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Mirka Kučerová

+49 69 50 00 42 31 55
mirka.kucerova@dvfa.org

30. Juli 2021: 49. DVFA Insights: Was ist und was bringt der EU Action Plan?

Die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

30. Juli 2021 | 12:00 Uhr Onliner

Referent: Dr. Henrik Pontzen, Vorstandsmitglied DVFA; Union Investment Institutional GmbH

Der EU Action Plan versammelt verschiedene regulatorische Initiativen zur Förderung von Nachhaltigkeit im Finanzmarkt:

  • Taxonomie
  • Nachhaltigkeitspräferenzabfrage
  • Offenlegungsverordnung
  • CO2 Benchmarks
  • Ökolabel für Finanzprodukte

Gefühlt gibt es unzählige Angebote, die zu den einzelnen Initiativen sehr detailliert informieren. So wichtig der genaue Einblick ist, so sehr bedarf es auch eines kompakten Überblicks. Diesen Überblick und wie die einzelnen Initiativen ineinander greifen, hat Dr. Pontzen vorgestellt und erläutert.

Kontakt: info@dvfa.org

Für die Teilnahme an den DVFA Insights erhalten DVFA Mitglieder 2 Credit Points.

13. Juli 2021: DVFA Monatsfrage: Diversität spielt im Investorendialog immer noch eine untergeordnete Rolle – Qualifikation als entscheidendes Kriterium

Der Berufsverband der Investment Professionals DVFA hat seine Mitglieder befragt, wie sie zum Thema „Diversität“ in Führungsgremien von Unternehmen stehen. Immer mehr Investoren machen dieses Thema zu einem Anlagekriterium bei ihren Portfolioentscheidungen. Damit wird Diversität zunehmend Bestandteil einer umfassenden Unternehmensanalyse. Im Investorendialog nimmt das Thema dagegen noch keinen breiten Raum ein.

In seiner Befragung wollte der DVFA zunächst wissen, ob eine diverse Zusammensetzung der Aufsichtsräte und Vorstände bei der Unternehmensanalyse und den Investitionsentscheidungen eine Rolle spielt. 19 % der Befragten antworteten mit Ja, auch über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hinaus. Weitere 11 % antworteten ebenfalls mit ja, aber nur im Hinblick auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Empfehlungen des Kodex. Und noch einmal 15 % antworteten mit eher ja. Dagegen gaben 24 % die Antwort eher Nein und 31 % die Antwort Nein.

Geschlecht und Herkunft/Internationalität wichtige Diversitätskriterien

Befragt nach der Diversitätsdimension, die für sie im Vordergrund stünden, wählten die Investment Professionals die vorgegebenen sechs Dimensionen wie folgt, wobei Mehrfachnennungen möglich waren: Für mehr als zwei Drittel (77 %) steht das Geschlecht als wesentliches Kriterium für Diversität im Vordergrund. 69 % der Befragten wählten die Herkunft/Internationalität, 56 % den Ausbildungshintergrund, 53 % das Alter. Für lediglich 16 % steht die soziale Herkunft, für 3 % andere Diversitätsdimensionen im Vordergrund. Bei dieser Frage wurde in den Kommentaren insbesondere auf die Bedeutung der Qualifikation der Personen für ihre jeweilige Aufgabe hingewiesen, die wesentliches Kriterium für die Beurteilung sei.

Im Investorendialog bzw. Stewardship-Gespräch wird das Thema „unzureichende Diversität von knapp der Hälfte der Befragten (48 %) überhaupt nicht zur Sprache gebracht, auch wenn die Heterogenität der Führungsgremien eines Unternehmens unzureichend ist. 17 % der Investment Professional sprechen das Management oder Vertreter von Investor Relations dagegen aktiv auf das Thema an. Weitere 34 % erwähnen diesen Aspekt im Investorengespräch eher am Rande.

Aufsichtsratsvorsitzende kaum mit dem Thema konfrontiert

Monatsfrage_Juli

Grafik: DVFA e.V.

Für knapp die Hälfte (48 %) der DVFA Mitglieder sind die Vertreter der Investor Relations-Abteilungen bei den Unternehmen die bevorzugten Ansprechpartner beim Thema. Gut ein Drittel (35 %) suchen das Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden oder einem anderen Vorstandsmitglied. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird zu dem Thema von nur 15 % der Befragten angesprochen.

Ein Fünftel (21 %) der befragten Investment Professionals ist der Auffassung, Investoren sollten konkrete Anforderungen an eine diverse Zusammensetzung der Führungsgremien in ihre Anlage- und/oder Abstimmungsrichtlinien aufnehmen. Wichtig sei es, eine Nivellierung bestehender Nachteile anzustreben. 37 % sprechen sich zwar ebenfalls für eine Aufnahme von Anforderungen aus, doch solle diese eher unkonkret bleiben. 42 % lehnen die Aufnahme ab.

Diversität in den eigenen Unternehmen bei der Hälfte wenig berücksichtigt

Gefragt wurde auch, welche Instrumente sinnvoll sein könnten, um Diversitätsanforderungen stärker in das Abstimmungsverhalten auf Hauptversammlungen einbringen und einfließen zu lassen. Mehr Informationen und Transparenz der Portfoliogesellschaft hinsichtlich Diversität wünschen sich 58 % der Investment Professionals. Ausführlichere Lebensläufe fordert ein Viertel der Befragten. 26 % erachten weitere Informationen nicht für notwendig.

Die abschließende Frage nach der Diversität in den Führungsgremien des eigenen Unternehmens, in dem die Investment Professionals arbeiten, ergab ein differenziertes Bild, bei dem 27 % Diversität bereits angemessen berücksichtigt sehen. 24 % erkennen Bestrebungen, um die Heterogenität zu erhöhen – inklusive einer dazu gehörigen Strategie. Lediglich Absichten, aber bisher eher nur Absichtserklärungen sehen 20 %. Gar keine Absichten zur Erhöhung der Diversität in der Unternehmensführung erkennen 30 % der Befragten in ihren Unternehmen.

„Unternehmensanalysen und Investitionsentscheidungen, wie sie die Investment Professionals des DVFA tagtäglich vornehmen und treffen, basiert auf weit mehr als der Prüfung von Unternehmenskennzahlen“, sagt Michael Schmidt, Mitglied des DVFA Vorstands. „Die Bewertung eines Unternehmens ist eng verknüpft mit dessen Governance, die auch an Diversitätskriterien gemessen wird. Das zeigt die Befragung, selbst wenn sie im Investorendialog nicht im Vordergrund zu stehen scheinen. Die Mitglieder des DVFA setzen auf die Qualifikation einer Person als entscheidendes Kriterium, berücksichtigen aber zugleich verschiedene Diversitätsdimensionen.“

Studie: Der Einfluss von Investoren auf die Diversität in deutschen Aufsichtsräten und Vorständen

https://investors4diversity.org/#aktuell

Presse

Diversity nur selten Thema in Investoren­gesprächen. Börsen-Zeitung, 16. Juli 2021, (kostenpflichtiger Content)

DVFA MONATSFRAGE: DIVERSITÄT SPIELT IM INVESTORENDIALOG IMMER NOCH EINE UNTERGEORDNETE ROLLE. verbraucher-direkt.de, 14. Juli 2021

Diversität spielt im Investorendialog untergeordnete Rolle. frankfurt-main-finance.com 14. Juli 2021

DVFA Monatsfrage: Diversität spielt im Investorendialog immer noch eine untergeordnete Rolle. jrdefo.de, 14. Juli 2021

DVFA MONATSFRAGE: DIVERSITÄT SPIELT IM INVESTORENDIALOG IMMER NOCH EINE UNTERGEORDNETE ROLLE. immogrund.org, 14. Juli 2021

DVFA-Umfrage zur Diversität in Führungsgremien. institutional-money.com, 13. Juli 2021

Diverse Teams: immer wichtiger bei Investorenentscheidung. goingpublic.de, 13. Juli 2021

11. Juni 2021: +++ 48. DVFA Insights: CBDC - Digitale Zentralbankwährungen +++

Die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

11. Juni 2021 | 12:00 Uhr Onliner

Referent: Dr. Jürgen Schaaf, Europäische Zentralbank, Berater des Direktoriums

Derzeit prüft die Europäische Zentralbank EZB, unter welchen Voraussetzungen digitales Zentralbankgeld (Central Bank Digital Currency, CBDC) sicher eingeführt werden könnte.

Ein digitaler Euro wäre ein Euro – genau wie Euro-Banknoten, nur eben digital. Er würde als Geld in elektronischer Form vom Eurosystem, also der EZB und den nationalen Zentralbanken des Euroraums, ausgegeben und könnte gleichermaßen von Privatpersonen und Unternehmen verwendet werden. Er soll das digitale Bezahlen in Geschäften und im Internet einfacher, sicherer und schneller machen.

Für die Teilnahme an den DVFA Insights erhalten DVFA Mitglieder 2 Credit Points.

08. Juni 2021: DVFA Monatsfrage: Notwendigkeit zur stärkeren Digitalisierung als Lehre aus der Pandemie – Investment Professionals blicken auch nach mehr als einem Jahr unter Corona-Arbeitsbedingungen zuversichtlich in die Zukunft

DVFA - der Verband der Investment Professionals – hatte seine Mitglieder erstmals wenige Monate nach Beginn der Corona-Pandemie nach ihren Erfahrungen mit deren Auswirkungen befragt. Nun, ein Jahr später hat der DVFA zum zweiten Mal seine Fragen zur persönlichen Arbeitssituation und der Einschätzung zu den Veränderungen für die Finanzbranche gestellt. Im Juni 2020, als die Situation für alle noch recht neu war und viele Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus erst kurze Zeit galten, war die Stimmung eher gelassen. Auch heute beurteilen die Investment Professionals die Lage ähnlich nüchtern und ausgewogen wie damals. Auffallend ist ihre positive Haltung zur Digitalisierung.

Bei den hier referierten Antworten werden zur Vergleichbarkeit mit der Erstbefragung die Prozentanteile der Antworten vom Juni 2020 in Klammern hinter den aktuellen Zahlen angegeben. Abweichungen müssen nicht nur durch eine Meinungsänderung des Befragten entstanden sein, sondern auch dadurch, dass zwar dieselbe Nutzergruppe der DVFA Mitglieder befragt wurde und die identische Anzahl an Antworten gegeben wurde, aber nicht unbedingt dieselben Personen geantwortet haben.

Home-Office wird nach der Pandemie nicht verschwinden

Die Anzahl an Home-Office-Arbeitsplätzen ist auch in der Finanzbranche gestiegen, teilweise wurde komplett nach Hause verlagert, teilweise wird im wechselweisen Teambetrieb in den Häusern gearbeitet.

Befragt nach der Nutzung des Home-Office antworteten 52 % (36) der Investment Professionals, sie arbeiteten seit Beginn der Corona-Krise neu im Home-Office, 35 % (49) hatten diese Möglichkeit bereits vorher genutzt. Nur 13 % (15) nutzen diese Form nicht. In den Kommentaren fällt auf, dass niemand das Home-Office völlig ablehnt. Die meisten Kommentatoren gehen davon aus, nach der Pandemie würden hybride Arbeitszeitmodelle bleiben bzw. eingeführt, die die Möglichkeit von Arbeit aus dem Home-Office vorsehen.

Fast die Hälfte, 49 % (46), sieht die Arbeit im Home-Office noch immer als genauso produktiv an wie das Arbeiten vor Ort, 33 % (30) halten die Arbeit von zuhause für produktiver als die im Büro. Nur noch 19 % im Vergleich zum Vorjahr 24 % schätzen die Arbeit im Home-Office als weniger produktiv ein. Auch bei der zweiten Befragung wird darauf verwiesen, dass die schlechteren technischen Voraussetzungen und geringere Internetverbindungsqualität das Arbeiten im Home-Office erschweren. Diesmal wird aber in den Kommentaren sehr klar unterschieden, es käme auf die Art der Tätigkeit an, bei denen die Qualität der Arbeit aus der eigenen Wohnung mal besser oder eben schlechter sei. So sei Home-Office bei konzentrierter Detail-Arbeit produktiver, bei Analysen und Kalkulationen mache es keinen Unterschied, wo man arbeite. Strategische Diskussionen seien dagegen weniger produktiv als im Büro. Mehrfach wird darauf verwiesen, der Kommunikationsaufwand im Home-Office sei höher und auch, dass das Privatleben leide, da sich Beruf und Privates vermischen, dass Bewegung über Monate fehle und die Pausen zuhause oft für das Zubereiten des Essens genutzt werden müssen.

Direkte persönliche Kommunikation wird nach einem Jahr stärker vermisst

Die direkte persönliche Kommunikation mit Kollegen/Kunden fehlt heute den Befragten stärker als vor einem Jahr 41 % (36). Weitere 41 % (40) vermissen diese mit eher ja, 15 % (20) eher nicht, 3 % (5) nicht. Einigen Kommentatoren fehlt der engere persönliche Kontakt extrem und sie sehen Online-Konferenzen nur als kleinen Ersatz. Andere berichten aus ihren Unternehmen, dass persönlicher Kontakt in großen Besprechungsräumen unter Hygieneregeln und mit Test ermöglicht wird.

Nahezu unverändert im Vergleich zur Vorjahresbefragung ist das Home-Office als alleinige Arbeitsform nur für ein knappes Drittel vorstellbar. Für mehr als zwei Drittel der Befragten gilt dies jedoch nicht: 40% können sich das eher nicht vorstellen, 28 % gar nicht.

Anders als in der ersten Befragung, als die Einsparung von Zeit und Reduzierung von Umweltbelastungen durch wegfallende Fahrten zum Arbeitsplatz und reduzierte Dienstreisen in den Kommentaren als positive Effekte genannt wurden, wurde diesmal bei dieser Frage wenig kommentiert. Aber es wurde darauf hingewiesen, dass der persönliche Kontakt extrem wichtig bleibe und Modelle, die ausschließlich aufs Home-Office setzten daher unrealistisch seien.

Weiterhin wenig Sorgen um die berufliche Zukunft

Unverändert zum Vorjahr sorgen sich 91 % (90) der Investment Professionals kaum um ihre berufliche Zukunft: (66 % (51)) antworteten mit nein auf die Frage, ob sie sich bedingt durch die aktuelle Situation und deren Folgen Sorgen um den Arbeitsplatz machten, mit eher nein 25 % (39).

Veränderungen in der Finanzbranche? Digitalisierung, Digitalisierung, Digitalisierung.

Auf die offene Frage nach zukünftigen Veränderungen in der Branche erwarten die Investment Professionals heute wie auch schon vor einem Jahr vor allem eine Beschleunigung der Digitalisierung in allen Bereichen mit disruptiven Folgen über die gesamte Wertschöpfungskette. Einige begrüßen den durch Corona forcierten Digitalisierungsdruck ausdrücklich, die fortschreitende Automatisierung von Standardprozessen und Bankleistungen und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Mancher erwartet einen steigenden Marktanteil von FinTechs sowohl im traditionellen Bankgeschäft als auch in der Vermögensverwaltung. Die Investment Professionals sehen aber auch den Ausbau nachhaltiger Investments, den Trend zu Hybrid-Veranstaltungen, die die Möglichkeit der Online-Teilnahme bieten, aber auch die persönliche Präsenz. Wie im Vorjahr sehen die Befragten den anhaltend hohen Kostendruck in der Branche und den beschleunigten Wegfall von Bankfilialen auf die Branche zukommen.

Für die Zukunft sehen sich die Befragten in der Finanzbranche gut aufgestellt: 37 % (32) sehen sich gut gerüstet, 55 % (56) eher gut gerüstet. Eher nicht gut gerüstet sehen sich heute nur noch 6 % (11).

„Zu wissen, wie sich unsere Mitglieder nach mehr als einem Jahr in der Corona-Pandemie fühlen, und welche Veränderungen sie nach der Krise erwarten, ist sowohl für die Branche der Investment Professionals im Allgemeinen wichtig als auch für deren Verband im Besonderen. Daher haben wir unsere Umfrage nach einem Jahr wiederholt, denn noch immer fehlen der persönliche Kontakt mit unseren Mitgliedern und der Austausch auf unseren Veranstaltungen. Die Einschätzung zur Zukunft der Branche und zu Veränderung der Arbeitsbedingungen und Berufsbilder bilden wichtige Indizien für die Verbandsarbeit. Wie unsere Mitglieder blicken auch wir zuversichtlich in die Zukunft.“, sagt Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender des DVFA.

Presse

DVFA Investment Professionals – Notwendigkeit zur stärkeren Digitalisierung. frankfurt-main-finance.com, 09. Juni 2021

31. Mai 2021: Digital ist nicht alles – DVFA-Vorstand Christoph Schlienkamp zur Investor-Relations-Arbeit

Lesen auf goingpublic.de

11. Mai 2021: DVFA Monatsfrage: Offenlegungsverordnung trifft bei DVFA Mitgliedern auf große Skepsis

Der Verband der Investment Professionals (DVFA) hat seine Mitglieder befragt, wie sie über die Offenlegungsverordnung für Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater in der Europäischen Union (EU) denken. Die Offenlegungsverordnung (auch SFDR – Sustainable Finance Disclosure Regulation) verpflichtet Finanzmarkteilnehmer und Finanzberater in EU zu umfangreicher Transparenz hinsichtlich der Berücksichtigung von Nachhaltigkeit im Anlage- bzw. Beratungsprozess. Die Mitglieder des Verbandes sehen viele Aspekte skeptisch. Sie stehen dem Mehraufwand an Bürokratie reserviert gegenüber und plädieren in ihren Kommentaren deutlich für mehr Markt.

Zum Hintergrund: Die Transparenzverpflichtungen können sich beispielsweise auf den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken sowie auf die Art und Weise der Berücksichtigung von negativen Nachhaltigkeitswirkungen (Principal Adverse Impact) beziehen. Zusätzlich werden in der Verordnung konkrete Anforderungen sowie Offenlegungspflichten für nachhaltige Investmentprodukte formuliert. Dabei wird grundsätzlich in zwei nachhaltige Produktkategorien unterschieden: Erstens, Produkte mit sog. ökologischen und/oder sozialen Merkmalen (Artikel 8) und zweitens, Produkte mit nachhaltigem Investitionsziel (Impact Investments) (Artikel 9). Daneben gibt es noch die Kategorie Sonstige (Artikel 6).

Die Ergebnisse der umfangreichen Befragung im Einzelnen:

Werden die neuen Offenlegungspflichten den Trend zur nachhaltigen Kapitalanlage weiter verstärken oder kurzfristig eher ausbremsen?

Insgesamt 69 % der Befragten sind der Ansicht, die Offenlegungspflichten werden den Trend eher verstärken, z.B. würden die Produktauflage und/oder die Produktnachfrage durch die gestiegene Transparenz weiter steigen. Umgekehrt sind nur 11 % der Ansicht, dass die neuen Offenlegungspflichten zu einer Abschwächung des Trends führen werden. Dass die neuen Pflichten keinen Einfluss auf die nachhaltige Kapitalanlage haben, erwarten 15 % der Investment Professionals.

In den Kommentaren äußern sich deutliche und zum Teil grundsätzliche Vorbehalte gegen die neuen Offenlegungspflichten und die Einführung von Nachhaltigkeitsstandards. Von Planwirtschaft im Anlagebereich, die am Ende immer zu Ineffizienz und Fehlallokation führe, ist die Rede, ebenso davon, dass zusätzlicher Verwaltungsaufwand und verstärkte Regulatorik und zusätzlicher Verwaltungsaufwand den ESG-Trend und die Vielfalt eher behindere. Mittelfristig werde ein Bürokratiemonster geschaffen und nicht-nachhaltigen, aber wichtigen Grundversorger-Branchen werde der Geldhahn abgedreht. Vereinzelt wird aber auch darauf hingewiesen, Transparenz sei das Gebot der Stunde und potenzielle Investoren erwarteten dies.

Grafik: DVFA e.V.

Artikel 8 und Artikel 9 Produkte auf dem Vormarsch

Von den Mitgliedern des DVFA erwarten 27 Prozent einen Marktanteil der Artikel 8 Produkte von bis zu 25 %. Deutlich mehr als ein Drittel (38 Prozent rechnet mit einem Marktanteil von bis zu 50 % und ein Drittel (33 Prozent) geht davon aus, dass der Marktanteil der in Rede stehenden Produkte in 5 Jahren mehr als 50 % betragen wird. Nur 2 Prozent geben keine Einschätzung ab.

Eine deutliche Mehrheit von 68 Prozent der Befragten schätzt den Marktanteil der Artikel 9 Produkte in den nächsten fünf Jahren auf bis zu 25 %. Dagegen erwarten 22 Prozent einen Marktanteil von bis zu 50 %. Nur 5 Prozent gehen davon aus, dass der Anteil auf mehr als 50 % steigen wird, weitere 5 Prozent legen sich in der Einschätzung nicht fest.

Zum Weiterlesen ...

