short Selling weniger gewünscht

Die Entwicklung an den Kapitalmärkten im Hinblick auf Unternehmensskandale wie Wirecard kann die Frage nach der Notwendigkeit staatlicher Eingriffe aufwerfen. Insbesondere in Baissephasen geraten Short Seller regelmäßig in die Kritik. Trotzdem sehen 41 % keinen zusätzlichen Regulierungsbedarf beim Short Selling, 35 % jedoch erkennen hier einen Bedarf, keine dezidierte Meinung haben 24% der Befragten.

Intransparente Geschäftsmodelle ziehen aktivistische Investoren an

Bei der Frage nach den entscheidenden Parametern, auf die aktivistische Investoren beim Zielunternehmen achten, mussten zwei ausgewählt werden. An der Spitze rangiert deutlich die Intransparenz des Geschäftsmodells mit 72 %. Überbewertungen respektive überzogene Wachstumserwartungen (48 %) und mangelnde Corporate Governance (42 %) liegen auf den Plätzen zwei und drei. Eine instabile Gesellschafterstruktur (keine Ankerinvestoren/keine strategischen Investoren) erhielt 25 % der Nennungen.

Am wenigsten relevant erschien den Befragten die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen, z.B. Finance oder Tech. Auf diese Antwortmöglichkeit entfielen lediglich 5 % der Stimmen. Unter „Sonstige“ nennen die Befragten unter anderem die ESG-Performance und falsche Weichenstellungen in der Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie als Treiber.

Marktkapitalisierung weniger entscheidend für Aktivisten

Welche Mindestmarktkapitalisierung bzw. Bandbreiten der Marktkapitalisierung sehen Sie beim Zielunternehmen, um als Target für einen aktivistischen Investor interessant zu sein? Die Antwortmöglichkeiten der fünften Frage umfassten die Gesamtspanne von < € 1,0 Mrd. bis zu > € 10 Mrd. in fünf Abstufungen.

Es ergibt sich ein differenziertes Bild, nach dem gleich viele DVFA Investment Professionals, nämlich jeweils 29 %, die Spanne zwischen € 1,0 Mrd. bis € 2,5 Mrd. sowie € 2,5 Mrd. bis € 5,0 Mrd. als bevorzugte Größenklasse für Zielunternehmen einschätzen. € 5,0 Mrd. bis € 10 Mrd. sagen 14% der Abstimmenden.

Für den Randbereich nach unten - kleiner als € 1,0 Mrd. - geben 18 % ihre Stimme ab, und für den nach oben - größer als € 10 Mrd. – erwärmen sich immerhin noch 10 %.

In den Kommentaren wurde mehrfach hervorgehoben, dass die Marktkapitalisierung eine eher untergeordnete Rolle spielt, und für aktivistische Investoren andere Faktoren entscheidend sind.

Zukünftige Entwicklung

Mit Blick auf die Entwicklung der Zahl der Attacken in den nächsten drei Jahren ist eine große Mehrheit von 72 % der Auffassung, dass sie steigen wird. 26 % schätzen die Zahl als gleichbleibend ein, nur 2 % erwarten eine sinkende Anzahl an Attacken.

„Aktivistische Investoren mischen sich stärker ein und sorgen für Bewegung am Kapitalmarkt. Das kann zu einer positiven Bereinigung von Bewertungsblasen führen, zeigt aber auch negative Auswirkungen. Das Ergebnis der Umfrage legt nahe, dass insbesondere intransparente Geschäftsmodelle und mangelnde Corporate Governance zu Shareholder Activism einladen. Als Schutzmaßnahme sollten Vorstände und Aufsichtsräte sich deshalb verstärkt für Transparenz und gute Unternehmensführung einsetzen.“, sagt Thorsten Müller, Vorstandsmitglied des DVFA.