Presse

Wie viel kostet die EU-Offenlegungsverordnung die Fondsbranche? moneycontroller.de, 14. Mai 2021
Offenlegungsverordnung kommt Fondsanbieter teuer zu stehen. fondsprofessionell.de, 14. Mai 2021
Offenlegungsverordnung: Investment Professionals sind sehr skeptisch. inbrd.de, 11. Mai 2021
Offenlegungsverordnung trifft bei DVFA-Mitgliedern auf große Skepsis. hedgework.de, 11. Mai 2021
Börse: Offenlegungsverordnung trifft bei DVFA Mitgliedern auf große Skepsis - DVFA Kolumne. 4investors.de, 11. Mai 2021
Offenlegungsverordnung trifft bei DVFA-Mitgliedern auf große Skepsis. institutional-money.com, 11. Mai 2021
Offenlegungsverordnung wird skeptisch gesehen. fundresearch.de, 11. Mai 2021
Offenlegungsverordnung: Investment Professionals sind sehr skeptisch. cash-online.de, 11. Mai 2021

06. Mai 2021: DVFA - Die Zeit ist reif für die Umsetzung der Kapitalmarktunion

DVFA – Der Berufsverband der Investment Professionals legt 7-Punkte-Plan zur Stärkung des Finanzmarktes vor.

Die Europäische Union (EU) hat im Herbst vergangenen Jahres ihren neuen Aktionsplan für eine Kapitalmarktunion veröffentlicht. Durch die Covid-19-Krise ist dieses für die EU zentrale Projekt zur Stärkung des Kapitalmarktes allerdings in den Hintergrund gerückt. Der Fokus lag bislang primär auf staatlicher Unterstützung und Intervention, um die Krise einzudämmen. Nun ist es wieder an der Zeit die Eigenkräfte der Wirtschaft zu stärken. Dafür hat der DVFA e.V. (Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management) ein Positionspapier vorgelegt. Er sieht die Notwendigkeit zu verstärkter Kapitalmarktfinanzierung, um die Folgen der Corona-Krise zu überwinden und die Staatshaushalte zu entlasten. Der DVFA begrüßt die Initiative zur Kapitalmarktunion ausdrücklich, insgesamt sieht der Verband die Vorschläge der EU jedoch zu abstrakt formuliert. Deshalb hat der DVFA einen konkreten 7-Punkte-Plan zur Stärkung des Finanzmarktes vorgelegt.

Zum 7-Punkte-Plan gehört u. a. eine Überprüfung der Kapitalanforderungen unter Solvency II und der HGB-Bilanzierung, um höhere Aktienquoten bei Versicherungen zu ermöglichen. Die Experten des DVFA schlagen darüber hinaus eine Stärkung der aktienbasierten Altersvorsorge durch steuerliche Anreize bei Aktieninvestments und Erhöhung der Pauschbeträge vor. Das Paket enthält daneben auch Vorschläge zur stärkeren Kapitalmarktfinanzierung der für die wirtschaftliche Erholung so wichtigen KMUs (kleine und mittelständische Unternehmen).

„Die massive finanzielle Unterstützung über die Staatshaushalte, so wichtig und richtig sie kurzfristig gewesen sein mag, kommt nun an ihre Grenzen,“ erläutert Ingo Ralf Mainert, stellvertretender Vorsitzender des DVFA e.V. „Um diese Krise zu überstehen und wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu gelangen, dürfen wir die Leistungsfähigkeit des Staates nicht überfordern.“ Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass der Bankensektor durch eine zu erwartende Insolvenzwelle zeitverzögert belastet und die Kreditvergabefähigkeit tendenziell einschränken werden wird. „Deshalb sollten wir jetzt die Kapitalmärkte in Richtung eines einheitlichen EU-Finanzbinnenmarktes weiterentwickeln, sie stärken und als Motor zur Überwindung der Krise aktiv nutzen“, betont Mainert.

Auch die EU gibt darüber hinaus dem Thema KMU eine sehr hohe Bedeutung. Der DVFA unterstützt diesen Fokus ausdrücklich, sieht hier jedoch deutlichen Handlungsbedarf. Trotz großer Anstrengungen, insbesondere auf der Angebotsseite, ist es in den letzten Jahren nicht gelungen, die Anzahl der Börsengänge im KMU-Segment zu erhöhen. „Deshalb sollte zukünftig verstärkt auf strukturelle Verbesserungen auf der Nachfrageseite gesetzt werden“, hebt Thorsten Müller, Vorstandsmitglied des DVFA, hervor.

Zur vollständigen Stellungnahme

Presse:

DVFA zur Kapitalmarktunion: Nationale Märkte müssen funktionieren. goingpublic.de, 18. Mai 2021
DVFA legt 7‑Punkte-Plan zur Stärkung des Finanzmarktes vor. intelligent-investors.de, 10. Mai 2021
Aus 25 wurden fünf Prozent. Absinken der Aktienquote innerhalb von 20 Jahren. DVFA kritisiert Regulatorik als „in Teilen prohibitiv“. portfolio-institutionell.de, 10. Mai 2021
DVFA mit 7-Punkte-Plan zur Umsetzung der Kapitalmarktunion. cash-online.de, 09. Mai 2021
Kapitalmarktunion: DVFA schlägt 7-Punkte-Plan zur Stärkung des Finanzmarktes vor. frankfurt-main-finance.com, 07. Mai 2021
DVFA: Positionspapier mit 7-Punkte-Plan zur Umsetzung der Kapitalmarkt. institutional-money.com, 07. Mai 2021
Masterplan für langfristige Aktienanlage. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06. Mai 2021
Sieben Vorschläge für eine Kapitalmarktunion. Börsen-Zeitung, 06. Mai 2021

23. April 2021: +++ 47. DVFA Insights: Investieren in die Zukunft – wichtige Weichenstellungen im Wahljahr 2021 +++

+++ 47. DVFA Insights: Investieren in die Zukunft – wichtige Weichenstellungen im Wahljahr 2021 +++

Die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

23. April 2021 | 12:00 Uhr Onliner

Referentin: Claudia Donzelmann, Global Head of Regulatory and Public Affairs, Allianz SE

Die Transformation der Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit erfordert hohe Investitionen und wird auf europäischer Ebene durch die angestrebte Vertiefung der Kapitalmarktunion und die geplante Sustainable Finance-Strategie gefördert. Aber auch in Deutschland brauchen wir entsprechende Rahmenbedinungen.

Wo steht Berlin und was ist von der Bundestagswahl zu erwarten? – Ingo R. Mainert, stv. Vorstandsvorsitzender des DVFA, führte kurz in die Thematik ein.

Claudia Donzelmann gab basierend auf den aktuellen Zahlen einen differenzierten Ausblick.

Für die Teilnahme an den +++ DVFA Insights +++ erhalten DVFA Mitglieder 2 Credit Points.

Kontakt: info@dvfa.org

13. April 2021: DVFA Monatsfrage: DVFA Mitglieder erwarten höheren Inflationspfad und erste EZB-Zinserhöhung frühestens 2024 - Überarbeitung des Warenkorbes dringend geboten

DVFA - der Berufsverband der Investment Professionals - hat seine Mitglieder zur Entwicklung der Inflationsrate und zur Zinsentwicklung im Euro-Raum und in den USA befragt. Denn die derzeitigen Markteingriffe der internationalen Regierungen und Zentralbanken sind präzedenzlos und die damit einhergehende Verschuldung und die zuletzt exponentiell steigenden Geldmengenaggregate führen aktuell zu höheren Inflationserwartungen. Wie stark kann die Inflationsrate steigen und wie werden die Zentralbanken darauf reagieren?

Erwartete Inflation für die nächsten 5 Jahre bis zu 4 %

Auf die Frage, welche durchschnittliche Inflationsrate sie für die nächsten zwei Jahre erwarten, antwortete die Mehrheit von 55 Prozent einen Anstieg auf 2 bis 4 %. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) erwartet eine Inflationsrate von 0 bis 2 %. Von einem Anstieg der Inflationsrate von mehr als 4 % gehen dagegen nur 4 Prozent der Befragten aus.

Und wie sehen die Investment Professionals die Entwicklung der Inflationsrate auf längere Sicht? Für einen Zeithorizont von fünf Jahren erwartet ebenfalls eine Mehrheit der Befragten (52 %) eine Inflationsrate von 2 bis 4 %. 37 Prozent der Befragten geben 0 bis 2 % an. Nur 8 Prozent gehen von einem Anstieg auf mehr als 4 % aus.

In den Kommentaren wurden auch Gründe genannt, warum die Befragten mit steigender Inflation rechnen. Sie verwiesen neben der Geldmengenausweitung und den Anleihekäufen der EZB auf preistreibende Effekte etwa durch stärkere ESG-Investitionen, einem Rückgang der preisdämpfenden Globalisierung und einen nachlassenden Effekt von Lohnstückkostensenkungen bei Produktion in China.


Der aktuelle Warenkorb als Bemessungsgrundlage muss erweitert werden

Der DVFA fragte seine Mitglieder auch, ob der zugrundeliegende Warenkorb für die Messung der Konsumentenpreise erweitert respektive verbreitert werden sollte.

Mit 79 % spricht sich die große Mehrheit der Investment Professionals für eine Erweiterung des Warenkorbs aus. Ausreichend finden ihn 11 % und 10 % geben dazu keine Meinung ab. Die vielen Kommentare der Teilnehmer zeigen, dass Mieten deutlich unterrepräsentiert sind und nach ihrer Auffassung stärker in die Messung der Konsumentenpreise einbezogen werden müssten. Dieses Meinungsbild spiegeln sehr deutlich auch die Kommentare wider, die alle für eine Änderung oder gar eine komplette Überarbeitung des Warenkorbes argumentieren.

Höhere Inflationstoleranz der Zentralbanken

Nach der Reaktionsfunktion der Europäischen Zentralbank und der amerikanischen Notenbank befragt, meinte die überwiegende Mehrheit von 78 %, dass die beiden Zentralbanken gegenwärtig eine höhere Inflationstoleranz als in der Vergangenheit haben. 17 % glauben dies nicht.

Ein Viertel der Mitglieder sieht (überhaupt) keine EZB-Zinserhöhungen mehr!

Auf die Frage, wann die US-Zentralbank die Leitzinsen erhöhen werde, antworteten 52 % der DVFA Investment Professionals, sie rechneten mit einer Zinserhöhung bereits im nahen Zeitfenster in den Jahren 2022/2023. Mehr als ein Drittel erwartet eine Erhöhung dagegen erst in den Jahren 2024/2025. 11 % der Befragten geben keine Einschätzung.

Für den Euro-Raum rechnet eine Mehrheit von 53 % damit, dass die EZB erst 2024/2025 die Zinsen anheben wird, also zwei Jahre nach den Vereinigten Staaten. Lediglich 11 % erwarten eine Erhöhung bereits in den Jahren 2022/2023. Überhaupt keine Erhöhungsperspektive für den Euroraum sehen 26 % der Befragten. Auch bei dieser Frage geben 11 % keine Einschätzung ab.

In den Kommentaren wird mehrfach darauf verwiesen, die EZB müsse Rücksicht auf einige hoch verschuldete Länder im Euro-Raum nehmen und wisse um das Risiko der Verteuerung der Refinanzierungsbasis für die wirtschaftlich schwächeren Länder. Im Vergleich zum Euro-Raum könnten die Vereinigten Staaten dagegen steigende Zinsen besser verkraften.

„Unsere Mitglieder erwarten mehrheitlich in den nächsten 5 Jahren einen höheren Inflationspfad. Gleichzeitig wird die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst darauf aber nicht reagieren, sondern ihre Leitzinsen frühestens 2024 erhöhen. Bemerkenswert - möglicherweise erschreckend - reichlich ein Viertel der Befragten (26%) sieht überhaupt keine EZB-Zinserhöhungen mehr voraus!“, sagt Ingo R. Mainert, stv. Vorstandsvorsitzender des DVFA

Presse

DVFA Investment Professionals – Erwartungen zur Entwicklung von Inflationsrate und Zinsen. frankfurt-main-finance.com, 16. April 2021

DVFA Mitglieder erwarten höheren Inflationspfad und erste EZB-Zinserhöhung frühestens 2024. 4investors.de, 15. April 2021

DVFA Mitglieder erwarten höheren Inflationspfad und erste EZB-Zinserhöhung frühestens 2024. finanznachrichten.de, 15. April 2021

DVFA Mitglieder erwarten höhere Inflation, wollen neuen Warenkorb. institutional-money.com, 13. April 2021

26. März 2021: +++ 46. DVFA Insights: Wachstumsregion Asien-Pazifik: Chancen und Risiken für Immobilieninvestoren +++

Die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

26. März 2021 | 12:00 Uhr Onliner

Referent: Thomas Gütle, Managing Partner, PrimeraAdvisors GmbH

Die APAC-Region ist nicht nur globaler Vorreiter beim Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, sondern überholt Europa und die USA auch bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Diese Dynamik, sowie die zunehmende Institutionalisierung und Transparenz, tragen dazu bei, dass die Region Asien-Pazifik für europäische und deutsche Immobilieninvestoren immer attraktiver wird.

Das Fondsuniversum in diesem Teil der Welt ist zwar noch immer vergleichsweise klein, doch auch hier sind dynamische Entwicklungen zu beobachten. So wird die Dominanz der internationalen Platzhirsche inzwischen verstärkt von asiatischen Fondsmanagern herausgefordert, die eigene Produkte auf den Markt bringen. Deutsche Immobilieninvestoren können von diesem Trend profitieren, doch dabei ist es wichtig, die Besonderheiten der asiatisch-pazifischen Märkte zu berücksichtigen.

Thomas Gütle gab einen Überblick zu den Chancen und Risiken von Immobilieninvestments und den Investitionsmöglichkeiten.

Schwerpunktthemen waren:

  • Die asiatische Wachstumsstory: Job- und Bevölkerungswachstum, Mittelschicht und Urbanisierung
  • Struktur und Entwicklung der Immobilienmärkte in Asien-Pazifik, Bedeutung einzelner Länder und Sektoren
  • Portfoliotheoretische Überlegungen: Korrelationen, Währungen
  • Investitionsmöglichkeiten: Direktinvestments, REITs und Fondslandschaft

Kontakt: info@dvfa.org

09. März 2021: DVFA Monatsfrage: DVFA Investment Professionals mehrheitlich noch nicht für das Investment in SPACs zu gewinnen

DVFA – Der Berufsverband der Investmet Professionals hat seine Mitglieder befragt, wie sie zu SPACs (Special Purpose Acquisition Company) als Anlageform stehen. Anlass der aktuellen Befragung ist das steigende Emissionsvolumen in den USA, wo SPACs inzwischen sogar die Zahl regulärer IPOs übertroffen haben. 2020 hat es in den USA knapp 250 SPAC-Börsengänge gegeben. 72 Prozent der DVFA Investment Professionals haben grundsätzlich nicht vor, in SPACs zu investieren, 28 Prozent würden darin anlegen.

Zur Entwicklung europäischer SPACs

In Europa ist mit „Lakestar“ der erste SPAC an der Frankfurter Börse im Handel gestartet. Der nach Europa kommende Wall-Street-Trend wird sich festigen, davon geht die Mehrheit der DVFA Investment Professionals aus. 65% der Befragten meinen, dass es in Zukunft mehr SPACs auch am deutschen Kapitalmarkt geben wird. 14 Prozent teilen diese Auffassung nicht, 21 geben keine Einschätzung ab.

Grafik: DVFA e.V.

Auswirkungen auf den Markt

Weiter wurde gefragt, ob die Zunahme von SPACs ein Zeichen für die Überhitzung des Marktes sein könnte. Dies bejahen 62 Prozent, 19 Prozent glauben dies nicht, weitere 19 wissen es nicht einzuschätzen. Zahlreiche Befragungsteilnehmer kommentierten, dass die bloße Anzahl an SPAC-Listings kein negativer Indikator sein muss. Ausschlaggebend dürfte werden, welche Zielfirmen durch SPACs erworben werden und inwiefern deren Performance den Erwartungen der Investoren entspricht. Grundsätzlich ist zu beobachten, dass offensichtlich ausreichend gut aufgestellte Kandidaten als Übernahmeziele vorhanden sind. Bewertungen werden durch die Erweiterung des Käuferumfelds durch SPACs nicht weniger herausfordernd.

US-SPACs und europäischer IPO-Markt

Auf die Frage, ob sie den europäischen IPO-Markt von den Entwicklungen in den USA tangiert sehen, ergab sich hingegen ein sehr differenziertes Meinungsbild. Für „Ja, moderat“ votieren 24 Prozent. 36 Prozent meinen „vielleicht“ und 37 „Nein“. Nur 3 Prozent sehen hier eine starke Beeinflussung.

Struktur europäischer und amerikanischer SPACs

In der Praxis gibt es offensichtlich in den USA strukturelle Vorteile für SPACs im Vergleich zu einer Notiz in Europa. Während US-SPACs den Anlegern die Möglichkeit geben, ihre Anteile zurückzugeben, wenn ihnen eine geplante Akquisition nicht gefällt, sind sie bei den in Europa notierten SPACs typischerweise dazu verpflichtet, sich zu beteiligen. Noch ein Problem besteht darin, dass der Handel bei europäischen SPACs oft nach der Vereinbarung einer Übernahme bis zu deren Abschluss ausgesetzt wird, so dass die Investoren temporär illiquide Assets haben.

Gefragt wurde, ob die europäische Struktur auch künftig beibehalten werden soll. Eine Mehrheit von 56 Prozent plädiert dagegen, 17 Prozent der Befragten sprechen sich für Beibehaltung der Struktur aus. Knapp ein Drittel ist sich unschlüssig in der Einschätzung.

„Die Entwicklung der SPACs in Europa hängt sicher vom Marktumfeld und der formalen Ausgestaltung ab. Wir werden wohl einen Anstieg bei dem – übrigens nicht neuen – Investment sehen, auch wenn eine Mehrheit die Anlage im Moment noch nicht im Fokus hat“, meint Christoph Schlienkamp, stv. Vorstandsvorsitzender des DVFA.

Presse:

Über SPACs scheiden sich die Geister. intelligent-investors.de, 11. März 2021

SPACs: Nicht alle sind überzeugt. goingpublic.de, 10. März 2021

An SPACS scheiden sich die Geister. BONDGUIDE, 10. März 2021

DVFA: Professionals sind mehrheitlich noch nicht für SPACs zu gewinnen. institutional-money.com. 09. März 2021

02. März 2021: Die DVFA Scorecard - Der Nutzen für Unternehmen und Investoren

Die DVFA Scorecard - Der Nutzen für Unternehmen und Investoren

02. März 2021 | 14:00 - 16:00 Uhr | DVFA Onliner

Großes Interesse fand die Online-Veranstaltung zur „DVFA Scorecard - der Nutzen für Unternehmen und Investoren“. Erläuterungen und praktische Erfahrungen wurden aus unterschiedlichen Perspektiven in einer Panelrunde ausgetauscht.

Zur DVFA Scorecard

25. Februar 2021: Sustainable-Finance-Beirat der Bundesregierung legt Bericht mit 31 Empfehlungen vor

Mit 31 Empfehlungen zeigt der von der Bundesregierung eingesetzte Sustainable-Finance-Beirat, wie die Transformation der deutschen Wirtschaft durch ein nachhaltiges Finanzsystem finanzierbar wird.

Michael Schmidt, Mitglied des DVFA Vorstands, ist im Sustainable-Finance-Beirat.

Den kompletten Bericht und die Kernbotschaften finden Sie unter: https://sustainable-finance-beirat.de/publikationen/

27. Mai 2021: DVFA Mitgliederversammlung

Am 27. Mai 2021 findet die DFVA Mitgliederversammlung statt.

09. Februar 2021: DVFA Monatsfrage: DVFA Investment Professionals sehen Kryptos als Assetklasse weiter kritisch

Exponentielle Kursanstiegsbewegungen bei Kryptowährungen waren für den DVFA – Berufsverband der Investment Professionals - Anlass für eine zweite Befragungsrunde zum Thema „Digitalwährungen“. Wie sind Kryptos als Anlageform zu bewerten und wie grenzen sie sich im Vergleich zu Gold ab?

Als primäre Ursache für den rasanten Kursanstieg vermuten 73 Prozent der Befragten Spekulation, 17 Prozent meinen, es ginge dabei um Misstrauen in das aktuelle (Fiat-) Geldsystem und jeweils 5 Prozent geben „Diversifikation“ und „Anderes“ als Grund an.

Diese grundlegend kritische Tendenz gegenüber Kryptos geht mit der Einschätzung konform, dass die Befragten mit einer Mehrheit von 77 Prozent eine stärkere Regulierung erwarten.

Wertentwicklung und ökologischer Fußabdruck

Ein weiterer Fragekomplex galt dem Bitcoin als führende Kryptowährung. In Bezug auf die extremen Kursschwankungen können 48 Prozent keine Einschätzung abgeben, ob der Kurs zum Jahresende höher stehen wird als gegenwärtig. 28 Prozent meinen, er könnte höher tendieren und 24 Prozent halten dies für unwahrscheinlich.

Das „Schürfen“ erfordert große Mengen Strom und beeinträchtigt die Nachhaltigkeit negativ. Der hohe Energieverbrauch hat einen wesentlichen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck. 83 Prozent stufen Kryptos als nicht nachhaltig ein, 10 Prozent sind unentschieden und nur 7 Prozent bewerten sie als ESG-konform.

Kryptogeld und Gold im Vergleich

Wie aber stehen Kryptos im Vergleich zu Gold? Als nicht „komplementär“ zur Anlageklasse Gold sehen 62 Prozent den Bitcoin; 28 Prozent antworten mit „Ja“, 10 Prozent sind hier noch unschlüssig in ihrer Einschätzung.

Weiter nachgeforscht, ob Kryptos als Substitut zu Gold gewertet werden können, lehnen dies 60 Prozent ab. 29 Prozent meinen sie seien ein Ersatz für Gold und 11 Prozent können dies nicht einschätzen.