Presse

DVFA Monatsumfrage: Attacken aktivistischer Investoren dürften zunehmen. hedgework.de, 09. März 2022

DVFA Monatsfrage: Intransparente Geschäftsmodelle entscheidender Motor für Short Seller. DFPA, 08. März 2022

01. März 2022: DVFA Stellungnahme: DVFA setzt sich kritisch mit aktueller EU-Konsultation zum Thema KMU auseinander

  • Deutlich stärkere Berücksichtigung der Investorenseite notwendig
  • Aussetzung oder mindestens deutliche Reduzierung der Kapitalertragsbesteuerung erforderlich
  • Vereinfachung des Market Soundings 
  • Einheitliche Größenklassendefinition für KMU und Wachstumsunternehmen
  • Abwartende Haltung zu SPACs und Mehrfachstimmrechten

Die Kapitalmärkte in der Europäischen Union sind heute im Vergleich zu anderen Wirtschaftsräumen immer noch deutlich weniger entwickelt. Die Konsequenzen hieraus sind weniger Wachstum und damit verbunden eine geringe makroökonomische Widerstandskraft.

Im Rahmen des Aktionsplans für die Kapitalmarktunion aus dem September 2020 ist es weiterhin das Ziel der EU, kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) sowie Wachstumsunternehmen einen verbesserten Kapitalmarktzugang zu verschaffen. Aufgrund dieser Vorgabe hat die EU jetzt eine Konsultation, die am 25. Februar 2022 geschlossen wurde, speziell mit dem Ziel der Vereinfachung des Kapitalmarktzugangs für KMU durchgeführt.

Im Kern der etwa 70 Seiten langen Konsultation geht es um mögliche Anpassungen der MiFID II Regulierung, der Marktmissbrauchsrichtlinie (MAR) sowie um eine Vereinfachung von Wertpapierprospekten. Zusätzlich wurden Fragen rund um die Themen SPACs und Mehrfachstimmrechte im Zusammenhang mit KMU und Wachstumsunternehmen gestellt. 

Der DVFA hat sich als Berufsverband der Investment Professionals im Rahmen der Konsultation klar positioniert. Wir begrüßen weiterhin und uneingeschränkt die Förderung des Kapitalmarktumfeldes für KMU und Wachstumsunternehmen. Allerdings setzt der DVFA die Schwerpunkte deutlich anders als die EU-Kommission. Diese versucht auf Seiten der Emittenten teilweise in sehr detaillierten Fragestellungen Verbesserungspotenziale zu identifizieren, während die Seite der Investoren nur am Rande berücksichtigt wird, erklärt Thorsten Müller, Mitglied des Vorstands des DVFA und Geschäftsführer der Lighthouse Corporate Finance GmbH in Frankfurt.

Der DVFA ist überzeugt, dass der Fokus auf die Emittentenseite und die damit zusammenhängende Regulierung auf der Angebotsseite zu kurz gesprungen ist. Funktionierende Märkte benötigen Liquidität und kontinuierliche Kapitalzuflüsse. Dazu müssen die Rahmenbedingungen der Nachfrageseite, also der Investoren, deutlich stärker berücksichtigt werden. 

Zur vollständigen Stellungnahme

Presse

DVFA zur aktuellen EU-Konsultation zum Thema KMU. bondguide.de, 01. März 2022

25. Februar 2022: +++ 55. DVFA Insights: Le Président – La Présidente? Ausblick auf die Präsidentschaftswahl in Frankreich +++

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DVFA Insights - die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

25. Februar | 12:00 Uhr | Onliner

Referentin: Claudia Donzelmann, Global Head of Regulatory and Public Affairs, Allianz SE

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich steht vor der Tür – und sie ist spannender als mancher denkt.

Nach Umfragen und Expertenmeinungen darf Präsident Macron zwar mit seiner Wiederwahl im April rechnen, aber die letzten Jahre haben gezeigt, wie vorsichtig Wahlvorhersagen zu genießen sind. Es geht um Frankreich und gleichzeitig um Europa - die Zukunft Europas. Wer sind die Kandidaten, was sind die großen Themen und was kann bis April noch alles passieren?  Ein Ausblick.

Kontakt: info@dvfa.org

Für die Teilnahme an den DVFA Insights erhalten DVFA Mitglieder 2 Credit Points.

08. Februar 2022: DVFA Monatsfrage: Investment Professionals erwarten mehrheitlich dauerhaft höhere Inflation im Euro-Raum

Mit den jüngst berichteten Inflationsraten von 7 % in den USA und etwas mehr als 5 % im Euroland wurden Werte erreicht, die zuletzt in der ersten Hälfte der 1990er Jahre beobachtet wurden. Der DVFA - der Verband der Investment Professionals – hat seine Mitglieder befragt, mit welcher weiteren Inflationsentwicklung sie im Euro-Raum rechnen, wie die Europäische Notenbank aus ihrer Sicht reagieren wird und welche Ursachen der rapide Anstieg der Teuerungsrate hat.

41 % der Teilnehmer geben an, von der Preisentwicklung im vergangenen Jahr überrascht worden zu sein, 56 % dagegen nicht. In den Kommentaren zeigt sich jedoch, dass etliche DVFA Mitglieder vom grundsätzlichen Anstieg der Teuerungsrate nicht überrascht waren, aufgrund der expansiven Geldpolitik der Notenbanken und der damit verbundenen enorm hohen Liquidität, wohl jedoch vom Ausmaß des Preisanstiegs in der Kürze der Zeit.

Inflation ist gekommen, um zu bleiben - Mehrheit zählt sich zum „Team Persistenz“

Frage 2 zielte darauf ab, die Erwartungen der Investment Professional bezüglich der Dauer des Preisanstiegs zu erfahren. 59 % fühlen sich dem „Team Persistenz“ zugehörig und gehen davon aus, dass sich der Inflationssockel dauerhaft nach oben verschiebt. Dagegen rechnen 34 % mit einer Beruhigung der Preisentwicklung und zählen sich zum „Team Transition“.

Entscheidende Einflussfaktoren auf die Dauerhaftigkeit der momentanen Inflationsentwicklung, heißt es in den Kommentaren, sei die künftige Lohnentwicklung, die Klimapolitik und die Entscheidungen der Zentralbanken. Daneben werden als preistreibend auch der Rückbau globaler Lieferketten und steigende ESG-Anforderungen genannt.

Auf die Frage, in welcher Größenordnung sich der Inflationspfad in Deutschland nach oben verschieben könnte, antworten 36 Prozent um über 2% und 26 Prozent um etwa 1,5 %. 30 Prozent unterstellen einen um 0,5 bis 1 % höheren Sockel und nur 3 Prozent erwarten keine strukturelle, nach oben gehende Inflationsrate. In den Kommentaren wurde auch die Meinung vertreten, die Notenbanken wären bereit, eine mittelfristige Inflationsrate von rund 3,5 % zu akzeptieren, um so die Staatsverschuldung zum Teil zu vermindern („Weginflationieren“).


Quelle: DVFA e.V.

Löhne, Lieferkettenfriktionen und Geldmengen treiben die Preise

Bei der Frage nach den Gründen des heftigen Preisanstiegs durften maximal zwei ausgewählt werden. Mehrheitlich sehen die Antworten die entscheidenden Ursachen in Kostenerhöhungen inklusive steigender Löhne (62 %) und in Angebotsrestriktionen, darunter auch Störungen der Lieferketten (60 %). Immerhin 42 % Prozent geben die Geldmenge als wesentlichen Treiber, 18 % einen Nachfragüberhang und noch 10 % die hohe Staatsverschuldung an. In den Kommentaren wird ein ganzer Strauß konkreter Gründe genannt. Darunter die langfristig höheren Energiepreise und Effekte aus der Energiewende, Lieferkettenstörungen, das Quantitative Easing der Notenbanken als vermeintliche Staatsfinanzierung sowie hohe Staatsausgaben gepaart mit langfristigen Faktoren wie die demographische Entwicklung und das Ausbleiben weiterer Kostensenkungen durch die (nicht mehr voranschreitende) Globalisierung.

Abschließend wurde gefragt, welche Leitzinserhöhungen im Euroland in den nächsten zwei Jahren zu einer wirksamen Inflationsbekämpfung notwendig wären. Die Meisten (42 Prozent) sprechen sich für Leitzinserhöhungen von 1 % aus. 28 Prozent halten Zinserhöhungen von +2 % oder mehr für notwendig und ein knappes Fünftel der Befragten (19 Prozent) hält dagegen 0,5 % für ausreichend. 6 Prozent halten Zinsanhebungen in diesem Kontext für unnötig.