Die Februar-Befragung bestätigt die skeptische Haltung aus dem Oktober

Bei der ersten Befragung zum Thema Kryptowährungen im Herbst 2020 stand eine Mehrheit der Befragten Kryptowährungen als Zahlungsmittel grundsätzlich bereits skeptisch gegenüber. 22 Prozent hielten sie nicht für geeignet, 38 Prozent für eher nicht, 13 Prozent nahmen eine neutrale Haltung ein. Noch deutlicher war damals die Zurückhaltung hinsichtlich der Eignung von Kryptowährungen als Geldanlage. 35 Prozent hielten sie nicht, 40 Prozent für eher nicht geeignet. 10 Prozent waren damals unentschlossen.

"An der strukturellen Skepsis unserer Investment Professionals hat sich also nichts geändert“, konstatiert Christoph Schlienkamp, stv. Vorstandsvorsitzender des DVFA.

Presse

Bitcoin & Co.: Investment Professionals sehen Kryptos als Assetklasse weiter kritisch - DVFA Kolumne. 4investors.de, 10. Februar 2021

Kryptos mit schlechter Nachhaltigkeitsbilanz. portfolio-institutionell.de, 10. Februar 2021

Investment Professionals sehen Kryptos als Assetklasse weiter kritisch. institutional-money.com, 09. Februar 2021

DVFA Investment Professionals sehen Kryptos als Assetklasse weiter kritisch. DFPA, 09. Februar 2021

DVFA: Investment Professionals sehen Kryptos als Assets weiter kritisch. finanznachrichten.de, 09. Februar 2021

Investment Professionals sehen Kryptos als Assetklasse weiter kritisch. cash-online.de, 09. Februar 2021

DVFA: Investment Professionals sehen Kryptos als Assets weiter kritisch. BONDGUIDE, 09. Februar 2021

05. Februar 2021: +++ 45. DVFA Insights: Der Einfluss numerischer Präzision von Management-Gewinnprognosen auf Investoren +++

Die Veranstaltung exklusiv für DVFA Mitglieder

05. Februar 2021 | 12:00 Uhr Onliner

Referenten: Prof. Dr. Thorsten Sellhorn und M.Sc. Jan-Pelle Kummer, Institut für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung, LMU München

Management-Gewinnprognosen stellen einen wichtigen Bestandteil der Unternehmenskommunikation dar. Sie haben einen messbaren Einfluss auf die Erwartungen des Kapitalmarkts und damit auf die Preisbildung. Da Prognosen definitionsgemäß unsicher sind und Manager diesbezüglich sowohl strategische Anreize als auch weitreichende Spielräume haben, stellen Management-Prognosen einen interessanten Forschungsbereich in Accounting und Finance dar.

Zu den DVFA Insights

07. Januar 2021: DVFA Investment Professionals nehmen M&A-Transaktionen kritisch unter die Lupe

m Rahmen einer mehrteiligen von DVFA - Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management e.V. und SMS Strategic Management Solutions gemeinsam durchgeführten Befragung von Investment Professionals zum Thema Mergers & Acquisitions wurde nun der dritte Teil, in dem es um den Transaktionshintergrund geht, ausgewertet. Thematisiert wurden unter anderem Akquisitionsmotive, feindliche Übernahmen sowie Einschätzungen zu Eignerstrukturen und Bieterwettbewerben.

Wie bereits in den vorangegangenen Befragungsteilen zeigt sich, dass die Investment Professionals zwar einerseits besonderen Wert auf Wachstum und Ertrag der Unternehmen legen, andererseits aber nicht bereit sind, hierfür außerordentliche Risiken in Kauf zu nehmen. In einer Vielzahl von Fragebereichen wird deutlich, dass Risiko und Ertrag gerade bei den Anlageexperten in einem ausgewogenen Verhältnis zu einander stehen müssen. „Eine den Kapitalmärkten immer wieder in populistischer Manier unterstellte „Zockermentalität“ kann in keinem Fragebereich auch nur ansatzweise bestätigt werden“ so Christoph Schlienkamp, stv. Vorstandsvorsitzender des DVFA.

Insbesondere die Antworten zu den Akquisitionsmotiven lassen die Ausgewogenheit von Chance und Risiko klar erkennen: Zu den drei wichtigsten Motiven zählen die Schaffung neuer Marktzugänge und der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien; Motive also, die eindeutig dem Bereich Wachstum und Ertrag zuzuordnen sind. Überraschenderweise ebenfalls unter den drei wichtigsten Akquisitionsmotiven zu finden ist die Diversifikation des Geschäfts, also ein klar auf Risikoreduktion ausgerichtetes Motiv. Michael Müller, Geschäftsführer der SMS Strategic Management Solutions ergänzt: „Dies ist umso überraschender, als ein ebenfalls gängiges Narrativ immer wieder behauptet, dass der Kapitalmarkt nur eindeutig ausgerichtete, sogenannte „pure plays“ sehen wolle, was durch die vorliegende Untersuchung durchaus in Frage gestellt werden kann.“

Wirtschaftlich vernünftiges Handeln wird von den Investment Professionals insbesondere auch bei feindlichen Übernahmen und bei Bieterwettbewerben gefordert. In beiden Bereichen, in denen immer wieder Übertreibungen zu beobachten sind, die vermutlich nur mit dem Begriff des „deal-fevers“ erklärt werden können, sind die Antworten klar: Hostile takeovers werden nur akzeptiert, solange sie wirtschaftlich sinnvoll und gut begründet sind; Bieterwettbewerbe werden dagegen tendenziell sogar abgelehnt.

Auch bei den weiterführenden Angaben der Befragten zeigt sich immer wieder deutlich, dass es vor allem Sorgfalt, realistische Planungen sowie Berücksichtigung von Komplexität und Integrationserfordernissen sind, die bei den Profis hoch im Kurs stehen. Ein sich in allen Lebensbereichen immer wieder als positiv herausstellendes System von „checks-and-balances“ zeigt sich damit auch im Kapitalmarkt, an dem sich die Investment Professionals längst als wichtiges Korrektiv etabliert haben.

Die vollständige Auswertung des dritten Teils der Umfrage sowie die ersten beiden Teile finden Sie unter Downloads (PDFs).

Downloads:

Mergers & Acquisitions aus der Sicht von Analysten – Ergebnisse einer Umfrage - Teil 3: Transaktionshintergrund

Mergers & Acquisitions aus der Sicht von Analysten – Ergebnisse einer Umfrage - Teil 2: Auswirkungen von Fusionen und Übernahmen

Mergers & Acquisitions aus der Sicht von Analysten – Ergebnisse einer Umfrage - Teil 1: Transaktionsstruktur und -finanzierung

Presse:

Investmentprofis meiden bei M&A große Risiken. Börsen-Zeitung, 07. Januar 2021 (kostenpflichtiger Content)

Investment Professionals nehmen M&A-Transaktionen unter die Lupe. institutional-money.com, 07. Januar 2021

Investment Professionals nehmen M&A-Transaktionen kritisch unter die Lupe. DEAL Magazin, 07. Januar 2021

Investment Professionals nehmen M&A-Transaktionen unter die Lupe. DFPA Deutsche Finanz Presse Agentur, 07. Januar 2021

Investment Professionals nehmen M&A-Transaktionen kritisch unter die Lupe - DVFA Kolumne.  4investors.de, 8. Januar 2021

DVFA: Übernahmen und Fusionen kritisch beäugt. BONDGUIDE, 08. Januar 2021

Alles Gute für 2021

DVFA 2021

Alles Gute unseren Mitgliedern, Förderern, Sponsoren, Kommissionsmitgliedern, Teilnehmern, Sprechern & Referenten, Geschäfts- & Kooperationspartnern, Pressevertretern, Freunden und Mitstreitern.

21. Dezember 2020: DVFA begrüßt Einigung - Bessere Frage- und Antragsrechte für Aktionäre schon ab 2021

Die DVFA Kommission Governance & Stewardship begrüßt die Einigung der Koalitionsfraktionen, die Aktionärsrechte für virtuelle Hauptversammlungen bereits ab März 2021 zu verstärken, da eine einfache Verlängerung des COVGesMG in 2021 die Fortsetzung der für 2020 geltenden signifikanten Einschränkungen der Aktionärsrechte bedeutet hätte.

So betrifft das pflichtgemäße Ermessen des Vorstands für die Beantwortung der von Aktionären gestellten Fragen jetzt nur noch das „Wie“ nicht mehr aber das „Ob“. Die Frage-Beantwortung steht künftig nicht mehr im Ermessen des Vorstands, d.h., dass aus der Fragemöglichkeit ein Fragerecht wird.

Unverändert und aus Sicht der DVFA Kommission Governance & Stewardship sinnvoll ist es, dass fristgerecht eingereichte Fragen und die Antworten darauf informationsleitend zusammengefasst werden können. Beachtenswert ist auch, dass die für die Aktionäre wichtigen Nachfragen zu den Antworten der Verwaltung auf der Hauptversammlung zuzulassen sind – so auch der Bericht des Rechtsausschusses des Bundestags (BT-Drucks. 19/25322, S. 10) –, allerdings im Rahmen von zeitlich vertretbaren Obergrenzen. Gesetzlich bestätigt wird, dass Anträge und Wahlvorschläge der Aktionäre so zu behandeln sind, als wären sie vom Aktionär in der virtuellen Hauptversammlung gestellt worden („Fiktionslösung“). Diese deutliche Besserstellung der fiduziarisch bedingten Aktionärsrechte entspricht verschiedenen Stellungnahmen der DVFA Kommission Governance & Stewardship zur Erreichung eines ausgewogenen Verhältnisses der Interessen von Emittenten und ihren Aktionären.

Wesentliche Elemente der jetzt gefundenen Regelungen entsprechen auch den Vorstellungen eines kürzlich vom Corporate Governance Institute der Frankfurt School of Finance & Management veranstalteten Roundtables mit dem stv. Vorsitzenden des Rechtsausschusses des Bundestags, Professor Hirte, Aufsichtsratsvorsitzenden führender DAX 30-Unternehmen, Investorenvertretern und Wissenschaftlern.

Für die DVFA Kommission Governance & Stewardship
Michael Schmidt, Prof. Christian Strenger, Prof. Dr. Julia Redenius-Hövermann

Presse:

Aktionärsrechte durch die Hintertür. Börsen-Zeitung, 22. Dezember 2020

DVFA begrüßt Einigung: Bessere Frage- und Antragsrechte für Aktionäre schon ab 2021 - DVFA Kolumne. 4investors, 22. Dezember 2020

14. Dezember 2020: Markteinschätzung / Stellungnahme - DVFA Kommission Immobilien sieht keine Einschränkungen bei Möglichkeiten zur Herleitung belastbarer Marktwerte – „Herausforderndes Marktumfeld“ für Immobilienwertermittlungen infolge von Covid-19

Die DVFA Kommission Immobilien kommt in ihrer Analyse der aktuellen Immobilienmarktlage in Deutschland zu dem Schluss, dass keine generellen Einschränkungen bestehen, um für Jahresabschlüsse belastbare Fair Values/Marktwerte herzuleiten. Investoren und Immobilienbewerter sollten auf bestimmte Aspekte im Bewertungsprozess verstärkt achten. Insbesondere im Umgang mit „Special Assumptions“ und „Disclaimern“ ist Vorsicht geboten.

In der vorliegenden Stellungnahme bringt die DVFA Kommission Immobilien unter der Leitung von Professor Sven Bienert, Universität Regensburg, ihre Markteinschäzung zum Ausdruck und ordnet die aktuelle Diskussion zu Möglichkeiten und Grenzen der Grundstückswertermittlung im deutschen Immobilienmarkt vor dem Hintergrund der aktuellen Covid-19-Auswirkungen. Darüber hinaus werden Hinweise gegeben, um das Bewusstsein für Anforderungen an qualitativ hochwertige Bewertungsgutachten weiter zu fördern. Die folgenden Ausführungen sollen insbesondere Investoren Orientierung geben, was diese als Auftraggeber von Bewertungsgutachten vom Sachverständigen erwarten können (bzw. vice versa was dieser liefern kann).

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Presse:

Keine Einschränkungen bei Möglichkeiten zur Herleitung belastbarer Marktwerte infolge von Covid-19. reguvis.de, 1/2021

DVFA sieht Marktrisiken, aber keine Bewertungsunsicherheit. Immobilien-Zeitung, 14. Dezember 2020

09. Dezember 2020: DVFA Scorecard for Corporate Governance - Auswertung 2020

Mit der DVFA Scorecard for Corporate Governance wurden zum wiederholten Mal die in DAX und MDAX enthaltenen Unternehmen analysiert. Berücksichtigt sind Unternehmen, die zum 3. September 2020 den beiden Indizes angehörten. (….) Die geänderte Struktur des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Anforderungen von ARUG II wurden in der DVFA Scorecard 2020 erstmalig berücksichtigt.

Im DAX erreichte nur die Munich RE die höchste Kategorie mit dem Prädikat „hervorragend“. Die Wertung „sehr gut“ erzielten insgesamt 18 Unternehmen. Auf die Plätze 2 bis 10 schafften es in dieser Reihenfolge: BASF, Deutsche Börse, Deutsche Post, Daimler, Bayer, E.ON, RWE, SAP und Allianz.

Im MDAX schnitten 2020 ehemalige DAX-Unternehmen grundsätzlich besser ab. 11 Unternehmen erreichten die Wertung „sehr gut“. Auf den Plätzen 1 bis 10 liegen in dieser Reihenfolge: Aareal Bank, Commerzbank, Pro Sieben, Thyssenkrupp, Lanxess, Aurubis, Metro, Uniper, K+S, Evonik. Drei Unternehmen fallen in die letzte Kategorie, wo dringend Verbesserungen angeraten werden.

Zur DVFA Scorecard-Auswertung 2020

Zur Pressemitteilung

Presse:

Munich Re ist Sieger im Governance-Ranking. Börsen-Zeitung, 09. Dezember 2020

DVFA stellt Nachholbedarf in der Governance fest. Börsen-Zeitung, 09. Dezember 2020 (kostenpflichtiger Content)

Nur ein Dax-Wert mit „hervorragender“ Corporate Governance. portfolio institutionell, 09. Dezember 2020

08. Dezember 2020: DVFA Monatsfrage: ESG-Scoring nach ISS-Übernahme durch Deutsche Börse – DVFA Mitglieder für Transparenz und freien Datenzugang

Was denken die Investment Professionals der DVFA über den Erwerb des Stimmrechtsberaters Institutional Shareholder Services (ISS) durch die Deutsche Börse? In seiner Monatsfrage Dezember hat der DVFA – der Verband der Investment Professionals in Deutschland – seine Mitglieder zu einigen Thesen und Fragen über die möglichen Auswirkungen der Übernahme auf das ESG-Scoring befragt. Insgesamt zeigt die Umfrage ein sehr geteiltes Bild, im Grundsatz jedoch herrscht Einigkeit.

These I, ESG-Scorings seien eine öffentliche, politische Aufgabe, die nicht von gewinnorientierten Unternehmen erarbeitet und verkauft werden sollten, stimmten 19 Prozent der Investment Professionals voll und ganz zu, weitere 30 Prozent stimmten eher zu. (...)

Weiterlesen

Presse:

Mit der Übernahme des Stimmrechtsberaters ISS beginnt eine neue Ära bei der Deutschen Börse. Handelsblatt, 22. Dezember 2020

ISS-Übernahme durch Börse stößt auf geteiltes Marktecho. Börsen-Zeitung, 09. Dezember 2020 (kostenpflichtiger Content)

DVFA-Monatsfrage: Investment Professionals für Transparenz bei ESG-Scorings. DFPA Deutsche Finanz Presse Agentur, 08. Dezember 2020

ESG-Scoring nach ISS-Übernahme durch Deutsche Börse - DVFA Mitglieder für Transparenz und freien Datenzugang - DVFA Kolumne. 4investors.de, 08. Dezember 2020

24. November 2020: DAX – Deutsche Börse stellt heute überarbeitete Regeln für die DAX-Auswahlindizes vor

Gruppe Deutsche Börse - Deutscher Leitindex DAX wird durch zusätzliche Qualitätskriterien und Angleichung an internationale Standards gestärkt (deutsche-boerse.com)

Die DVFA Kommissionen "Unternehmensanalyse" und "Governance & Stewardship" hatten Anfang November an der Marktkonsultation teilgenommen und ergänzende Kommentare eingereicht.
Zur DVFA Stellungnahme

10. November 2020: DVFA Monatsfrage: Mehrwert durch Paid Research

DVFA - der Berufsverband der Investment Professionals in Deutschland – hat seine Mitglieder befragt, wie sie über die Unabhängigkeit von Paid Research denken. Die Befragten Investment Professionals in Deutschland halten das nach den Regularien der überarbeiteten Markets in Financial Instruments Directive (MiFid II) bezahlte Research auch weiterhin grundsätzlich für ein wichtiges Instrument für Investmententscheidungen. Hinsichtlich der Unabhängigkeit des Paid Research gehen die Ansichten jedoch auseinander.

Auf die Frage, ob ein von Emittenten finanziertes Research einem Investor einen Mehrwert bietet, antwortet fast ein Viertel der Befragten (24 Prozent) mit „auf jeden Fall“, 49 Prozent antworten mit „teilweise“. Somit erkennen fast drei Viertel aller Befragten einen Mehrwert in einem vom Emittenten finanzierten Research. In ihren Kommentaren betonen die Mitglieder des DVFA die große Bedeutung von Transparenz, also der Regeln und Bedingungen nach denen das Research erstellt wurde.

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Presse

Investmententscheidungen benötigen gutes Research. intelligent-investors.de, 12. November 2020

DVFA monthly question: Added value through paid research – DVFA column. personal-financial.com, 12. November 2020

Kann bezahltes Research unabhängig sein? private-banking-magazin.de, 11. November 2020

DVFA Monatsfrage: Mehrwert durch Paid Research - DVFA Kolumne. 4investors.de, 10. November 2020

10. November 2020: 15. DVFA Immobilien Forum

(Geo-)Politische Einflüsse vs. langfristige Immobilienanlage – Was zählen unsere nationalen Fundamentaldaten noch?

Wenn im Sommer schon alle Festivals und Konzerte ausfielen – dann wollen wir zumindest die besten „Headliner“ und das beste „Line-up“ für Sie im Herbst garantieren! Wir blickten mit den Top-Experten und über 140 Teilnehmern am 10. November über den immobilienwirtschaftlichen Tellerrand.

Das 15. DVFA Immobilien Forum

09. November 2020: DVFA Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG)

DVFA begrüßt die vorgeschlagene Stärkung der Bilanzkontrollmechanismen ausdrücklich, da die richtige, sachgerechte und geprüfte Finanzberichterstattung Grundlage nicht nur für einen integren Kapitalmarkt sondern auch entscheidend für unsere Analyse- und Investmentprozesse ist. Hierzu existiert mit der BaFin eine hoheitliche Stelle, deren Bedeutung auch künftig weiter zunehmen sollte. Eine Stärkung der Ein- und Durchgriffsrechte der BaFin erscheint nicht nur aufgrund der Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit sinnvoll. Im gleichen Zuge erwarten wir allerdings auch eine intensivere Wahrnehmung ihrer Verantwortung durch stringenteres Verfolgen ihrer Aufgaben. Prozessual bietet hierfür das Vorgehen bei Sonderprüfungen nach §44 KWG bereits eine gute Grundlage. Schließlich sollte die BaFin auch die generelle Governance-Struktur der von ihr beaufsichtigten Unternehmen beobachten und ggfs. zum Anlass für Prüfungen nehmen.

Zur Stellungnahme

28. Oktober 2020: 9. DVFA Asset Management Forum

Hervorragende Präsentationen, hochkarätige Referenten und aktiver Austausch mit dem Publikum vor Ort und online – das 9. DVFA Asset Management Forum als Hybridveranstaltung.

Bildergalerie

13. Oktober 2020: DVFA Monatsfrage: Differenziertes Ja zu Kryptowährungen – Wichtig ist die Regulierung

DVFA - der Berufsverband der Investment Professionals in Deutschland – hat seine Mitglieder befragt, wie sie zum Einsatz von Kryptowährungen, insbesondere auch zur Einführung sogenannter CBDCs (Central Bank Digital Currencies) stehen. Die Befragung lieferte ein geteiltes Bild, das einerseits von grundsätzlicher Offenheit für die neue digitale Technik und die sich bietenden Möglichkeiten zeugt, andererseits aber auch von Vorsicht vor allem hinsichtlich der Sicherheit und der Folgen.

Eine Mehrheit der Befragten steht Kryptowährungen als Zahlungsmittel grundsätzlich skeptisch gegenüber. 22 Prozent halten sie nicht für geeignet, 38 Prozent für eher nicht, 13 Prozent nehmen eine neutrale Haltung ein. Noch deutlicher ist die Zurückhaltung hinsichtlich der Eignung von Kryptowährungen als Geldanlage. 35 Prozent halten sie nicht, 40 Prozent für eher nicht geeignet. Zehn Prozent sind unentschlossen. Die Kommentare zu beiden Fragen verweisen immer wieder auf Sicherheitsbedenken (Hacking), fehlende Kontrolle durch Zentralbanken und intrasparente oder fragwürdige Volatilität etlicher Kryptowährungen. Allerdings wird auch darauf hingewiesen, solche Währungen könnten ein Baustein für die langfristige Geldanlage innerhalb eine Portfolios sein.

Trotz Skepsis: Blockchain-Technik von großer Bedeutung

Befragt, ob sie der Aussage zustimmten, dass die den meisten Kryptowährungen zugrundeliegende Blockchain-Technologie zu den wichtigsten Entwicklungen der zurückliegenden 20 Jahre für das Finanzwesen zähle, stimmten 15 Prozent mit ja, 37 Prozent mit eher ja. Neutral stehen der Aussage 23 Prozent der Investment Professionals gegenüber. Mit eher nein stimmten 14 Prozent und 11 Prozent antworteten mit nein. Negativ kommentierten die Investment Professional mehrfach den hohen Stromverbrauch der Blockchain-Technik und wiesen auf Fragen des Datenschutzes sowie Möglichkeiten des Missbrauchs hin.

 

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Presse:

Regulierung ist bei Kryptos wichtig. intelligent-investors.de, 15. Oktober 2020

Selbst wenn Kryptowährungen in weiten Kreisen der Bevölkerung für Gesprächsstoff sorgen, bleiben Anlagespezialisten überraschend skeptisch. finews.ch, 15. Oktober 2020

Kryptowährungen als Geldanlage ungeeignet. private-banking-magazin.de, 15. Oktober 2020

Differenziertes Ja zu Kryptowährungen: Wichtig ist die Regulierung - DVFA Kolumne. 4investors.de, 13. Oktober 2020

DVFA Monatsfrage: Differenziertes Ja zu Kryptowährungen – Wichtig ist die Regulierung. Bondguide, 13. Oktober 2020

DVFA: differenziertes Ja zu Kryptos, wichtig ist die Regulierung. institutional-money.com, 13. Oktober 2020

25. September 2020: Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Verlängerung der Corona-Maßnahmen

Die DVFA Kommisson Governance & Stewardship hat zum Referentenentwurf einer Verordnung zur Verlängerung von Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins- und Stiftungsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie des BMJV Stellung genommen und fordert Ergänzungen für 2021.

Zur Stellungnahme

25. September 2020: Der Aufsichtsrat der DZ Privatbank hat Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ Bank, zum Vorstandsmitglied bestellt

Bielmeier wird diese Aufgabe – vorbehaltlich der Genehmigung durch die EZB – zu Beginn des kommenden Jahres antreten. Damit setzt sich der Vorstand der DZ Privatbank ab dem 1. Januar 2021 aus Peter Schirmbeck (Vorsitzender), Ralf Bringmann, Frank Müller und Stefan Bielmeier zusammen. Mit seinem Eintritt in die DZ Privatbank wird Bielmeier zunächst die Verantwortung für das Portfoliomanagement übernehmen.

Der 54-Jährige begann nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Regensburg 1996 seine berufliche Karriere bei der Deutschen Bank. 2010 trat er als Chefvolkswirt in die DZ Bank ein und ist in dieser Rolle verantwortlich für den Bereich Research und Volkswirtschaft.

Stefan Bielmeier ist seit 2012 Vorstandsvorsitzender des DVFA e.V. – Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management, des Berufsverbands der Investment Professionals.

Pressemeldung dazu

16. September 2020: DVFA betrachtet kritisch die HV-Saison unter COVGesMG

Die bisherigen Erfahrungen mit den durch das COVGesMG für die Unternehmen er­möglichten Beschränkungen wesentlicher Aktionärsrechte bedingen substantielle An­passungen nicht nur im Interesse einer ausgewogeneren Interessenverteilung, son­dern auch für die Wahrnehmung treuhänderischer Pflichten der institutionellen Aktio­näre. Da die Einschränkungen der Aktionärsrechte zwar nur bis Ende 2020 gelten, aber aufgrund andauernder Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Ver­ordnungs­wege bis zum 31.12.2021 verlängert werden können, ist zeitnah zwischen den verant­wortlichen Parteien zu klären, welche Voraussetzungen für virtuelle Hauptversamm­lungen nach dem 31.12.2020 gel­ten sollen.

Zur Stellungnahme

Presse:

DVFA kritisiert Einschränkung von Aktionärsrechten. portfolio institutionell, 21. September 2020

DVFA fordert mehr Aktionärsrechte bei virtuellen Hauptversammlungen. finanzen.net, 18. September 2020

DVFA: Kritische Bewertung der HV-Saison unter Covid19G. BONDGUIDE, 18. September 2020

Ruf nach Rückfragerecht in Hauptversammlungen. DVFA moniert Beschränkung der Aktionärsrechte. Börsen-Zeitung, 16. September 2020 (kostenpflichtiger Content)

11. September 2020: DVFA - Gute Corporate Governance

Im Gespräch: Christina Bannier und Hendrik Schmidt: "Eine gute Governance senkt die Risiken". Börsen-Zeitung vom 11. September 2020 (kostenpflichtiger Content)

"Gute Governance rentiert sich". Börsen-Zeitung vom 11. September 2020 

DVFA - Der Lohn guter Corporate Governance

Der aktuelle Skandal um Wirecard hat die Diskussion um den Stand und die Bedeutung guter Corporate Governance in Deutschland neu entfacht. Obwohl der im Zuge der Holzmann-Pleite 2002 entwickelte und seitdem mehrfach angepasste Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) in seinen Grundsätzen, Empfehlungen und Anregungen die wesentlichen Bereiche der Unternehmensführung und -verfassung beschreibt und einordnet, scheint es in der tatsächlichen Erfüllung dieser Leitlinien weiterhin Defizite zu geben. Das Spektrum der Aufgaben und der Be- bzw. Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat, Vergütungsstrukturen und Interessenskonflikte, Umgang mit den Rechten der Aktionäre in und zur Hauptversammlung sowie Transparenz und Berichterstattung bieten den Unternehmen ausreichend Möglichkeiten, ihre Erfüllung transparent darzustellen und im Falle von Abweichungen, diese mindestens jährlich auch zu erklären. Hierzu sind sie durch §161 des Aktiengesetzes verpflichtet („comply or explain“).

Um die Frage zu beantworten, ob der Fall Wirecard nun darauf schließen lässt, dass der DCGK sein Ziel, den Unternehmen angemessene Leitlinien für eine stabile Unternehmensführung vorzugeben, verfehlt hat, muss die Güte der Governance deutscher Unternehmen auf breiter Ebene gemessen werden. Ein hierzu geeignetes und bereits seit Jahren etabliertes Instrument ist die DVFA Scorecard for Corporate Governance. Mithilfe der Scorecard wird geprüft, inwieweit die DAX30-Unternehmen (und seit 2019 auch die MDAX-Gesellschaften) die Anforderungen des DCGK er- und ausfüllen. Die qualitätsbezogene Auswertung ergibt für jedes einzelne Kapitel und in der Gesamtschau einen Governance-Score.

Die DVFA Kommission Governance & Stewardship hat nun eine Auswertung der Ergebnisse seit 2016 beim Sustainable Governance Lab unter Leitung von Frau Prof. Dr. Christina E. Bannier (Universität Gießen) mit Beteiligung von Frau Prof. Dr. Julia Redenius-Hövermann (Frankfurt School) in Auftrag gegeben. Ziel der Untersuchung war, in welchem Zusammenhang der Governance-Score mit der Stabilität der Unternehmensentwicklung steht. Dazu wurden die Scorecard-Informationen der Jahre 2016 bis 2019 in ihren Effekten auf Eigen- und Fremdkapitalrisiko, Performance und Eigentümerstrukturen analysiert.

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Weitere Presse

DVFA über den Lohn guter Corporate Governance. Institutional-money.com, 11. September 2020

DVFA – Der Lohn guter Corporate Governance. BONDGUIDE, 14. September 2020

08. September 2020: DVFA Monatsfrage: Differenziertes Bild der DVFA Investment Professionals zur Zukunft nachhaltiger Geldanlage

DVFA - der Berufsverband der Investment Professionals in Deutschland – hat seine Mitglieder befragt, wie sie die zukünftige Entwicklung nachhaltiger Geldanlage einschätzen. Grundsätzlich wird eine ESG-konforme Geldanlage nahezu einmütig befürwortet, und die Sicht auf das Potenzial ist von Optimismus geprägt. In den Kommentaren zeigt sich jedoch ein differenzierter Blick der Investment Professionals auf die Details und die noch existierenden Unschärfen bei der Festlegung dessen, was unter nachhaltiger Geldanlage zu verstehen sei.

Große Übereinstimmung im Grundsätzlichen

Zunächst halten fast 98 Prozent der DVFA Mitglieder nachhaltige Unternehmensführung für erstrebenswert. Diese eindeutige Mehrheit wurde weiter nach Gründen für ihre Einschätzung befragt. Dabei wurden drei Antworten vorgegeben, warum mit Ja geantwortet wurde, und die Möglichkeit einer freien Eingabe gegeben. 26 Prozent der Befragten sind der Ansicht, nachhaltige Unternehmensführung verstetigte den Unternehmenserfolg. Für 52 Prozent war der Grund für ein Ja, dass das Handeln des Unternehmens auch die Folgen für die kommenden Generationen bedenkt. Bei 12 Prozent gab den Ausschlag, dass sie der Auffassung sind, nachhaltige Unternehmensführung erschwere Fehlentscheidungen. In der freien Eingabe überwog die Ansicht, alle drei angebotenen Antwortoptionen seien zutreffend.

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Presse

Nachhaltigkeit könnte Selbstläufer werden, zeigt Umfrage. FONDS ONLINE, 9. September 2020.

DVFA sieht differenziertes Bild zur Zukunft nachhaltiger Geldanlage. institutional-money.com, 9. September 2020

Differenziertes Bild der DVFA Investment Professionals zur Zukunft nachhaltiger Geldanlage. Frankfurt Main Finance, 8. September 2020

31. August 2020: Wirecard - Anatomie eines Betrugs

Zum Beitrag

Presse

DVFA Kommission Unternehmensanalyse: Wirecard – Anatomie eines Betrugs. Frankfurt Main Finance, 1. September 2020.

Wirecard: die geplatzte Bombe war angekündigt. GOINGPUBLIC.de, 9. Juli 2020

15. Juli 2020: DVFA Stellungnahme zur EU Renewed Sustainable Finance Strategy

Die DVFA Kommission Sustainable Investing hat sich an der jüngsten Konsultation zur EU Renewed Sustainable Finance Strategy beteiligt. Die DVFA Kommission Sustainable Investing ist der Ansicht, dass inkrementelle zusätzliche Maßnahmen in gezielten Bereichen erforderlich sind um den Aktionsplan erfolgreich umzusetzen, aber bereits viele wichtige Impulse gesetzt worden sind. Die DVFA Kommission hat verschiedene Schwerpunkte herausgearbeitet.

Zur Stellungnahme

Presse

DVFA Stellungnahme zur EU Renewed Sustainable Finance Strategy. Frankfurt Main Finance, 2. September 2020

09. Juli 2020: DVFA aktualisiert die Guideline Analyst Presentations

DVFA, der Berufsverband der Investment Professionals, hat die Guideline Analyst Presentations aktualisiert. Mit einer grundlegend überarbeiteten Version will der Verband Unternehmen bei der Optimierung ihrer Investor Relations unterstützen.Neu hinzugekommen sind Hinweise zur Verwendung von Action Titles, die für den Leser die Schlüsselaussagen in einer Folie zusammenfassen, die gezielte, proaktive Adressierung systemischer Krisen wie der Covid-19-Pandemie oder die Vorstellung der das Unternehmen begleitenden Finanzanalysten. Auch die Behandlung der Environmental, Social, and Corporate Governance (ESG) soll aus Sicht der DVFA einen höheren Stellenwert erhalten.

Auch wurden sämtliche Praxisbeispiele aktualisiert.

Obwohl üblicherweise als Analystenpräsentation bezeichnet, sind die Adressaten mehr als "nur" Finanzanalysten. Analystenpräsentationen richten sich nicht nur an Anlageexperten der Käuferseite, z.B. Fondsmanager, Vermögensverwalter und Aktienstrategen, sondern auch an die Intermediäre von Anlageentscheidungen wie Ratinganalysten, M&A- und Corporate Finance-Mitarbeiter, Nachhaltigkeitsanalysten, Vermögensverwalter, Berater und – nicht zuletzt – auch Privatanleger.

Download:
DVFA Guideline Analyst Presentations

07. Juli 2020: DVFA Monatsfrage: Goodwill soll linear abgeschrieben werden - Impairment-Tests sollen zusätzlich bleiben

Aktuell gibt es erneut Überlegungen der Rechnungsleger, den Goodwill in den Bilanzen regelmäßig abzuschreiben. Die Corona-Krise wird sich nicht nur wegen der operativ schwierigen Situation vieler Unternehmen negativ auf die GuVs und Cash-Flow-Rechnungen des Jahres 2020 auswirken. Unternehmen, die nach IFRS bilanzieren, dürften in 2020 verstärkt außerplanmäßig Goodwill Abschreibungen auf Firmenwerte durchführen müssen, Dies wird mit entsprechenden zusätzlichen negativen Konsequenzen für deren GuV und damit auch des Eigenkapitals verbunden sein. Aufgrund von Transaktionstätigkeiten ist der Goodwill in den letzten Jahren zu einer bedeutenden Bilanzposition geworden.

Die Investment Professionals des DVFA wurden zur Sachlage und zum Umgang mit Goodwill befragt und befürworten mehrheitlich in der Zukunft eine lineare Abschreibung des Goodwill, erwarten jedoch auch, dass zusätzlich der Impairment-Test beibehalten wird. Die Befürworter des Impairment-Tests fordern jedoch auch eine stärkere Transparenz gegenüber den Investoren und Analysten wie sich die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGU) verhalten.

Den Zeitraum für die Abschreibung des Goodwill sehen 90% der Investment Professionals in einem Zeitraum von nicht länger als zehn Jahren. Dabei verweisen die Befragten auch darauf, dass ggf. eine zwischenzeitliche a.o. Abschreibung notwendig ist, sobald der Wert der übernommenen Vermögensgegenstände deutlich an Wert verliert, z.B. wegen des Verlusts der Technologieführerschaft.

Die eindeutige Mehrheit von 83% der Befragten hält es trotz der linearen Abschreibung für richtig, jährliche Impairment-Tests beizubehalten, um die Werthaltigkeit des Goodwills überprüfen zu können.

Interessanterweise erwarten auch 38% der Befragten, dass die regelmäßige Abschreibung des Goodwill einen Einfluss auf die künftigen M&A-Aktivitäten der Gesellschaften haben wird. Der M&A-Markt sollte deshalb nicht ins Stocken geraten, gleichwohl dürften die Kaufpreise damit künftig weniger aggressiv sein.

Christoph Schlienkamp, Leiter der DVFA Kommission Unternehmensanalyse sagt: „Wie schon in unserer Stellungnahme vom Mai diesen Jahres bekräftigt die aktuelle Umfrage die Position des DVFA zur Wiedereinführung einer planmäßigen Abschreibung von Goodwill. Nur so kann verhindert werden, dass in Zeiten von Krisen keine Verstärkung von Verlustsituationen erfolgt. Wir wünschen uns im Falle von Krisen mehr stabilisierende Elemente in der internationalen Rechnungslegung."

Presse

Goodwill soll linear abgeschrieben werden, Impairment-Tests sollen zusätzlich bleiben - DVFA Kolumne. 4investors.de, 7. Juli 2020

DVFA: Wie Investment Professionale zu Gooodwill-Abschreibungen stehen. institutional-money.com, 7. Juli 2020

03. Juli 2020: DVFA Investment Professionals: Entwicklung bei Wirecard hätte man früher erkennen können

Die Nachrichten rund um Wirecard überschlagen sich seit einigen Tagen und weiten sich auf alle Bereiche des Finanzmarkts, der Aufsicht und der Politik aus. Die DVFA Investment Professionals sind bei einer aktuellen Umfrage mit großer Mehrheit der Meinung, dass man die Entwicklung bei Wirecard frühzeitig hätte sehen können. Bei weiteren Fragen wie zur Aufsicht und zu Auswirkungen auf den Finanzplatz Deutschland gibt es aber unterschiedliche Auffassungen. 75% der Investment Professionals sagen, dass die Entwicklung bei Wirecard frühzeitig, also vor 2020, hätte erkannt werden müssen. Nur 14% sehen dies nicht so. In ihren Kommentaren verweisen die Befragten darauf, dass Wirecard auf alle „Anschuldigungen“ nie vertrauenswürdige Antworten gegeben hat und die Tatsache, dass man sich als Außenstehender auf die Testate der Wirtschaftsprüfer verlassen muss. Insofern hätte man sich mehrheitlich ein konsequenteres Nachhaken der Finanzaufsicht nach immer wieder vorkommenden Presseberichten gewünscht.

Nichtsdestotrotz hält mit 53% knapp mehr als die Hälfte der Befragten die Wertpapier- und Bankenaufsicht prinzipiell für wirksam, 33% hingegen eher nicht. Gleichwohl plädieren die Investment Professionals für eine Schärfung der Aufsicht. Dazu ist es auch notwendig, Mischkonzerne mit „kleiner Bank“ als Ganzes zu regulieren und bei Verdachtsmomenten Fälle stärker zu priorisieren.

Gespalten ist die Meinung zur Frage, ob der Fall Wirecard mit Blick auf die Rolle der Wirtschaftsprüfer ein Einzelfall ist und ein Testat somit eine aus Anlegersicht zuverlässige Bezugsgröße ist - 41% antworteten mit Ja, 47% mit Nein. Ein Testat war in der Vergangenheit eine zuverlässige Bezugsgröße, wobei dieser Sachverhalt gerade von den Marktteilnehmern auf den Prüfstand gestellt wird. Zudem ist die eigene Meinung über ein Anlageobjekt nicht durch ein Testat, Rating oder Nachhaltigkeitssiegel zu ersetzen. Zahlreiche Umfrageteilnehmer sprechen sich zudem dafür aus, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften künftig für die Folgeschäden eines ungerechtfertigten Testats stärker in die Haftung zu nehmen.

Eine Schädigung des Finanzplatzes Deutschland durch den Fall Wirecard sehen 51% als gegeben an, 42% dagegen nicht. Zahlreiche Befragte sehen den Fall Wirecard und seine Komplexität als Einzelfall und gehen davon aus, dass die Finanzaufsicht entsprechend regulatorisch reagieren wird. Irritiert zeigen sich viele Investment Professionals eher gegenüber der Tatsache, dass die Wirecard-Aktie immer noch im DAX notiert und werten dies negativ für den Finanzplatz Deutschland.

Insgesamt verwundert es somit kaum, dass sich mit 57% die Mehrheit der Umfrageteilnehmer dafür ausspricht, die aufsichtsrechtlichen Richtlinien für Finanzunternehmen (inkl. FinTechs) und für börsennotierte Unternehmen zu verändern. 32% sehen hingegen keinen Änderungsbedarf.

Christoph Schlienkamp, Leiter der DVFA Kommission Unternehmensanalyse sagt: „Der Fall Wirecard hat das Vertrauen in den Kapitalmarkt in Deutschland erschüttert. Wirecard war aufsichtsrechtlich ein Hybrid und konnte so lange Zeit unter dem Radar bleiben. Hier gilt es nun die richtigen Schlüsse zu ziehen. Zudem ist es für Analysten nur sehr schwer, gegen ein Testat eines Prüfers zu argumentieren. Die Deutsche Börse sollte nun schnell ihre Regeln ändern und reaktionsfähig werden. Der DAX ist der Vorzeigeindex der deutschen Wirtschaft. Ein Unternehmen wie Wirecard hat darin nichts verloren.“

Presse

Misstrauen am Finanzplatz München. Handelsblatt, 7. Juli 2020

Wirecard: Entwicklung hätte man früher erkennen können - DVFA Kolumne. 4investors.de, 4. Juli 2020.

DVFA: Entwicklung bei Wirecard hätte man früher erkennen können. institutional-money.com, 3. Juli 2020.

DVFA IP: Entwicklung bei Wirecard hätte man früher erkennen können! BONDGUIDE, 3. Juli 2020

16. Juni 2020: Arbitrage kann sich lohnen – Eine Studie der DVFA Kommission Immobilien

Initiiert und unterstützt durch Dr. Sven Helmer vom Fondsberater Lagrange sowie Alexander Dexne, Finanzvorstand der alstria office REIT AG, hat sich die DVFA Kommission Immobilien mit der Fragestellung auseinandergesetzt, in welchen Marktphasen Arbitrage zwischen börsennotierten Immobilien-Unternehmen und nicht-börsennotierten Immobilienfonds für institutionelle Investoren möglich ist. Ein Team der HAWK – Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Holzminden unter der Leitung von Prof. Breuer und Verw.-Prof. Jäger hat diese Thematik im Rahmen einer Studie untersucht.

Download:

DVFA Management Summary Arbitrage

Presseinformation: In welchen Marktphasen ist Arbitrage zwischen den börsennotierten Immobilien-Unternehmen und nicht-börsennotierten Immobilienfonds für Investoren möglich?

Presse:

Immobilienwerte riskanter als Immobilien-Spezialfonds. Börsen-Zeitung, 16. Juni 2020 (kostenpflichtiger Content)

09. Juni 2020: DVFA Monatsfrage: Auswirkungen der Pandemie auf die aktuelle Situation und ein Blick auf die Zukunft von Investment Professionals

DVFA - der Verband der Investment Professionals – befragte seine Mitglieder nach den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihre persönliche Arbeitssituation und ihre Einschätzung zu den Veränderungen auf die Finanzbranche. Die Stimmung ist eher gelassen, was auch durch die Erfahrungen aus der letzten Finanzkrise geprägt sein mag.