„Die Mehrzahl der an der Befragung teilnehmenden Mitglieder vertritt die Auffassung, dass die aktuelle Inflation kein kurzfristiges Phänomen ist welches sich selbst heilt und korrigiert. Es gibt handfeste Ursachen die klassisch geldpolitisch zu adressieren und zu bekämpfen sind“, sagt Ingo Mainert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DVFA. Gleichwohl argumentieren die Investment Professionals des DVFA hinsichtlich der erwartbaren Höhe der Zinsanhebungen mit einem vorsichtigen Realitätssinn für das wohl Machbare: Insbesondere die Dominanz der fiskalischen Verschuldung limitiert (leider) die Spielräume. Wichtiger erscheint den Investment Professionals hier das Zurückfahren der Wertpapierkäufe im Rahmen der Quantitativen Lockerung.

Presse

DVFA-Expertenumfrage: Zins und Inflation: Mit welchen Preissteigerungen müssen wir rechnen? handwerk-magazin.de, 26. Februar 2022

DVFA: Investment Professionals erwarten mehrheitlich dauerhaft höhere Inflation im Euro-Raum. hedgework.de, 10. Februar 2022

Investment Professionals erwarten mehrheitlich dauerhaft höhere Inflation im Euro-Raum. frankfurt-main-finance.com, 10. Februar 2022

Spekulationen über Zeitpunkt der ersten EZB-Zinserhöhung. Börsen-Zeitung, 08. Februar 2022 (kostenpflichtiger Content)

Verdrängt die Inflation der Inflationsdiskussion! kutzerlive.blogspot.com, 08. Februar 2022

DVFA: Inflation ist gekommen, um zu bleiben. bondguide.de, 08. Februar 2022

DVFA Monatsfrage: Investment Professionals erwarten dauerhaft höhere Inflation im Euro-Raum. dfpa.info, 08. Februar 2022

DVFA: Investment Professionals erwarten dauerhaft höhere Inflation.  institutional-money.com, 08. Februar 2022

03. Februar 2022: Die DVFA Scorecard - Der Nutzen für Unternehmen und Investoren

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03. Februar 2022 | 14:00 - 15:15 Uhr | DVFA Onliner

Warum ist die Scorecard als Instrument so wichtig und wie funktioniert sie? Wie ist die Auswertung der DVFA Scorecard for Corporate Governance 2021 ausgefallen? Diese und weitere Fragen wurden in der Veranstaltung beleuchtet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

01. Februar 2022: DVFA: Schlechte M&A-Kommunikation kann Unternehmensübernahmen um bis zu 20% verteuern

In einer über vier Teile angelegten Umfrage haben der Berufsverband der Investment Professionals (DVFA) und SMS Strategic Management Solutions ein umfassendes Bild über M&A-Transaktionen gezeichnet, deren letzter Teil die Kommunikation in den Fokus nimmt.

In den ersten Teilen der Befragung ging es um Transaktionsstrukturen und Finanzierung (2/2019), Auswirkungen von Fusionen und Übernahmen (10/2019) sowie Transaktionshintergründe (1/2021).
Im Zentrum der vierten Befragung stand nun die Kapitalmarktkommunikation im Rahmen von M&A-Transaktionen.

„Added value“ und „competitive advantage“

90% aller Investment Professionals geben an, dass die Kapitalmarktkommunikation im Rahmen einer M&A-Transaktion eine hohe (46%) bzw. sehr hohe (44%) Bedeutung hat. So ist es aus Sicht der Investoren und Analysten selbstverständlich von besonderem Interesse, vom Emittenten im Rahmen der Veröffentlichung von M&A-Details jeweils eine saubere Darstellung der Auswirkungen auf die Equity Story, das Rating und die erwarteten Synergien zu bekommen. Es geht damit letztlich um die Vermittlung des “added value“ und des “competitive advantage“, und damit darum, die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Transaktion besser einschätzen zu können.