Home-Office weiter im Trend – Persönlicher Kontakt fehlt

Die Anzahl an Home-Office-Arbeitsplätzen ist auch in der Finanzbranche gestiegen, teilweise wurde komplett nach Hause verlagert, teilweise wird im wechselweisen Teambetrieb in den Häusern gearbeitet. 36% der Investment Professionals arbeiten seit Beginn der Corona-Krise neu im Home-Office, 49% hatten bereits vorher diese Möglichkeit genutzt. Nur 15% nutzen diese Form nicht. Fast die Hälfte (46%) sieht die Arbeit im Home-Office als genauso produktiv an wie das Arbeiten vor Ort, 30% sehen keinen Produktivitätsunterschied. 24% schätzen ihre Arbeit im Home-Office als weniger produktiv ein, dies bedingt auch durch die nicht ausreichenden technischen Voraussetzungen und schlechte Verbindungsqualität.

Der großen Mehrheit der Befragten fehlt der persönliche Kontakt zu Kollegen und Kunden, so antworteten 36% mit ja, 40% mit eher ja. Als alleinige Arbeitsform ist das Home-Office nur für ein knappes Drittel vorstellbar (ja mit 12%, eher ja mit 20%). 38% können sich das eher nicht vorstellen, 30% gar nicht. Die Einsparung von Zeit und Reduzierung von Umweltbelastungen durch Fahrten und Reisen werden in den Kommentaren als positive Effekte dokumentiert.

Für die Zukunft gut aufgestellt

Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz durch die Pandemie-Auswirkungen machen sich  90% der Investment Professionals kaum – 51% antworteten hierzu mit nein und 39% mit eher nein. Auch für die Zukunft sehen sich die Befragten für die Finanzbranche gut aufgestellt: 32% sehen sich gut gerüstet, 56% eher gut gerüstet. Eher nicht gut gerüstet sehen sich nur 11%.

Neben fortschreitender  Digitalisierungen weitere Veränderungen in der Finanzbranche

Auf die offene Frage nach zukünftigen Veränderungen in der Branche sehen die Investment Professionals insbesondere die Beschleunigung der Digitalisierung in allen Bereichen. Dies werde zu weniger Büroraum führen und sich beispielsweise auch in den Anforderungen an das Management niederschlagen, da ein anderes Führen erforderlich sein werde. Die einzelnen Mitarbeiter müssten mit mehr Flexibilität und mehr Affinität zu IT aufwarten, da sich die Profile und Arbeitsweisen maßgeblich verändern. Durch die Nutzung der verschiedenen Online-Varianten zur Kommunikation werden persönliche Meetings weiter eingeschränkt werden, allerdings werde damit auch die Wertigkeit des persönlichen Kontakts steigen und gewürdigt werden.

Radikalere Umstellung des Zahlungsverkehrs und weitere Schließungen von Filialen würden folgen. Das Thema Hausbank werde sich durch verschiedene Anbieter entsprechend der verschiedenen Fragestellungen der Kunden mehr oder minder erledigen. Kostendruck und die Notwendigkeit neuer Geschäftsmodelle sowie höheres Risikomanagement werden zunehmen. Die Rolle der Regulatorik, die dem technischen Zeitalter hinterherhinke, sehen die Investment Professionals gerade in Bezug auf Digitalisierung kritisch. Nachhaltigkeit im Allgemeinen und nachhaltige Produkte im Besonderen werden überwiegend als essenziell für die Zukunft gesehen.

„Es war mir wichtig, unsere Mitglieder nach ihrem Befinden zu fragen, denn der persönliche Kontakt mit ihnen und der Austausch in unseren Veranstaltungen und Gesprächen fehlen auch uns. Ihre Einschätzung zur Zukunft der Branche und zu Veränderung der Arbeitsbedingungen und Berufsbilder bilden wichtige Indizien für die Verbandsarbeit. Gerade wurde der DVFA Vorstand bei den Wahlen 2020 bestätigt, und wir werden uns die Detail-Ergebnisse der Befragung anschauen und in die Angebote für unsere Mitglieder und die Arbeit umsetzen.“, sagt Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender des DVFA.

Presse

Monatsfrage: Auswirkungen der Pandemie auf die aktuelle Situation und ein Blick auf die Zukunft von Investment Professionals. 4investors.de, 9. Juni 2020

Auswirkungen von Corona auf die Zukunft der Investment Professionals. institutional-money.com, 9. Juni 2020

05. Juni 2020: DVFA Stellungnahme zum Gesetz zur Stärkung der Integrität in der Wirtschaft

Die DVFA Kommission Governance & Stewardship hat zu dem vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz am 22. April 2020 vorgelegten Entwurf für ein „Gesetz zur Bekämpfung der Unternehmenskriminalität“ mit dem „Gesetz zur Sanktionierung von verbandsbezogenen Straftaten“ (Verbandssanktionengesetz) Stellung genommen.

Die Kommission begrüßt zwar die Ziele des Gesetzesentwurfs, steht aber einigen dafür vorgesehenen Lösungsansätzen kritisch gegenüber. Weil Bewusstseinsbildung und -veränderung in Köpfen und nicht in Bilanzen stattfinden, müssen Gesetzgeber und Strafverfolger sich auf die Verursacher konzentrieren, da sonst die Falschen – insbesondere nämlich die Anteilseigner – getroffen werden.

Die Kommission hat konkrete Änderungsvorschläge an das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz gerichtet.

Download:

Stellungnahme

29. Mai 2020: Stefan Bielmeier als Vorstandsvorsitzender erneut bestätigt

Bielmeier

Stefan Bielmeier, DZ BANK AG, wurde auf der DVFA Mitgliederversammlung am 28. Mai 2020 für weitere zwei Jahre im Amt des Vorstandsvorsitzenden bestätigt. Er gehört dem Vorstand bereits seit 2010 an und wurde im Mai 2012 erstmals als Vorsitzender gewählt.

Neun Vorstandsmitglieder wurden ebenfalls für die kommenden zwei Jahre wiedergewählt:

  • Ingo R. Mainert, stv. Vorsitz, Allianz Global Investors
  • Christoph Schlienkamp, stv. Vorsitz, GS&P Kapitalanlagegesellschaft
  • Ulrike Groschopp, Deutsche Börse
  • Peter Thilo Hasler, Sphene Capital
  • Frank Klein, DWS International
  • Thorsten Müller, Lighthouse Corporate Finance
  • Roger Peeters, pfp Advisory
  • Dr. Henrik Pontzen, Union Investment Institutional
  • Michael Schmidt, Lloyd Fonds

Dr. Frank Engel, Union Investment Privatfonds, stand für eine erneute Kandidatur auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Verfügung.

Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender:"Wir werden uns weiterhin als Verband mit allen Belangen rund um dem Kapitalmarkt auseinandersetzen. Neben der klassischen Investmentanalyse werden die Themen Governance, ESG und Digitalisierung Schwerpunkte bilden. Dies wird auch durch unsere DVFA Akademie begleitet werden. Online-Abstimmungen hatten wir im Verband bereits 2018 eingeführt, was uns gerade in der heutigen Situation zu Gute kommt. Wir wollen die Diskussion mit dem Regulator und der Gesetzgebung fortführen und die Interessen unserer Mitglieder vertreten. Wir werden uns weiter einbringen und unsere Stimme mit Stellungnahmen und Statements erheben.“

Presse:

DVFA: Stefan Bielmeier als Vorstandsvorsitzender erneut bestätigt. DEAL MAGAZIN, 29. Mai 2020

DVFA bestätigt Stefan Bielmeier als Vorstandsvorsitzenden. IPE D.A.CH, 30. Mai 2020

Bielmeier als DVFA-Vorsitzender wiedergewählt. Börsen-Zeitung, 30. Mai 2020 (kostenpflichtiger Content)

19. Mai 2020: Zur öffentlichen Konsultation MiFID II / MiFIR der Europäischen Kommission

Der DVFA begrüßt es außerordentlich, dass die EU-Regulierer aufgrund der breiten Kritik an MiFID II und MiFIR sich nun mit den Wirkungen dieser Regulierungsmaßnahmen auseinandersetzen und Verbesserungsvorschläge unterbreiten bzw. nach alternativen Lösungsvorschlägen fragen.
Dabei ist es aufgrund der Corona Krise jetzt essenziell, durch einen effizienten Kapitalmarktzugang Beschäftigung zu sichern und zukünftiges Wachstum zu ermöglichen.

ESMA - Public consultation MiFID II / MiFIR

Zur DVFA Stellungnahme

Presse

DVFA setzt sich für kapitalmarktorientierte KMU ein. BONDGUIDE Anleihen 2020, 8. Juli 2020, kostenpflichtiger Content

Gelegenheit für den reinen Tisch. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Juli 2020, kostenpflichtiger Content

12. Mai 2020: DVFA Monatsfrage: Virtuelle Hauptversammlungen unter Covid-19-G

DVFA Investment Professionals bewerten die Möglichkeit virtueller Hauptversammlungen pragmatisch und als akzeptable Lösung in der Corona-Sondersituation. Die Aktionärsrechte sehen sie zum größten Teil gewahrt, sind aber skeptisch hinsichtlich der Regelungen zum Fragerecht. Die virtuelle Hauptversammlung als dauerhafte Option für Unternehmen bewerten sie dagegen sehr unterschiedlich. Dies ergab die aktuelle Monatsfrage des DVFA.

Vor dem Hintergrund des aktuell geltenden Versammlungsverbots halten mehr als 72 Prozent der Befragten die Möglichkeit, virtuelle Hauptversammlungen durchzuführen, grundsätzlich für richtig. Weitere 22 Prozent für eher richtig. In ihren Kommentaren verweisen die Investment Professionals darauf, dass die Online-Veranstaltungen ein Kompromiss seien, und vergleichen die virtuelle HV mit den Geisterspielen der Fußball-Bundesliga, die in leeren Stadien durchgeführt werden.

Fragerechtsregelung skeptisch beurteilt – Trend zur „Schön-Wetter-Veranstaltung“

Hinsichtlich der Berücksichtigung der Aktionärsrechte im Allgemeinen sind die Mitglieder des DVFA recht zuversichtlich. Befragt nach ihrer Meinung, ob die Aktionärsrechte, wie sie im Rahmen der virtuellen Hauptversammlung ausgeübt werden können, in ausreichendem Maße geschützt und gewährleistet seien, antworten 32 Prozent mit ja, 37 Prozent mit eher ja. Mit nein antworten lediglich 4 Prozent, 11 Prozent mit eher nein, 16 Prozent sehen dies neutral.

Ganz anders sieht das Meinungsbild bei der Beurteilung des Fragerechts der Aktionäre auf den virtuellen Hauptversammlungen aus. Die Neuregelung gibt Unternehmen die Möglichkeit anzuordnen, dass Fragen bis zwei Tage vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft eingereicht werden müssen. Die Verwaltung entscheidet dann, welche Fragen abschließend beantwortet werden. Befragt, ob sie diese Regelung hinsichtlich der Vereinbarkeit mit den Geboten guter Unternehmensführung und für einen substanziellen Dialog zwischen Eigentümern und Verwaltung für ausreichend halten, antwortet die Mehrheit negativ. 24 Prozent antworteten mit nein, 39 Prozent mit eher nein. Mit ja votierten 8 Prozent, 15 Prozent mit eher ja.

Auch die Kommentare spiegeln dieses Meinungsbild wider. So wird etwa darauf verwiesen, der Regulator müsse die willkürliche Zensur der Fragen unterbinden, oder die Regelungen zum Fragerecht ließen die Veranstaltungen hin zu „Schön-Wetter-Veranstaltungen“ tendieren. Andererseits wird auch argumentiert, dass die Auswahl sachlicher und in den Kontext passender Fragen sinnvoll sei, um zeitraubende „Selbstdarstellungen“ der Redner zu verringern.

Häufigere Anfechtungsklagen erwartet

Befragt, ob sie mit häufigeren Anfechtungsklagen der Hauptversammlungsbeschlüsse rechnen, obwohl der Gesetzgeber Anfechtungen eingeschränkt, aber nicht ausgeschlossen hat, antwortet eine Mehrheit mit oder ja (8 Prozent) oder eher ja (41 Prozent). 37 Prozent stehen dem neutral gegenüber, 11 Prozent rechnen eher nicht damit und nur 3 Prozent erwarten keine häufigeren Anfechtungsklagen. In den Kommentaren heißt es dazu erläuternd, dass durch die schnelle Einführung und kurze Vorbereitungszeit der Regelungen die Wahrscheinlichkeit von Klagen steige. Da die neuen Regelungen wohl nicht in allen Punkten eindeutig seien, werde die Auslegung durch die Gerichtsbarkeit wahrscheinlich.

Virtuelle HV nicht Ersatz sondern Ergänzung

Hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit und einer möglichen dauerhaften Einführung virtueller Hauptversammlungen sind die DVFA Mitglieder uneins. 25 Prozent würden die virtuelle Hauptversammlung grundsätzlich als dauerhafte Option für Unternehmen befürworten, gesetzt, dass technische Schwierigkeiten behoben und inhaltliche Nachbesserungen aufgrund der Erfahrungen mit den diesjährigen virtuellen Hauptversammlungen erfolgen. Weitere 27 Prozent würden sie eher befürworten, 11 Prozent stehen dem neutral gegenüber. Andererseits lehnen 17 Prozent die Beibehaltung solcher Hauptversammlungen ab, 20 Prozent lehnen dies eher ab.

Die Befürworter führen in den Kommentaren vor allem die Kostenersparnis durch die virtuelle Durchführung der Hauptversammlung an. Jene, die sie ablehnen, verweisen in Analogie zum Vergleich der virtuellen Hauptversammlung mit Geisterspielen im Fußball darauf, dass ein wichtiges Element fehle: Der Vorstand solle sich den Aktionären auch in Zukunft von Angesicht zu Angesicht stellen. Es gibt aber auch Kommentare, die für eine Kombination von virtueller und/oder Hauptversammlung mit Präsenz votieren, auf der sich Aktionäre zur Hauptversammlung online dazu schalten lassen können, oder die die virtuelle Hauptversammlung als Ergänzung, nicht als Ersatz, der gewohnten Veranstaltung sehen.

„Einmal mehr zeigt sich in den Ergebnissen der aktuellen Umfrage zur virtuellen Hauptversammlung die begrüßenswerte Kombination von lösungsorientiertem Pragmatismus einerseits und der offenen, kritischen Begleitung finanzwirtschaftlicher Innovationen andererseits“, sagt Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender des DVFA. „Die Investment Professionals des DVFA sind weit entfernt von einer heute so sehr verbreiteten Bausch-und-Bogen-Mentalität. Unvoreingenommene Analyse und rationale, differenzierte Argumente zeichnen auch diesmal die Haltung unserer Mitglieder aus.“

Presse:

Planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte. intelligent-investors.de, 14. Mai 2020

Monatsfrage: Virtuelle Hauptversammlungen unter Covid-19 - DVFA Kolumne. 4investors, 12. Mai 2020

Was die DVFA-Mitglieder von virtuellen Hauptversammlungen halten. Institutional Money, 12. Mai 2020

Hauptversammlungssaison 2020: Der Trend geht zur Schönwetter-Veranstaltung. private banking magazin, 13. Mai 2020

11. Mai 2020: DVFA spricht sich für planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte aus

Die Corona Krise wird sich nicht nur wegen der operativ schwierigen Situation vieler Unternehmen negativ auf die GuVs und Cash Flow Rechnungen des Jahres 2020 auswirken.  Zusätzlich wird sie sich auch auf Bilanzpositionen auswirken, die nicht Cash Flow wirksam sind. Unternehmen, die nach IFRS bilanzieren, werden in 2020 verstärkt außerplanmäßig Goodwill Abschreibungen auf Firmenwerte durchführen müssen, Dies wird mit entsprechenden zusätzlichen negativen Konsequenzen für deren GuV und damit auch des Eigenkapitals verbunden sein.

Wieder einmal zeigen die internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), dass sie im Falle von Krisen als Krisenverstärker wirken.

Im Falle der Finanzkrise waren es die Mark to Market Bewertungen, die bei teilweise illiquiden Märkten zu extremen Preisverwerfungen und entsprechenden Bewertungsverlusten von Finanzaktiva führten. „Bei großen Derivatepositionen führten diese Mechanismen zu teilweise nicht mehr kontrollierbaren Abwertungskaskaden und damit zur Verstärkung der Finanzkrise“, so Thorsten Müller, Mitglied des Vorstands des DVFA und Geschäftsführer der Lighthouse Corporate Finance GmbH.
Die Corona-Epidemie wirkt im Gegensatz zur Finanzkrise vor allem über die Realwirtschaft und damit über die Unternehmen. Verfügen Unternehmen über Goodwill Positionen in ihren Bilanzen, dann müssen diese nach IFRS zu Marktpreisen jährlich neu bewertet werden. Diese Marktwerte werden anhand sogenannter Cash Generating Units (CGU) auf Basis von zu diskontierenden Cash Flows ermittelt. Verliert nun eine CGU krisenbedingt an Ertragskraft, dann drohen abrupte, hohe Abschreibungen auf den Goodwill. Auch wenn diese Abwertung des Goodwills nicht liquiditätsrelevant ist, so verstärkt Sie die ohnehin in der Krise stark belastete GuV zusätzlich und ggf. auch sehr deutlich. In der Folge kommt es somit auch zu eigenkapitalbelastenden Effekten. Dies hat eine extrem negative Signalfunktion an alle Stakeholder der Gesellschaft.

Der DVFA setzt sich deshalb für eine planmäßige Abschreibung von Goodwill ein. Nur so kann verhindert werden, dass in Zeiten von Krisen keine Verstärkung von Verlustsituationen erfolgt. „Wir wünschen uns im Falle von Krisen mehr stabilisierende Elemente in der internationalen Rechnungslegung“, so Christoph Schlienkamp, geschäftsführender Vorstand des DVFA und Portfoliomamanager der GS&P Kapitalanlagegesellschaft. Aus unserer Sicht sind Jahresabschlüsse nicht ausschließlich für Investoren relevant, sondern eben auch für andere Stakeholder wie z.B. Banken, Ratingagenturen; Kunden; Lieferanten, Regulatoren oder den Staat.  Deshalb sollten Zyklen, die im Falle von Krisen zerstörerische Kräfte freisetzen können eher gedämpft als dass sie durch sehr kurzfristige Marktbewertungen verstärkt werden.

Der DVFA schließt sich deshalb der Forderung des IDW Instituts der Wirtschaftsprüfer an, dass die internationalen Rechnungsleger ihre Regeln zeitnah und dringend überprüfen sollten, um prozyklische Wirkungen von Bewertungen zu verhindern.

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Stellungnahme

Presse:

DVFA spricht sich für planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte aus - Kolumne. 4investors, 11. Mai 2020

Abschreibungen auf Goodwill? goingpublic.de, 11. Mai 2020

DVFA spricht sich für planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte aus. Institutional Money, 11. Mai 2020

DVFA spricht sich für planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte aus. BondGuide, 12. Mai 2020

DVFA-Stellungnahme: Firmenwerte in Bilanzen. DER BETRIEB, 12. Mai 2020.

07. Mai 2020: DVFA Stellungnahme zum angepassten Vorschlag des BMF zur Transaktionssteuer auf Aktien

Der DVFA fordert mit Nachdruck, die Pläne zur Umsetzung der Finanztransaktionssteuer nicht weiterzuverfolgen.

  • Flickenteppich in der Kapitalmarktregulierung
  • Zusätzliche Belastung der Sozialsysteme durch weniger Eigenvorsorge
  • Gefährdung der Eigenkapitalbeschaffung für Unternehmen 

Zur vollständigen Stellungnahme

Presse:

Stellungnahme zum angepassten Vorschlag des BMF zur Transaktionssteuer auf Aktien - DVFA Kolumne. 4investors, 07. Mai 2020

DVFA Stellungnahme zur Transaktionssteuer auf Aktien. BondGuide, 07. Mai 2020

DVFA zu Aktientransaktionssteuerplänen: "Ordnungspolitischer Fehler". Institutional Money, 07. Mai 2020

06. Mai 2020: DVFA Stellungnahme zum Zwischenbericht – Die Bedeutung einer nachhaltigen Finanzwirtschaft für die große Transformation – des Sustainable Finance Beirats der Bundesregierung

Die DVFA Kommission Governance & Stewardship begrüßt den  Zwischenbericht des Sustainable Finance Beirats, der eine gute Ausgangsbasis bietet, „Sustainable Finance“ in Deutschland ambitioniert weiterzuentwickeln. Im Interesse der fiduziarischen Aufgaben von Vermögensverwaltern sollten für die Empfehlungen des Schlussberichts jedoch noch Anpassungen und Konkretisierungen Eingang in die Diskussion des Beirates finden.