Schlechtes Zeugnis für M&A-relevante Kommunikation

Besonders wichtig sind den DVFA Investment Professionals Informationen über Wachstums- und Ertragsaussichten sowie über die strategische Ausrichtung. Als weitere wichtige Aspekte wurden Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle, die Darstellung der Transaktionsfinanzierung und Informationen über zu erwartende Synergien und technologische Aspekte genannt. Gleichzeitig sieht die überwiegende Mehrheit der Investment-Professionals in allen Kommunikationsbereichen deutlichen Verbesserungsbedarf. Mehr noch: gerade in den Kommunikationsbereichen, die von den Analysten als besonders wichtig eingeschätzt werden scheinen die Mängel in der Kommunikation besonders groß zu sein. Dieses Ergebnis wirft nicht zuletzt erhebliche Fragen dahingehend auf, ob die Emittenten zum einen über ausreichende Kenntnisse hinsichtlich der Informationsbedürfnisse des Kapitalmarktes verfügen und zum anderen, ob die wertbestimmenden Faktoren von M&A-Transaktionen von ihnen richtig eingeschätzt werden.

Verbesserungen bei den Kommunikationsinhalten erforderlich

Weiterlesen

Presse

Schlechte M&A-Kommunikation kann Unternehmensübernahmen um bis zu 20% verteuern. cf-fachportal.de, 02. Februar 2022

DVFA: Bedeutung der Kommunikation bei Unternehmensübernahmen. bondguide.de, 02. Februar 2022

DVFA: Schlechte M&A-Kommunikation kann Take-Overs um 20% verteuern. institutional-money.com, 01. Februar 2022

28. Januar 2022: +++ 54. DVFA Insights: Ausblick auf die Konjunktur und die Kapitalmärkte 2022 +++

Insights 54

Die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

28. Januar 2022 | 12:00 Uhr | Onliner

Referent:
Ingo R. Mainert, Investmentanalyst (DVFA), Allianz Global Investors GmbH; stellvertretender DVFA Vorstandsvorsitzender

Auf Basis der Auswertung der beiden letzten DVFA Monatsfragen hat Ingo R. Mainert beim Ausblick auf 2022 insbesondere folgende Fragen beleuchtet:

  • Wie läuft die Konjunktur?
  • Was machen Fed und EZB?
  • Wie sind die guten Unternehmensgewinne zu erklären?
  • Was ist an den Renten-, Devisen- und Aktienmärkten zu erwarten?

Kontakt: info@dvfa.org

Für die Teilnahme an den DVFA Insights erhalten DVFA Mitglieder 2 Credit Points.

27. Januar 2022: DVFA / IR Club: Investment Professionals bevorzugen Online-Wirtschaftsmedien - die Bedeutung sozialer Medien für Investitionsentscheidungen nimmt weiter zu

Der im vierten Quartal 2021 von DVFA und IR Club durchgeführte „Social Media Survey 2021“ befragte Investment Professionals zum sechsten Mal in Folge zur Nutzung sozialer Medien.

„Die Untersuchung zeigt, dass 71 % der Teilnehmer Social Media zumindest eine gewisse Relevanz zuschreiben, um sich über Unternehmen und deren Tätigkeit zu informieren. Fast alle Teilnehmer (91 %) erwarten eine weiter steigende Bedeutung dieser Kanäle“, erklärt Patrick Kiss, Gründer des IR Clubs, der Online-Community für Investor Relations. „Für 49 % der Teilnehmer haben soziale Medien und Blogs als Informationsquelle an Bedeutung gewonnen. Einen solchen Zuwachs haben wir im Rahmen der Studie seit 2011 noch nicht beobachtet – eventuell wurde diese Entwicklung durch coronabedingte Homeoffice-Tätigkeit beschleunigt.“