Die Kommission nimmt Stellung zu den Themenpunkten:

  • Stewardship: Umsetzung treuhänderischer Verantwortung von Investoren
  • Erleichterung von „Collaborative Engagement“ in Deutschland durch gesetzliche Klarstellung der Abgrenzungen zu „Acting-in-Concert“
  • Schaffung einer Engagementplattform in Deutschland (Vorbild z.B. Eumedion  in den Niederlanden)

Download:

Stellungnahme

Presse:

DVFA-Stellungnahme zum Zwischenbericht des Sustainable Finance Beirats. Institutional Money, 06. Mai 2020

DVFA veröffentlicht Empfehlungen für den Sustainable Finance-Beirat. ECOreporter, 06. Mai 2020 (kostenpflichtiger Content)

Berufsverband will Aktionärsdemokratie stärken. Börsen-Zeitung, 08. Mai 2020 (kostenpflichtiger Content)

30. April 2020: DVFA Kommission Immobilien: 10 Thesen zu weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Immobilieninvestmentmarkt

Die aktuell dominierende Diskussion um „Mieter-Vermieter-Stundungsaspekte“ ist nur die erste sichtbare Auswirkung auf die Immobilienbranche. Diverse weitere Wirkungswellen und indirekte Rückwirkungen der Realwirtschaft werden den Immobilieninvestmentmarkt massiv belasten – so die zentrale These der DVFA Kommission Immobilien.

Die Corona-Pandemie legt aktuell die Fragilität des Wirtschaftssystems insgesamt offen und könnte zu grundlegenden Umwälzungen führen – und auch die Immobilienwirtschaft strukturell verändern. Vor diesem Hintergrund beleuchtet die DVFA Kommission Immobilien mögliche Wirkungsketten der Pandemie in 10 Thesen. Dabei wird klar, dass es bei den aktuell sichtbaren Auswirkungen nicht bleiben wird und die Branche sich auf weitere massive Veränderungen einstellen muss. Die Einschätzung der Auswirkungen geht dabei u.a. auf Teilaspekte wie Transaktionsvolumen, Vermietungsleistung, Home-Bias/grenzüberschreitende Deal-Entwicklung, Risikoprämien, Entwicklung von Gebühreneinnahmen, Kreditvergaben im Bestand- und Neukundengeschäft, Covenants und Liquiditätsentwicklung ein. Beim Lesen wird schnell klar: ein Back-to-Normal wird es so rasch nicht geben.

Download:

Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Immobilieninvestmentmarkt/10 Thesen zu künftigen Wirkungsketten

Presse:

Zehn Thesen zu Corona-Auswirkungen auf Immobilieninvestments. DEAL MAGAZIN, 01. Mai 2020

DVFA: Immobilieninvestoren dürfen Last nicht alleine tragen. IMMOBILIEN ZEITUNG, 02. Mai 2020

Der Immobilien-Tsunami kommt erst noch. PLATOW, 08. Mai 2020 (kostenpflichtiger Content)

17. April 2020: DVFA Untersuchung zur Reporting-Qualität: Quartalsmitteilung in aktueller Form als Best-Practise-Ansatz verlässlich

Die DVFA Kommission Unternehmensanalyse hat vor dem Hintergrund veränderter Vorschriften zur reduzierten Form der Quartalsreporting-Pflicht auf europäischer Ebene für die Geschäftsquartale Q1 und Q3 eine Befragung bei in Deutschland tätigen Analystinnen und Analysten durchgeführt, um herauszufinden, ob dadurch den Anforderungen bzw. Informationsbedürfnissen sämtlicher Kapitalmarktteilnehmer – wie Analysten, Anlegern und Emittenten – tatsächlich Rechnung getragen wird. Es lässt sich festhalten, dass sich mit Einführung der neuen Regelungen zur Quartalsmitteilung die Qualität der Quartalsveröffentlichungen bei im Prime Standard gelisteten Emittenten per Saldo verbessert hat. Insofern hat sich die Quartalsmitteilung als Best-Practise-Ansatz, wie in §53 der Börsenordnung (BörsO) formuliert, bewährt.

Eine gewisse Tendenz lässt sich dennoch bei in deutschen Indizes gelisteten Emittenten feststellen, die Reporting-Qualität zu verringern und sich Wettbewerbern auf europäischer Ebene damit anzugleichen. Insbesondere Werte aus Branchen wie Konsumgüter und Einzelhandel oder Finanzwerte scheinen diesbezüglich besonders anfällig zu sein. Nach Unternehmensgrößen fällt auf, dass immerhin bei 20% der DAX-Werte eine Verschlechterung der Reporting-Qualität konstatiert wurde, während Unternehmen aus MDAX und SDAX sich per Saldo eher um Qualitätssteigerungen bemühten. War die Reporting-Qualität in der Vergangenheit bei einigen europäischen Emittenten durch die Veröffentlichung von lediglich Umsatzzahlen vergleichsweise dürftig, dürften sich einige deutsche Emittenten diesen Standards europäischer Werte zumindest annähern.
Die Gründe dafür sind vielschichtig. Während einige Emittenten immer wieder das Kostenargument für ein verringertes Reporting zu Q1 und Q3 in den Vordergrund stellen, was angesichts bereits vorhandener leistungsfähiger Controlling- und Rechnungswesentools für den unterjährigen internen Soll-Ist-Abgleich wenig plausibel erscheint, sind aus Analystensicht wahrscheinlich eher Wettbewerbsgründe zu nennen. Derjenige Emittent, der transparenter berichtet, kann auch besser von seinen Wettbewerbern und vom Kapitalmarkt analysiert werden. Gerade in Krisenzeiten wie aktuell in der Corona-Krise zeigt sich jedoch eindrucksvoll, dass eine umfassende und zeitnahe Kapitalmarktkommunikation der Emittenten zur Erhöhung der Transparenz  als vertrauensbildende Maßnahme für die Kapitalmärkte unverzichtbar ist. 

Der Verband der Investment Professionals beobachtet die aufgezeigte Entwicklung zum Aufweichen bewährter Reportingstandards daher mit großer Sorge und Skepsis. Der DVFA plädiert deshalb weiterhin vehement für die Beibehaltung der Veröffentlichungsstandards nach § 53 der Börsenordnung (BörsO) in der aktuellen und in der Praxis bewährten Form. Sollte die Deutsche Börse eine Änderung der Indexregeln dahingehend beschließen, dass die Zugehörigkeit zum Prime Standard zukünftig keine Voraussetzung für ein Listing in einem der DAX-Indizes mehr sein wird, so hielte der DVFA dies für eine vorstellbare – jedoch nicht präferierte – Vorgehensweise.

Zur vollständigen Untersuchung: DVFA zur Qualität der Quartalsberichterstattung

Zur Kommission: DVFA Kommission Unternehmensanalyse

Presse:

Analystenverband warnt vor mageren Zwischenberichten. Börsen-Zeitung, 17. April 2020

Finanzanalysten schlagen Alarm. Verband DVFA: Ausgerechnet mitten in der Wirtschaftskrise verringern viele Dax-Konzerne die Qualität ihrer Zwischenberichte. Börsen-Zeitung, 17. April 2020 (kostenpflichtiger Content)

DVFA: Aktuelle Quartalsmitteilung als Best-Practise-Ansatz verlässlich. Institutional Money, 17. April 2020

08. April 2020: DVFA veröffentlicht Tool zur ganzheitlichen Beurteilung verantwortungsvoller Geldanlagen (PRISC)

Die DVFA Kommission Sustainable Investing legt den nächsten wichtigen Baustein für nachhaltige Geldanlagen vor. Mit dem DVFA PRISC – Policy for Responsible Investment Scoring - will die Kommission die Entwicklung und Beurteilung verschiedener Ausprägungen verantwortungsvoller Investments vereinfachen. Der DVFA hat zu diesem Zweck ein Instrument zur ganzheitlichen Entwicklung und Messung von verantwortungsvoller Geldanlagepolitik von Investoren und Investmentportfolios entwickelt. „Damit werden bewusst keine Verantwortlichkeitsstufen von einzelnen Geldanlagen vorgegeben, sondern Nachfragern und Anbietern wird ermöglicht, diese selbst zu bestimmen.“, sagt Dr. Henrik Pontzen, Leiter der Kommission.

Das Instrument umfasst acht Beurteilungsdimensionen mit je drei Ausprägungen und ermöglicht deren Aggregation zu einem umfassenden Urteil. Zu den Dimensionen gehören Ausschlüsse aus Portfolios, der Anteil „guter“ sogenannter Impact-Investments, die Härte und Analysefrequenz von Anforderungen an Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsbeurteilungen (ESG) und ob und in welchem Umfang Stimmrechte ausgeübt werden bzw. aktives Engagement für Verbesserungen von Unternehmen erfolgt.

Nutzer des Tools können die Gewichtungen ändern, Kategorien hinzufügen und weitere Änderungen vornehmen. Das bedeutet auch, dass Portfolios, je nach Ausgestaltung des Tools und der genutzten Daten, sehr unterschiedlich bewertet werden können.
„Anleger, Berater und Produktanbieter sollten nicht auf regulatorische Anforderungen warten, sondern frühzeitig eine umfassende verantwortungsvolle Investmentpolitik entwickeln. PRISC vom DVFA hilft dabei, alle wichtigen Dimensionen gegeneinander abzuwägen und ermöglicht zudem eine einfache Prüfung, ob ein Produktangebot zu dieser Politik passt.“, sagt der Mitentwickler von PRISC, Prof. Dr. Dirk Söhnholz.

Hier geht es zum DVFA PRISC Tool

Informationen zur DVFA Kommission Sustainable Investing

Presse:

German asset management body launches ESG scoring tool. responsible investor, 09. April 2020

Werkzeug für verantwortliche Investoren. Handelsblatt BUSINESS BRIEFING NACHHALTIGE INVESTMENTS, auf Seite 14, 08. Mai 2020

07. April 2020: DVFA Monatsfrage: Corona-Krise wird das Wirtschaften nachhaltig verändern

Covid-19 hat eine Pandemie ausgelöst. Die Zahl der Erkrankten steigt, Menschen sterben. In vielen Teilen der Welt und auch in Deutschland ist die Wirtschaft zum Beinahe-Stillstand gezwungen. Nationale Politik und etliche Notenbanken versprechen Wirtschaft und Währung zu unterstützen. Die Investment Professionals des DVFA haben ihre eigene Meinung zu den Maßnahmen, so etwa zu den Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB), sogenannten Corona-Bonds und wie sich die Corona-Krise auf das Wirtschaften auswirken könnte.

Weitgehend einig sind sich die Befragten in der Frage, was sie grundsätzlich vom geplanten 750 Milliarden Euro schweren Anleihenkaufprogramm der EZB halten. 49 Prozent halten das Programm für richtig, weitere 29 Prozent für eher richtig. Lediglich 5 Prozent und 8 Prozent halten es für falsch bzw. eher falsch. Bemerkenswert sind die zahlreichen Kommentare der Investment Professionals. Die Befürworter halten den Anleihenkauf für eine wichtige Maßnahme, um Ruhe und Vertrauen zurück in die Kapitalmärkte zu bringen. Andere halten zwar den Umgang mit der Pandemie grundsätzlich für falsch, im Rahmen der durchgeführten Pandemiepolitik aber halten sie den Anleihenkauf für richtig. Wortreicher noch als die Befürworter haben diejenigen sich geäußert, die das Programm ablehnen. Es sei nicht Aufgabe der EZB ständig als Feuerwehr einzuspringen und sämtliche Schulden auf ihre Bücher zu nehmen, die Wirkung sei zu indirekt, statt erneut den Anleihenmarkt zu wählen, sei ein Investment in börsennotierte Aktien zielführend, heißt es in den Kommentaren.

Eingriff in den Aktienmarkt eher nicht – ESM statt Corona-Bonds

Weniger eindeutig ist das Meinungsbild unter den Investment Professionals hinsichtlich der Frage, ob die EZB, angesichts verstärkter Aktivitäten von Shortsellern während der Corona-Krise, auch am Aktienmarkt tätig werden solle. Die größte Gruppe hält dies für falsch (26 Prozent) und weitere 23 Prozent halten dies für eher falsch. Immerhin 19 Prozent sind der Ansicht, Aktivitäten der EZB am Aktienmarkt seien richtig, 17 Prozent für eher richtig. In den Kommentaren sprechen sich die Befragten für freie Preisbildung aus, die sie durch einen Eingriff der Notenbank gefährdet sehen. Short- wie Longseller gehörten eben zum Markt, allerdings gehöre Marktmanipulation verboten, Shortselling gehöre in Extremphasen verboten, sei aber Sache der Finanzaufsicht, nicht der EZB.

Befragt, was sie davon halten, sogenannte Corona-Bonds, also gemeinsame Anleihen der Euro-Länder, zu begeben, äußerten sich die meisten ablehnend und hielten es für falsch oder eher falsch (30 bzw. 23 Prozent). Immerhin 15 Prozent befürworten Corona-Bonds als richtig, weitere 21 Prozent als eher richtig. Die Frage wird auch in den Kommentaren kontrovers verhandelt. Häufig wird auf den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) verwiesen, der die Funktion von Corona-Bonds übernehmen könne und für Situationen, wie wir sie aktuell erleben, entwickelt worden sei. Abgelehnt wird auch unter Verweis auf die ungelösten Haftungsfragen für diese Anleihen. Befürworter halten die Corona-Bonds als Einmalmaßnahme für vertretbar, andere sehen in der Haftungsunion die konsequente Weiterentwicklung der Währungsunion und argumentieren, dass unser Wohlstand zum Teil auch auf dem Wohlstand anderer Nationen beruhe.

Europa braucht kein Helikoptergeld

Die Frage, wie Sie die Idee einschätzen, sogenanntes Helikoptergeld einheitlich im Euro-Raum direkt an Staaten oder Bürger auszuzahlen, um einen Corona-Crash von Handel und Industrie zu vermeiden, erregt die Gemüter der Investment Professionals der DVFA. 33 Prozent der Befragten halten es für falsch, 17 Prozent für eher falsch. Dagegen sind 15 Prozent der Meinung, die Geldverteilung sei richtig, 19 Prozent votieren für eher richtig. 16 Prozent stehen dem neutral gegenüber.

Auch in dieser Frage wurde die Kommentarfunktion eifrig genutzt, ganz überwiegend aber von jenen, die die Geldverteilung ablehnen. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass in Deutschland und auch in Europa, anders als in den USA, wo dieser Begriff erfunden wurde, soziale Sicherungssysteme die Folgen der Corona-Krise bereits abfedern. Insofern habe eine solche Maßnahme weniger Berechtigung. Ähnlich argumentieren Befragte, wenn sie kommentieren, es läge im aktuellen Fall eine Angebotskrise vor und keine Nachfragekrise, das Problem sei keines mangelnder Liquidität.

De-Globalisierung als Folge der Corona-Krise

Sehr klar ist das Meinungsbild hinsichtlich der These, dass die Corona-Pandemie das Wirtschaften zumindest in einigen wichtigen Bereichen nachhaltig verändern wird, dass beispielsweise lokale statt globale Lieferketten und Lagerhaltung statt möglichst reiner Just-in-Time-Produktion wieder an Bedeutung gewinnen. Mehr als Dreiviertel der Befragten sind entweder der Meinung diese These sei richtig (39 Prozent) oder eher richtig (45 Prozent). Für falsch halten sie 0,5 Prozent, für eher falsch 6,5 Prozent.

Digitalisierung und Infrastrukturausbau könnten Rückenwind bekommen, eine Phase der De-Globalisierung könne folgen, wird kommentiert. Andere erwarten, dass der Staat sich wieder stärker in die Wirtschaft einbringt. Auch die Befürchtung, mit der massiven Einschränkung der Grund- und Freiheitsrechte habe ein irreversibler Strukturbruch im System stattgefunden, wurde geäußert und dass wieder mehr kritische Produktion (Medizin- und Netzwerktechnik, Arzneimittel, Rüstungsgüter) in Europa, möglichst auch in Deutschland gebraucht werde. Andere halten dagegen, dass früher oder später der Kostendruck wieder dazu führe, zum Wirtschaften wie vor der Krise zurückzukehren.

„Die Umfrage unter den Mitgliedern des DVFA zeigt einmal mehr: Grundlegende wirtschaftliche Fragen sind selten einfach und reizen dazu, argumentativ die Klingen zu kreuzen, was die erfreulich aktive Nutzung der Kommentarfunktion zeigt“, sagt Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender des DVFA. „Das Meinungsbild der Investment Professionals in Deutschland hat in Sachen Corona-Krise klare Tendenzen, ist aber nicht uniform. Weitgehende Einigkeit herrscht allerdings in dem Punkt, dass nach der Krise nicht einfach weitergeht wie bisher. Die Pandemie stellt auch in der Finanzbranche infrage, was zuvor als selbstverständlich galt.“

Die DVFA Monatsfrage wendet sich an die 1.400 Mitglieder des Verbandes und widmet sich Themen, die in der Finanzbranche diskutiert werden. Die Ergebnisse der Umfrage werden regelmäßig an jedem 2. Dienstag im Monat veröffentlicht.

Presse:

DVFA: Wird die Corona-Krise das Wirtschaften nachhaltig verändern? Institutional Money, 07. April 2020

Corona-Krise wird das Wirtschaften nachhaltig verändern. BONDGUIDE, 07. April 2020

Corona-Krise wird das Wirtschaften nachhaltig verändern. FinanzNachrichten.de, 07. April 2020

Corona-Krise wird das Wirtschaften nachhaltig verändern - DVFA Kolumne. 4investors, 08. April 2020

06. April 2020: DVFA Kommission Governance & Stewardship nimmt Stellung zu den die Hauptversammlung betreffenden Änderungen des COVID-19-Gesetzes (COVID-19-G).

In Bezug auf die kurzfristig umgesetzten gesellschaftsrechtlichen Änderungen die Durchführung von Hauptversammlungen betreffend hat die DVFA Kommission Governance & Stewardship einige kritisch zu beurteilende Aspekte identifiziert, zu denen sie Stellung nimmt.

"... Grundsätzlich erachten wir die gesetzlichen Erleichterungen der heutigen Situation für angemessen. Allerdings sollte die gegenwärtige besondere Situation nicht dazu führen, dass elementare Rechte der Aktionäre - auch nicht vorübergehend - erheblich eingeschränkt werden. ..."

Zur vollständigen Stellungnahme

Die Stellungnahme ging an das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz sowie an ausgewählte Parlamentarier.

Zur DVFA Kommission Governance & Stewardship

Hauptversammlung 2020 und der Coronavirus – 5. Update. LINK Market Services, 17. April 2020

26. März 2020: Aktueller Global Financial Centres Index veröffentlicht

Frankfurt verbessert sich um 2 Plätze und bleibt damit der stärkste Finanzplatz in der Euro-Zone: Mehr

Die Top 20: Mehr

25. März 2020: "Nachhaltigkeitsratings sind besser standardisiert, als man denkt"

"ESG-Ratings taugen nichts", wird immer wieder öffentlichkeitswirksam reklamiert. Als Begründung heißt es, die Ratingagenturen kommen beim ein oder anderen Einzelwert zu unterschiedlichen Ergebnissen, die Messgenauigkeit sei also mangelhaft, die Aussagekraft unzureichend. Die DVFA Kommission Sustainable Investing hat die Stichhaltigkeit dieser Argumentation untersucht und ihr Ergebnis in einem Artikel für die Börsen-Zeitung dargelegt. Nachhaltigkeitsratings sind erstens aktuell schon deutlich besser als ihr Ruf und unterschiedliche Ergebnisse bei Analysen von Einzelwerten bei Weitem kein Grund für ein Untauglichkeitsurteil. So überrascht es beispielsweise nicht, wenn anerkannte Experten bei der Fundamentalanalysen von Unternehmen zu entgegengesetzten Ergebnissen kommen – der eine ein Wertpapier zum Kauf empfiehlt, der andere davon abrät. Warum sollte es beim ESG-Rating überraschen. Hier wie dort kommt es immer wieder auf Wertung und Gewichtung an.

Nachhaltigkeitsratings sind besser standardisiert, als man denkt. Gastbeitrag der beiden Leiter der DVFA Kommission Sustainable Investing, Dr. Henrik Pontzen und Dr. Gunnar Friede. Börsen-Zeitung vom 25. März 2020 (kostenpflichtiger Content)

Nachhaltigkeitsratings sind besser standardisiert, als man denkt (DVFA Gastbeitrag in der Börsen-Zeitung. Autoren: Henrik Pontzen und Gunnar Friede). Frankfurt Main Finance, 25. März 2020

24. März 2020: DVFA Stewardship-Leitlinien: ein Standard für die Umsetzung treuhänderischer Verantwortung von Investoren in Deutschland

Institutionelle Investoren und Asset Manager als Vermögenstreuhänder haben die Verantwortung, im besten Interesse ihrer Kunden zu handeln und auf die Unternehmen, in die sie investieren, zum Wohle aller Stakeholder einzuwirken. Durch Verfolgung des von der EU propagierten Bekenntnisses zu Sustainable Finance sollen sie auch dazu beitragen, positive Effekte für Umwelt und Gesellschaft zu erzielen. Ein fundierter Investorendialog und der Einsatz von Stimmrechten sind dabei wesentliche Mitwirkungselemente.

International hat sich für dieses erweiterte Verständnis von treuhänderischer Verantwortung der Begriff „Stewardship“ etabliert. In vielen Ländern sind Stewardship Codes als Orientierungsrahmen für institutionelle Investoren und Asset Manager zum Standard geworden. In Deutschland gibt es bisher keine gezielte Betrachtung von Stewardship. Gleichzeitig konkretisiert die Ende 2019 durch das ARUG II in deutsches Recht umgesetzte EU-Aktionärsrechterichtlinie diese Anforderungen an in Deutschland tätige Vermögenstreuhänder.

Der DVFA e.V. hat daher Stewardship-Leitlinien verabschiedet, die sich als „Best Practice“-Orientierung an die Mitglieder des DVFA richten und einen Beitrag zur Entwicklung von anspruchsvollen Standards für alle professionellen Finanzmarktakteure leisten.

Die DVFA Stewardship-Leitlinien verstehen unter Stewardship die verantwortungsvolle Allokation und aktive Betreuung der Vermögenswerte mit dem Ziel einer nachhaltigen, langfristigen Wertschöpfung für die Kunden, einschließlich der Berücksichtigung von ESG-Faktoren. Dies beinhaltet die Überwachung und den aktiven Dialog mit den Portfoliogesellschaften, die zielgerichtete Ausübung von Aktionärsrechten sowie den gesetzlich möglichen Austausch mit anderen Asset Managern.

Die DVFA Stewardship-Leitlinien wurden von der DVFA Kommission Governance & Stewardship unter Einbeziehung relevanter Stakeholder entwickelt. Die Kernelemente wurden bereits auf der zweiten DVFA Governance & Stewardship Konferenz im September 2019 diskutiert. Weitere Überlegungen von institutionellen Anlegern, Emittenten, Aktienrechtsexperten und Wirtschaftsprüfern sind in die Leitlinien als Ergebnis eines Roundtables im Februar 2020 eingeflossen.

Download:

DVFA Stewardship-Leitlinien

DVFA Stewardship Guidelines

Presse:

DVFA legt Stewardship-Leitlinien fest. intelligent-investors.de, 09. April 2020

DVFA Stewardship-Leitlinien: Standard für die Umsetzung treuhänderischer Verantwortung von Investoren. CORPORATE FINANCE, 24. März 2020

12. März 2020: DVFA begrüßt erweiterte EPRA Performance Indikatoren - Mehr Transparenz durch neue NAV-Kennzahlen

Die „European Public Real Estate Association“ (EPRA) hat ihre Empfehlungen zur Berechnung des Nettoinventarwertes („Net Asset Value“, NAV) für börsennotierte Immobiliengesellschaften überarbeitet.i Ab dem Berichtsjahr 2020 werden die seit 2003 in der Branche etablierten Definitionen des sog. „EPRA NAV“ und des „Triple Net NAV“ durch drei neue Kennzahlen ersetzt. Die DVFA Kommission Immobilien begrüßt diese Umstellung. EPRA trägt mit der Anpassung gezielt den Veränderungen im europäischen Immobiliensektor, wie beispielsweise der Einführung einer REIT-Gesetzgebung im Vereinigten Königreich sowie in Deutschland, aber auch den inzwischen weiter ausdifferenzierten Geschäftsmodellen und Finanzierungsstrategien der Unternehmen Rechnung. Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der DVFA Kommission Immobilien und EPRA werden am 01. Juli 2020 in Frankfurt die Neuerungen vorgestellt.

Im Folgenden werden die wesentlichen Merkmale der neuen Kennzahlen näher beschrieben und kurz mögliche Auswirkungen auf die berichteten Nettoinventarwerte diskutiert. Gem. EPRA soll jedes Unternehmen für sich definieren, welche der drei neuen Kennzahlen die relevanteste für das eigene Geschäftsmodell ist. Jene sollte dann in den Veröffentlichungen entsprechen präsent dargestellt werden.

Drei statt zwei – Erweiterung der NAV-Kennzahlen

Ausgangpunkt für die Überlegungen zu einem fairen Wert einer Immobilienaktiengesellschaft bildet im Allgemeinen das Eigenkapital der Gesellschaft nach IFRS.ii Rechnerisch ergibt sich das IFRS Eigenkapital aus den zu Marktwerten bewerteten Immobilien und sonstigen Vermögenwerten der Gesellschaft, abzüglich aller Verbindlichkeiten. Ziel der von EPRA empfohlenen Anpassungen dieses bilanziellen Eigenkapitals ist die Erhöhung der Transparenz und damit der Relevanz der ausgewiesenen Kennzahlen für Investoren. Insbesondere die Abkehr von der reinen Bankenfinanzierung zu Gunsten einer eher kapitalmarktorientierten Fremdfinanzierung und die Entwicklung von passiven zu verstärkt aktiv gemanagten Immobilienbeständen legt eine Betrachtung der ausgewiesenen Nettoinventarwerte aus unterschiedlichen Perspektiven nahe.

EPRA NTA (Net Tangible Assets)

Im Zentrum der neuen Kennzahlen steht der EPRA NTA, der eine Weiterentwicklung des bisherigen EPRA NAV‘s darstellt. Die Kennzahl legt den Schwerpunkt auf die Ermittlung der materiellen Vermögenswerte des Immobilienunternehmens und hat dadurch eine hohe Aussagekraft für die Anleger. EPRA stellt nunmehr klar, dass nach diesem Konzept weder der Goodwill (immaterieller Firmenwert aus Übernahmen) noch andere Immaterielle Vermögenswerte in diese Bewertung einfließen. Außerdem sind Fair Values von Finanzinstrumenten wie Hybridanleihen, Vorzugsaktien oder Wandelschuldverschreibungen aus dem Eigenkapital zu bereinigen. Gleichzeitig bietet das EPRA NTA Konzept eine flexiblere Betrachtung der latenten Steuern („capital gain tax liability“ / „deferred tax“) als die Vorgängerdefinition. Insgesamt gibt es hier drei Varianten: (1) Unternehmen können pauschal 50% der passiven latenten Steuern im Eigenkapital bereinigen oder alternativ (2) jenen Teil der latenten Steuern, bei dem nachgewiesen werden kann, dass die zugehörigen Objekte auf lange Sicht nicht verkauft werden sollen. (3) Als dritte Möglichkeit kann für jenen Teil des Portfolios, für den nachgewiesen werden kann, dass die zugehörige latente Steuer nur teilweise anfallen wird, diese entsprechend reduziert werden (zugehörige Berechnung muss angegeben werden sowie auch Nachweis durch zuletzt erfolgte Transaktion). Damit wird dem passiven Bestandshalter ebenso Rechnung getragen, wie Unternehmen, die einen aktiveren Portfoliomanagement Ansatz („buy and sell assets“) verfolgen. Insbesondere muss beim EPRA NTA noch der genau Umfang der Einbeziehung von Erwerbsnebenkosten („real estate transfer tax“) erfolgen.

EPRA NRV (Net Reinstatement Value)

Diese Kennziffer beschreibt ein bestandshaltendes Unternehmen, das grundsätzlich keine Immobilien verkauft und auf den Werterhalt des Portfolios konzentriert ist („never sell assets“). Der wesentliche Unterschied zum NTA Konzept ist, dass unter dem NRV Ansatz alle Positionen berücksichtigt werden, die beim Aufbau des Portfolios angefallen sind. Die zentrale Fragestellung lautet also, was würde es heute kosten, das gleiche Unternehmen bzw. Immobilienportfolio noch einmal „aufzubauen“. Im NRV Konzept sind vor diesem Hintergrund der Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte ebenso wie die in größerem Umfang einfließenden Erwerbsnebenkosten (insb. die Grunderwerbssteuer) als werthaltig zu berücksichtigen. Latente Steuern werden hingegen nicht abgezogen.

EPRA NDV (Net Disposal Value)

Zu guter Letzt betrachtet die neue Kennzahl EPRA NDV den Nettoinventarwert in einem Liquidationsszenario („disposal scenario“). Laut EPRA soll der Investor darüber informiert werden, welchen aktuellen Zeitwert Verbindlichkeiten und Vermögenswerte aufweisen, wenn sie nicht bis zur jeweiligen Endfälligkeit gehalten werden. Wesentlicher Unterschied zur NTA Kennzahl ist der vollständige Abzug latenter Steuern und die Berücksichtigung der Zeitwerte von Festverzinslichen Krediten und anderen finanziellen Instrumenten. Erwerbsnebenkosten werden hier nicht berücksichtigt.

Umsetzung und erwartete Auswirkungen

Die überwiegende Anzahl der kapitalmarktorientierten Immobilienunternehmen wird die neuen Kennzahlen erstmalig mit den Jahresergebnissen für 2020 berichten. Die EPRA Guidelines beziehen sich nur auf volle Berichtsjahre. Geht man davon aus, das der EPRA NTA die größte Aussagekraft für Kapitalanleger hat, ist ceteris paribus mit einer Reduktion der ausgewiesenen Nettoinventarwerte zu rechnen. Das wird im Wesentlichen am Ausschluss von Goodwill und an der eingeschränkten Hinzurechnung der latenten Steuern liegen. Allerdings zieht EPRA mit dieser neuen Definition lediglich mit der gängigen Praxis vieler institutionellen Anleger und Analysten gleich, die auch in der Vergangenheit schon entsprechende Bereinigungen der alten EPRA NAVs vorgenommen haben. Insofern ist die Aktualisierung der Kennzahlen zwar zu begrüßen, der wahrscheinliche Einfluss auf Investitionsentscheidungen und damit auf die Kursentwicklungen einzelner Unternehmen aber auch nicht über zu bewerten. In der Umsetzung werden noch Teilbereiche wie bspw. die genaue Behandlung der Erwerbsnebenkosten (ausgehend von angefallenen Kosten bzw. in den Gutachten enthaltenen Positionen) genauer zu präzisieren sein. Spannend könnte es auch werden, wenn der NDV den höchsten Wert ausweist – das wäre ja per Definition ein Argument für die Zerschlagung/Abwicklung der Gesellschaft (ohne jedoch die Kosten dafür auf Ebene des Unternehmens zu berücksichtigen). Auch sollte die Beurteilung der Passivseite ggf. noch weiter gehen und auch Aspekte wie die Refinanzierung am Laufzeitende von Krediten mit einpreisen. Auch ist anzumerken, dass die bisher im EPRA NNNAV und im neuen NDV vorgenommene Marktbewertung der Schulden in den zwei neuen Kennzahlen NTA und NRV fehlt und dies systematisch einen Bruch zu Aktivseite der Bilanz darstellt, da zwar das Immobilienvermögen zum Fair Value berücksichtigt wird, die entsprechenden Finanzierungen hingegen nur bedingt. 

Am 01. Juli 2020 stellen die DVFA Kommission Immobilien und EPRA die neuen EPRA Performance Indikatoren vor und informieren über die EPRA Sustainability Best Practices Recommendations Guidelines.

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i EPRA European Public Real Estate Association, Best Practices Recommendations, October 2019.
ii Internationale Rechnungslegungsstandards sog. International Financial Reporting Standards (IFRS).

Zur DVFA Kommission Immobilien

Presse:

EPRA Performanceindikatoren: mehr Transparenz mit neuen NAV-Kennzahlen. Institutional Money, 12. März 2020

10. März 2020: DVFA Monatsfrage: EZB Strategieüberprüfung ist richtig – Befragung der Öffentlichkeit aber übertrieben

Die Europäische Zentralbank überprüft ihre Geldpolitik nach rund 17 Jahren erstmalig wieder grundsätzlich und will dies bis Ende 2020 abgeschlossen haben. In der Öffentlichkeit ein umstrittener Zeitplan. Unter den Investment Professionals in Deutschland stößt der Zeitplan auf breite Zustimmung. Bei einzelnen Fragen zur Ausrichtung der Geldpolitik gibt es aber unterschiedliche Auffassungen. Dies ergab die Umfrage der DVFA.

Inflationsziel ohne klares Meinungsbild

Insgesamt halten 89 Prozent der Befragten den Zeitplan für ausreichend (sehr gut, das ist genug Zeit) oder für gut, aber ambitioniert. Befragt nach dem Inflationsziel der Notenbank gehen die Meinungen auseinander. Die größte Gruppe (39 Prozent) sind der Meinung, das Inflationsziel sollte 2 Prozent betragen, verbunden mit einem Toleranzband. Immerhin noch 19 Prozent sind für die Beibehaltung des Inflationsziels von „unter, aber nahe bei 2 Prozent“. 18 Prozent hielten es für richtig, dass die Ziel-Teuerung deutlich unter 2 Prozent gesetzt werden soll, um sich der Teuerung der vergangenen Jahre anzupassen. Immerhin noch 14 Prozent der Befragten sind der Auffassung, es solle symmetrisch bei 2 Prozent liegen, also nach längerer Zeit unter 2 Prozent auch eine gute Weile über diesem Wert liegen dürfen. 10 Prozent halten keinen dieser Vorschläge für angemessen.

Befragt nach ihrer Meinung, wie sie die Überlegung einschätzen, die EZB solle eine Rolle im Kampf gegen den Klimawandel übernehmen und etwa beim Anleihenkaufprogramm Klimaaspekte in die Geldpolitik mit einbeziehen, antworteten 58 Prozent sie hielten diese Überlegungen für falsch oder eher falsch. 42 Prozent dagegen halten diese für richtig oder eher richtig. Erwähnenswert, dass die größte Gruppe (37 Prozent) die eindeutige Meinung vertreten, die Überlegungen seien falsch.

Öffentlichkeit und Politik in Strategiedebatte eher nicht erwünscht

Eindeutiger antworteten die Investment Professionals in Deutschland auf die Frage, was sie von der Einbeziehung von selbst genutztem Wohnraum in die Inflationsmessung halten. 40 Prozent halten das für richtig, weitere 32 Prozent für eher richtig. Lediglich 10 Prozent halten das für falsch, 18 Prozent für eher falsch.

Dagegen lehnt eine deutliche Mehrheit die Einbeziehung der Öffentlichkeit und der Politik in die Debatte um die künftige Strategie der EZB-Politik ab. 35 Prozent halten das für falsch, 29 für eher falsch, nur 14 Prozent würden dies klar befürworten. In den Kommentaren wird mehrfach auf die Unabhängigkeit der Notenbank verwiesen.

Sehr eindeutig äußerten sich die Investment Professionals auf die Frage, was sie vom Bemühen der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde um eine einheitlicher Kommunikation der EZB-Politik durch die nationalen Notenbank Gouverneure in der Öffentlichkeit halten, wenn im Gegenzug die interne Debattenkultur der EZB gestärkt würde. 39 Prozent halten diese Bemühungen für richtig, 40 Prozent für eher richtig, nur 8 Prozent halten sie für falsch.

„Das Thema geldpolitische Strategie bewegt unsere Mitglieder. Das zeigt die auffallend hohe Zahl der abgegebenen, engagierten aber sehr sachlichen und begründeten Kommentare, die in der Sache die Ergebnisse der Umfrage weitgehend spiegeln“, sagt Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender des DVFA. „Die Umfrage belegt, dass eine Diskussion um das Inflationsziel der EZB zu führen ist und dass die Einbeziehung von selbst genutztem Wohnraum bei der Inflationsmessung klar befürwortet wird. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen aber vor allem: Die Überprüfung der Strategie der EZB ist an der Zeit.“

Presse

EZB-Strategieüberprüfung richtig, Befragung der Öffentlichkeit nicht. Institutional Money, 10. März 2020.

EZB Strategieüberprüfung ist richtig - Befragung der Öffentlichkeit aber übertrieben - DVFA Kolumne. 4investors.de, 10. März 2020

EZB Strategieüberprüfung ist richtig - Befragung der Öffentlichkeit aber übertrieben - DVFA Kolumne. finanznachrichten.de, 10. März 2020

28. Februar 2020: Klaus Beinke wird neuer Geschäftsführer der DVFA GmbH

Mit dem 1. April tritt Klaus Beinke die Geschäftsführung der DVFA GmbH an. Der ausgewiesene Weiterbildungsexperte für den Finanz- und Bankenbereich kommt mit einer mehr als 25-jährigen Berufserfahrung, zuletzt als Vizepräsident der Frankfurt School of Finance and Management, zur DVFA Finanzakademie.

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und bin überzeugt, dass wir die Erfolgsgeschichte der DVFA Finanzakademie weiterschreiben werden", so Klaus Beinke.

Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender des DVFA e.V.: „Mit Klaus Beinke haben wir einen erfahrenen Experten für unsere Finanzakademie gewonnen, auf dessen Kenntnisse wir setzen und von dessen Erfahrungen wir im zweifelsohne schwierigen Weiterbildungsmarkt profitieren werden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche ihm auch im Namen des gesamten DVFA Vorstands viel Erfolg!"

Presse

Klaus Beinke ist neuer Geschäftsführer der DVFA. DEAL Magazin, 28. Februar 2020

Neuer DVFA-Geschäftsführer startet mit 1. April 2020. Institutional Money, 28. Februar 2020

Berufsverband DVFA findet neuen Chef für Finanzakademie. Börsen-Zeitung, 29. Februar 2020, kostenpflichtiger Content

DVFA mit neuem Geschäftsführer. portfolio institutionell, 2. März 2020

11. Februar 2020: DVFA Monatsfrage: Gute Unternehmensführung ist Schlüssel zum Erfolg und zu Nachhaltigkeit

DVFA - der Verband der Investment Professionals befragt jeden Monat seine Mitglieder zu Themen und Entwicklungen, die in der Finanbranche diskutiert werden.

Die DVFA Monatsfrage wendet sich an die 1.400 Mitglieder des Verbandes und widmet sich Themen, die in der Finanzbranche diskutiert werden. Die Ergebnisse der Umfrage werden regelmäßig an jedem zweiten Dienstag im Monat veröffentlicht.

Hier die Ergebnisse zur Februarfrage - Governance, Unternehmenserfolg, Nachhaltigkeit:

Ohne gute Unternehmensführung gibt es auf lange Sicht keinen Erfolg. Davon ist die überwiegende Mehrheit des Verbandes der Investment Professionals in Deutschland (DVFA) laut einer Umfrage unter den 1.400 Mitgliedern überzeugt. Auf die Frage: Ist gute Governance oder Unternehmensführung notwendig für den langfristigen Erfolg von Unternehmen? antworteten 69 Prozent der Umfrageteilnehmer mit „stimme zu“, weitere 24 Prozent wählten die Antwort „stimme eher zu“. In den Kommentaren wurde auch darauf hingewiesen, dass gute Unternehmensführung zwar eine notwendige Voraussetzung, jedoch keine Garantie für Erfolg sei.
Klare Verhältnisse gab es auch bei einer weiteren Einschätzung. Befragt nach ihrer Bewertung der Aussage „Governance ist der Schlüssel für eine überzeugende Nachhaltigkeit in Unternehmen“ stimmten beachtliche 85 Prozent zu oder zumindest eher zu. Damit zeigt sich sehr deutlich, dass gute Unternehmensführung bei der Bewertung von Unternehmen nach Ansicht der Investment Professionals in Deutschland von Bedeutung ist, sowohl hinsichtlich des langfristigen Erfolgs als auch der Nachhaltigkeit des Wirtschaftens.

Weniger eindeutig war das Meinungsbild bei der Frage: „Nehmen Nachhaltigkeitsthemen mittlerweile einen ausreichend hohen Stellenwert im regulären Dialog mit den Unternehmen (Roadshows, Capital Market Days,…) ein?“ Mit „Ja“ antworteten 22,2 Prozent der Teilnehmer, 33,2 Prozent mit „eher ja“. Die Antworten „neutral“ und „eher nein“ erhielten jeweils 21,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. In den Kommentaren zur Frage wurde darauf hingewiesen, der Dialog werde mit sehr großen Unterschieden und oft als „Pro-Forma-Muss-Thema“ behandelt, oder ohne konkrete Aussage besprochen.

„Die Umfrage zeigt zunächst ganz klar, welch hohe Bedeutung jene, die sich professionell mit dem Thema Finanzen befassen, guter Unternehmensführung als Schlüssel für Nachhaltigkeit und Unternehmenserfolg beimessen“, sagt Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender des DVFA. „Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass das Thema Nachhaltigkeit Eingang in den Dialog mit den Unternehmen gefunden hat, der vielleicht an der einen oder anderen Stelle intensiviert werden kann.“

Presse:

Gute Unternehmensführung ist Schlüssel zu Erfolg und Nachhaltigkeit. Institutional Money, 11. Februar 2020

10. Februar 2020: firstfive-gala

First Five
First Five


Roger Peeters, Mitglied des DVFA Vorstands, hielt einen Vortrag zur Entwicklung der Aktienanalyse im Zeitalter der Digitalisierung auf der firstfive-gala mit Ehrung der Vermögensverwaltungen des Jahres 2020.

8. Januar 2020: Iran-Konflikt: So reagiert der Markt - so könnte es weitergehen

DVFA Vorstandsvorsitzender Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ BANK, erklärt im Interview mit Moderatorin Viola Grebe, wie er geopolitische Risiko-Faktoren aktuell einschätzt und wo weitere Krisenherde liegen könnten. Was er in diesem Jahr von den Notenbanken erwartet, was beim Zollstreit und Brexit demnächst auf dem Terminkalender steht und wie er die Marktlage dementsprechend für 2020 einschätzt, mehr dazu im vollständigen Interview. 

Zum Interview

09. Januar 2020: DVFA Studie zu Sustainable Development Goals: Anbieter, Methoden, Daten und Output im Überblick

Die Ausrichtung an den „Sustainable Development Goals“ (SDGs) der Vereinten Nationen ist nicht so einfach, wie es den Anschein hat, und erfolgt bis heute sehr uneinheitlich. Eine aktuelle Studie der DVFA Kommission Sustainable Investing zur SDG-Auswirkungsmessung bietet einen Marktüberblick über die derzeit verfügbaren Messungen, Analysetools sowie Anbieter und hält einige Einschätzungen und Empfehlungen bereit.