Christoph Schlienkamp, stellvertretender Vorsitzender DVFA, sagt: „Bei Anlageentscheidungen und -empfehlungen rangieren die Unternehmenswebseiten ganz vorn mit 59 %. Soziale Medien gewinnen eindeutig Anerkennung: Inzwischen sprechen 44 % der Teilnehmer mindestens eine gleichwertige Bedeutung im Vergleich zu klassischen Informationsquellen zu – ein Trend, den unsere Studie seit zehn Jahren verzeichnet.“

Im Ranking der Social-Media-Plattformen nimmt die Bedeutung von LinkedIn den Spitzenplatz ein. 2011 waren dies gerade etwas über 30 %. In der Folge erwarten auch drei von vier Antwortenden (71 %), dass Unternehmen über LinkedIn kommunizieren. Twitter und Youtube werden mittlerweile etwa doppelt so oft genutzt wie vor zehn Jahren.

Interessant ist die Tatsache, dass eine Mehrheit von 78 % der Teilnehmer Social-Media-Kanäle für den Kontakt verwenden würden, wenn CEOs, CFOs und IROs sie nutzten. 65 % der Befragten sind jedoch weiter skeptisch, was die Relevanz, den Wert und die Zuverlässigkeit der Informationen angeht.

Als Kommunikationsmittel nutzen die Befragten aktuell E-Mail am häufigsten:

Rund 2000 Kapitalmarktprofis wurden per E-Mail zur Teilnahme an der Online-Befragung eingeladen, die vom 7. Oktober bis 17. Dezember 2021 stattfand. 63 Teilnehmer haben die 15 Fragen der Studie komplett beantwortet. Dies entsprach einer Rücklaufquote von rund 3 %. Die meisten Teilnehmer waren Investoren (29 %), gefolgt von Analysten (20 %).

DVFA – Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management
Christoph Schlienkamp, DVFA e.V., info@dvfa.org

IR Club – Die Investor Relations Community
Der IR Club stellt die Zusammenführung von Investor Relations und Social Media dar: Die Online-Community für IR-Spezialisten. Eines der wesentlichen Ziele des IR Clubs ist die Förderung des Networkings, der Kommunikation, des Austauschs und des Wissenstransfers unter Investor-Relations-Experten. Der IR Club ist mit über 1.400 Mitgliedern eine der größten IR-Vereinigungen weltweit.
Patrick Kiss, IR Club, mail@irclub.de

Zur Umfrage

Presse

Linkedin und Co.: So wichtig sind soziale Netzwerke für Investoren. private-banking-magazin.de, 31. Januar 2022

Bedeutung sozialer Medien für Investitionsentscheidungen nimmt weiter zu. factumnetzwerk.de, 28. Januar 2022

BEDEUTUNG SOZIALER MEDIEN FÜR INVESTITIONSENTSCHEIDUNGEN NIMMT WEITER ZU. anlegernews.de, 28. Januar 2022

Linkedin und Co.: So wichtig sind soziale Netzwerke für Investoren. dasinvestment.com, 28. Januar 2022

BEDEUTUNG SOZIALER MEDIEN FÜR INVESTITIONSENTSCHEIDUNGEN NIMMT WEITER ZU. anlegerwarnung.de, 28. Januar 2022

Bedeutung sozialer Medien für Investitionsentscheidungen nimmt weiter zu. DFPA, 27. Januar 2022

Investment Professionals bevorzugen Online-Wirtschaftsmedien. frankfurt-main-finance.com, 27. Januar 2022

Investment Professionals bevorzugen Online-Wirtschaftsmedien. deal-magazin.com, 27. Januar 2022

DVFA und IR Club präsentieren Ergebnisse der Social Media Survey 2021. bondguide.de, 27. Januar 2022

05. Januar 2022: Prof. Christina E. Bannier als erste Frau im Stiftungsrat Geld und Währung der Deutschen Bundesbank

Christina Bannier

Univ.-Prof. Dr. Christina E. Bannier, Mitglied des DVFA Vorstands und Mitglied der DVFA Kommission Governance & Stewardship, wurde als erste Frau seit der Gründung im Jahr 2002 als stellvertretendes Mitglied in den Stiftungsrat Geld und Währung der Deutschen Bundesbank berufen.

Sie leitet den Lehrstuhl für Banking & Finance an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

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