Die Autoren der Studie, Christoph Klein und Dr. Rupini Rajagopalan, halten die 17 Nachhaltigkeitsziele aus dem Jahr 2015, obwohl zur Bewertung von Staaten eingeführt, für einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu effektiven nachhaltigen Investitionen in Unternehmen. Die SDGs haben aus ihrer Sicht das Potential, den Fokus der Marktteilnehmer und der Wissenschaft auf den Zweck und die positiven Auswirkungen von Investitionen zu verlagern. Bislang werde die Umsetzung von ESG-Überlegungen allerdings eher als umsichtiges Risikomanagement betrachtet.
Klein und Rajagopalan gehen folgenden Fragen nach: Wie können die SDG bezogenen Auswirkungen von Finanzinstrumenten und Fonds gemessen werden? Was wird eigentlich gemessen? Was ist die definierte Methodik? Welche Arten von Daten werden benötigt? Was ist der analytische Output?

Die Studie bietet einen Marktüberblick, versteht sich aber nicht als Empfehlung für den einen oder anderen Anbieter. Das DVFA Papier konzentriert sich auf die zwölf Anbieter, die aus Sicht der Autoren ihre Tools einer breiteren Kundenbasis anbieten.

Unabhängig von den unterschiedlichen Methoden zur Messung werten die Autoren die SDGs positiv, da Unternehmen und Finanzmärkte eine gemeinsame Sprache für ein zweckorientiertes Ziel haben. Aus Sicht der Anleger halten es Klein und Rajagopalan für wichtig, dass mehr Klarheit darüber bestehe, wie die SDGs zur Messung des positiven Impacts von Investitionen genutzt werden können. Die Unternehmen müssten darüber hinaus auch bessere Impact-Daten liefern, die den Investoren zur Verfügung stehen.

Da die Messung der Auswirkungen aus Sicht der Autoren noch nicht standardisiert ist, sei es von Bedeutung, dass das Wachstum der Auswirkungen der Unternehmen auf Umwelt und Gesellschaft kontinuierlich gemessen werden. Zum Ende ihrer Studie empfehlen die Autoren folgende Schritte, um Klarheit und Standardisierung für Datenanbieter, Unternehmen und Investoren zu schaffen und um „SDG Washing“ zu beenden:

  • Nennen Sie die Quellen der Information.
  • Wenn die Zahlen nur Schätzungen sind, geben Sie an, wie diese Zahlen berechnet wurden.
  • Seien Sie transparent in Bezug auf die Methodik und die Argumentation bei der Zuordnung der SDGs.
  • Achten Sie auf Konsistenz der Wirkungskennzahlen und Begründungen, wenn es zu einer Änderung der Methodik kommt.
  • Um die Veränderung der Auswirkungen gegenüber dem Vorjahr darzustellen, sollten Sie die gleiche Methodik der Berechnung des Impacts anwenden, also entweder die Nettoauswirkung oder z.B. den Umsatz mit SDG Impact.

Downloads:

DVFA Studie SDG-Auswirkungsmessung

DVFA Study SDG Impact Measurement

Presse:

Große Studie zu Sustainable Development Goals (SDGs) veröffentlicht. Institutional Money, 09. Januar 2020

Impact measurement requires more clarity, says German study. EXPERT INVESTOR, 13. Januar 2020

27. November 2019: DVFA Corporate Governance Scorecard - Auswertung der Untersuchung 2019 - Hohes Erfüllungsniveau, aber weiteres Verbesserungspotenzial - neben DAX auch MDAX analysiert

Mit der DVFA Scorecard for Corporate Governance wurden bereits zum vierten Mal die im DAX gelisteten Unternehmen analysiert und erstmals auch der MDAX ausgewertet. In der Analyse berücksichtigt sind Unternehmen, die zum 30. September den beiden Indizes angehörten. Über 40% der Unternehmen machten von der Möglichkeit Gebrauch, die sachliche Richtigkeit der Analyse zu überprüfen.

Grundsätzlich kann ein hohes Erfüllungsniveau festgestellt werden, allerdings gibt es erkennbare Unterschiede innerhalb der Indexzugehörigkeit und der Kapitel. Im DAX erreichten nur 6 Unternehmen das Prädikat „hervorragend“: Deutsche Börse auf Platz 1, Platz 2 teilen sich RWE und Munich Re, Siemens auf Platz 3, BASF Platz 4 und SAP Platz 5. Im Vorjahr gelang es dagegen noch keinem Unternehmen, in die höchste Bewertungskategorie zu kommen. Mit der Wertung „sehr gut“ sind dieses Jahr 14 Unternehmen vertreten.

Im MDAX ist das Niveau im Durchschnitt etwas schlechter, so erreicht kein Unternehmen die höchste Kategorie und nur die besten 6 Unternehmen die Wertung „sehr gut“: ProSieben auf Platz 1, Thyssenkrupp und Aurubis gemeinsam auf dem 2. Platz, Commerzbank und Aareal Bank teilen sich Platz 3, auf Platz 4 folgt Osram.

Verbesserungspotenzial ist im MDAX bezüglich der Veröffentlichungen zu den Anregungen des Kodex dringlich.

Die DVFA Scorecard ist mittlerweile bei Emittenten etabliert. Sie soll als Ansatzpunkt für einen fundierten Dialog zur Umsetzung guter Governance verstanden werden. Die DVFA Kommission Governance & Stewardship strebt eine sachliche Diskussion über die Qualität von Corporate Governance an, jenseits von einfachen Checklisten.

Die DVFA Kommission Governance & Stewardship wird die Scorecard an die geänderte Struktur des Deutschen Corporate Governance Kodex und an ARUG II anpassen. Die Auswertung soll im nächsten Jahr auf den SDAX erweitert werden, um in weiteren Börsensegmenten signifikante Verbesserungen der Corporate Governance zu bewirken.

Die DVFA Scorecard for Corporate Governance wird von Allianz Global Investors, Deka Investment, DJE Kapital, DWS Investment, Lloyd Fonds und Union Investment unterstützt. Die Datenerhebung erfolgte durch Governance & Values.

Presse:

Deutsche Börse ist Governance-Sieger. Börsen-Zeitung, 27. November 2019

Dax-Konzerne holen in der Governance auf. Börsen-Zeitung, 27. November 2019, kostenpflichtiger Content

Weitere Informationen:

DVFA Kommission Governance & Stewardship

14. November 2019: DVFA Mitglieder Talk - Ergebnisse des German Debt Projects 2019

Just
Gettogether

Themen und Networking - exklusiv für DVFA Mitglieder

14. November 2019 | 17:30 - 19:30 Uhr | DVFA Center Frankfurt

German Debt Project 2019 - Ergebnisse der Studie (IRE|BS)

Referent: Prof. Dr. Tobias Just FRICS, Geschäftsführer, IRE│BS Immobilienakademie GmbH und Mitautor des GDP

Die IRE|BS-Studie basiert auf umfangreichen Datenauswertungen und über 20 Interviews mit finanzierenden Banken. Die vorgestellten Daten und Analysen fassen die Portfolioinformationen der teilnehmenden Banken sowie deren Einschätzungen zusammen.

Die Immobilienmärkte befinden sich in einem nun schon zehn Jahre anhaltenden Aufschwung. Die Gewerbeimmobilienmärkte (inklusive institutioneller Wohnungsmarkt-Transaktionen) sind von diesem Aufschwung ebenfalls begünstigt. Die Mieten steigen, die Preise allerdings noch stärker und viele Investoren erkennen in deutschen Immobilien bis zuletzt sichere Anlagealternativen – zumindest in Relation zu möglichen Alternativen.
Doch in den letzten Monaten gab es vermehrte Risikosignale: die Konjunktur schwächt sich ab, die Notenbanken haben Zinsänderungen in die Zukunft verschoben, die Politik reagiert zunehmend hektisch auf konkrete Bedarfe, und es ist eine zunehmend emotional geführte Diskussion um überzogene Entwicklungen auf Teilmärkten entbrannt.

  • Welche dieser Entwicklungen nehmen Finanzierer ernst, welche Teilmärkte stehen in ihrer Gunst und welche ggf. nicht?
  • Wie ist die Wettbewerbssituation zwischen den Banken, und welche Konditionen lassen sich vereinbaren?
  • Was sind die hiermit verbundenen Implikationen für die Stabilität der Gewerbeimmobilienfinanzierungen in Deutschland?

Diese und weitere Fragen wurden beantwortet und diskutiert.

Zum weiterführenden Austausch gab es Gelegenheit beim traditionellen DVFA Get-together im Anschluss.

Im Rahmen der DVFA Selbstauskunft erhalten Sie für diese Veranstaltung 2 Credit Points.

12. November 2019: 14. DVFA Immobilien Forum "Änderungssignale am Horizont - Was die Branche im nächsten Jahr bewegen wird!" Über 150 Teilnehmer beim diesjährigen Branchentreff

Presse:

Bundesbank weist auf Risiken des Immobilienbooms hin. Börsen-Zeitung, 13. November 2019, kostenpflichtiger Content

Bundesbank bemängelt Datenlage im Immobiliensektor. Thomas Daily, 13. November 2019

Es gibt Risiken, aber sie sind noch nicht spürbar. IMMOBILIEN ZEITUNG, 21. November 2019, evtl. kostenfreie Registrierung erforderlich

Publikum
CMB SB

5. November 2019: Geschäftsführer Ralf Frank wird DVFA zum Jahresende verlassen

Konsequente Öffnung des Berufsverbands zu neuen Themen und Berufsbildern vorangetrieben

Ralf Frank, amtierender Geschäftsführer der DVFA GmbH, wird sein Amt zum 31. Dezember 2019 auf eigenen Wunsch niederlegen. Das gab der Berufsverband heute bekannt. Frank trat 2002 in die DVFA ein. 2004 übernahm er die Geschäftsführung und hat seitdem die Weiterentwicklung der DVFA durch den Ausbau bestehender und den Aufbau neuer Ausbildungsprogramme sowie eine wesentliche Verbreiterung der Themen erfolgreich vorangetrieben.
 
Ralf Frank hat während seiner Amtszeit wichtige Richtungsentscheidungen und Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der DVFA mitinitiiert und begleitet. Die DVFA hat sich in dieser Zeit von einer primär auf Finanzanalysten ausgerichteten Interessenvertretung zu einem Berufsverband aller Investment Professionals in Deutschland entwickelt. Inhaltlich hat Frank vor allem in der jüngeren Vergangenheit die Öffnung der DVFA zu Entwicklungen in den Bereichen Financial Data Science und nachhaltige Investments getrieben und den Verband damit frühzeitig in zwei für die Zukunft der Branche entscheidenden Themen positioniert.
 
Ralf Frank: „Gemeinsam mit dem Team der DVFA-Geschäftsstelle, dem Vorstand und den Mitgliedern haben wir einen langen Weg erfolgreich zurückgelegt. Dafür möchte ich allen von Herzen danken. Ich wünsche der DVFA weiterhin viel Erfolg und werde der Branche auch in Zukunft eng verbunden bleiben."

Der Vorstand der DVFA bedauert den Weggang von Ralf Frank und bedankt sich bei ihm für sein langjähriges Engagement, sagt Stefan Bielmeier, Vorsitzender des Vorstands der DVFA. „Wir wünschen ihm für seine persönliche und berufliche Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg."

1. November 2019: 1. DVFA Geldpolitik Forum

Das 1. DVFA Geldpolitik Forum "Die zukünftige Geldpolitik im Euroraum: Neubeginn oder weiter wie gehabt?" fand große Resonanz in der Presse.

Presse:

Schwere Aufgabe für die neue EZB-Präsidentin - das könnte sich unter Christine Lagarde ändern. FAZ (kostenpflichtig), 1. November 2019

Professoren contra EZB-Präsidentin. Handelsblatt, 1. November 2019

Emotionaler Streit über EZB-Politik. BZ (kostenpflichtig), 1. November 2019.

Frankfurter Ökonom Wieland verteidigt EZB-Inflationsziel von knapp 2%. finanznachrichten.de, 31. Oktober 2019

Deutsche Ökonomen hoffen auf mildere EZB-Politik. märkte-weltweit, 31. Oktober 2019

Leipziger Ökonom Schnabel: EZB sollte Asset-Preise berücksichtigen. finanztreff, 31. Oktober 2019

24. Oktober 2019: Umfrage DVFA/SMS Strategic Management Solutions: Investment Professionals räumen mit Vorurteilen bei der Bewertung von Fusionen und Übernahmen auf

Unternehmensanalysten in Deutschland setzen sich kritisch mit M&A-Transaktionen auseinander. Der zweite Teil der im Herbst 2018 begonnenen, groß angelegten Befragung der DVFA und der Unternehmensberatung SMS Strategic Management Solutions, wurde im April 2019 durchgeführt und befasst sich mit dem Thema „Auswirkungen von Fusionen und Übernahmen“. Er ist eine Ergänzung zum ersten Teil der Umfrage, bei der zunächst die Bewertung der Transaktionsstruktur und -finanzierung von Fusionen und Übernahmen aus Analystensicht untersucht wurde.

„Die Untersuchungsergebnisse sind auch diesmal hoch interessant. So können wir unter anderem mit zwei klassischen Vorurteilen aufräumen: Dass den Kapitalmarktteilnehmern Mitarbeiterreduzierungen besonders wichtig seien und dass eine kurzfristige Erreichung von Ergebniszielen im Vordergrund stünde“, sagt Christoph Schlienkamp, Vorstand des DVFA und Leiter der DVFA Kommission für Unternehmensanalyse. „Beides können wir in den Bereich der Legenden verweisen.“

Zur Umfrage

Presse

Investment Professionals räumen mit Vorurteilen bezüglich M&A auf. Institutional Money, 24. Oktober 2019

16. Oktober 2019: 8. DVFA Asset Management Forum "Asset Management in stürmischen Zeiten"

Über das 8. DVFA Asset Management Forum "Asset Management in stürmischen Zeiten" berichtet heute die Börsen-Zeitung mit zwei Artikeln. Ebenso das Handelsblatt.

Presse:

Strategie lautet "Muddling through". Börsen-Zeitung (kostenpflichtiger Content), 17. Oktober 2019

Wir haben ein nicht funktionierendes Pensionssystem. Börsen-Zeitung (kostenpflichtiger Content), 17. Oktober 2019

Zweifel an der Geldpolitik der EZB: Was raten Fondsmanager jetzt Anlegern raten. Handelsblatt, 17. Oktober 2019

15. Oktober 2019: DVFA / IR Club: Social Media bei europäischen Kapitalmarktprofis deutlich im Aufwind

Europäische Investment Professionals sind zunehmend offen für die Nutzung von Social Media und erwarten, dass Social Media für die Informationsverbreitung und den Dialog unter Kapitalmarktakteuren weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Laut der Umfrage "Social Media Survey 2019", die vom DVFA und dem IR Club gemeinsam durchgeführt wurde, erachten 58 % der befragten Analysten und Investoren Social Media als zumindest teilweise wichtig.

Weitere Ergebnisse:

  • Jeder Dritte verfasst eigene Beiträge in Social Media. 
  • 47 % der Befragten wurden durch Social-Media-Beiträge dazu motiviert, weitere Recherchen zu einem Thema zu machen.
  • 88 % der europäischen Investment Professionals betrachten die Unternehmenswebsite als nützliche Informationsquelle.
  • LinkedIn ist für knapp jeden zweiten Umfrageteilnehmer der Social-Media-Kanal, den Unternehmen für die Kommunikation nutzen sollten.
  • Sollte der persönliche Direktkontakt nicht möglich sein, wird der Dialog per E-Mail von den Befragten deutlich präferiert.

Zur Umfrage

Presse

Europäische Kapitalmarktprofis über die Bedeutung von Social Media. institutional money, 15.10.2019

10. Oktober 2019: Stellungnahme des DVFA zur geplanten Finanztransaktionssteuer

DVFA - Der Berufsverband der Investment Professionals (Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management) fordert ebenso wie andere Fachverbände (etwa das Deutsche Aktieninstitut oder der Deutsche Fondsverband BVI) eindringlich, auf die Einführung einer Transaktionssteuer in Form einer reinen Aktiensteuer zu verzichten.

Zur Stellungnahme

Zu diesem Sachverhalt hat der DVFA e.V. ein Schreiben an den Bundesfinanzminister versendet.

Presse

Zum Artikel Aktionäre ärgern sich über Olaf Scholz. rp-online, 18. November 2019.

Zum Artikel  DVFA kritisiert Transaktionssteuer. Börsen-Zeitung, 11. Oktober 2019 (kostenpflichtiger Content)

Zum Artikel DVFA und andere Fachverbände fordern eindringlich, auf eine Transaktionssteuer zu verzichten. Bond Guide, 10. Oktober 2019

Zum Artikel DVFA lässt kein gutes Haar an geplanten Finanztransaktionssteuer, institutional money, 10. Oktober 2019

Zum Artikel Kutzers Zwischenruf: Der Aktienmarkt fordert "Restarting Europe". onvista, 10. Oktober 2019

1. Oktober 2019: Ingo R. Mainert, stv. Vorstandsvorsitzender DVFA e.V., im Interview mit Frankfurt Main Finance zum 1. DVFA Geldpolitik Forum

Mit dem anstehenden Wechsel an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) beginnt zumindest personell eine neue Zeitrechnung in der europäischen Geldpolitik. Am 1. November 2019 folgt Christine Lagarde als Präsidentin der EZB auf Mario Draghi.

Einen Tag davor, am 31. Oktober, findet im House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt das 1. DVFA Forum Geldpolitik zum Thema "Die zukünftige Geldpolitik im Euroraum: Neubeginn oder weiter wie gehabt" statt. Die Agenda der Veranstaltung umfasst die Bereiche

  • Geldpolitik im Spannungsfeld von Strategie und Taktik
  • Finanzstabilität
  • Unabhängigkeit der supranationalen EZB als institutionelle Versuchung sowie
  • Herausforderungen der gegenwärtigen Geldpolitik und zukünftige monetäre Optionen.

Wir haben mit Ingo R. Mainert, CIO Multi Asset Europe von Allianz Global Investors, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DVFA und stellvertretender Leiter der DVFA Kommission Geldpolitik, über die Veranstaltung gesprochen, die in Kooperation mit IMFS durchgeführt wird.

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26. September 2019: DVFA Umfrage zur Bedeutung nachhaltigen Investierens

Nachhaltiges Investieren steht seit einiger Zeit im Mittelpunkt regulatorischer Initiativen und der medialen Berichterstattung. Die DVFA Kommission Sustainable Investing (SI) hat Investment Professionals in Deutschland befragt, um die herrschende Stimmung zur Thematik nachhaltigen Investierens zu erfassen und deren Meinungen zu verschiedenen Aspekten zu bündeln. Die wesentlichen Resultate im Folgenden: Die Ergebnisse der Umfrage belegen die zunehmende Bedeutung nachhaltigen Investierens.

Zur DVFA Kommission Sustainable Investing

Zur Umfrage

Presse

Wie stehen die Investment Professionals zu Sustainable Finance. 26. September 2019, GLOBAL INVESTOR

So denken institutionelle Anleger über nachhaltiges Investieren. 26. September 2019, BONDGUIDE

21. September 2019: die Börsen-Zeitung zur 2. DVFA Governance & Stewardship Konferenz

Die Börsen-Zeitung berichtet heute über die 2. DVFA Governance & Stewardship Konferenz am 19. September:

Kleine Assetmanager müssen sich umstellen. 21. September 2019, Börsen-Zeitung (kostenpflichtiger Content)

19. September 2019: 2. DVFA Governance & Stewardship Konferenz

2. DVFA Governance & Stewardship Konferenz, 19. September 2019, 13:00 - 17:30 Uhr, DVFA Center, Frankfurt am Main

Stewardship: Auftrag und Umsetzung heute

Braucht es für Deutschland einen Stewardship Code oder sind die treuhänderischen Verpflichtungen von Investoren bereits eindeutig formuliert und werden gelebt? Aus der Umsetzung der Aktionärsrichtlinie (ARUG II) ergeben sich zusätzliche Pflichten für institutionelle Investoren, die unter dem Begriff Stewardship zusammen gefasst werden können. Die zweite DVFA Governance & Stewardship Konferenz beleuchtet das Thema sowohl aus der nationalen als auch aus der internationalen Perspektive und setzt sich gleichzeitig mit den Vorstellungen und Perspektiven der Investoren als Vermögensverwalter auseinander.

Mehr zur Konferenz mit Themenschwerpunkten und Sprechern

Mehr zur Kommission Governance & Stewardship

09. September 2019: DVFA Kommission Sustainable Investing (SI) nimmt Stellung zum Taxonomy-Report der Europäischen Union

Die DVFA Kommission Sustainable Investing (SI) nimmt Stellung zum Taxonomy-Report und legt ihre Position hinsichtlich einer weiteren Präzisierung der Taxonomie vor.

Die Europäische Union (EU) hat Mitte Juni 2019 ihren Taxonomy-Report (Taxonomy Technical Report) vorgelegt. Damit kommt die EU Technical Expert Group on Sustainable Finance (TEG) dem Wunsch vieler Investoren und auch Unternehmen nach, für mehr Ordnung und Transparenz im Markt für nachhaltige Investments zu sorgen.
Die in den vergangenen Monaten verabschiedeten EU-Verordnungen im Rahmen des EU Action Plans Sustainable Finance übersetzen das Pariser Klimaabkommen und die Sustainable Development Goals (SDGs) der vereinten Nationen in Handlungsfelder für Investoren. Die EU-Verordnung Taxonomie will dabei einheitliche Bedingungen für die Klassifizierung ökologisch, nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten definieren. Dies ist, neben vielen vor allem privatwirtschaftlichen Initiativen der vergangenen Jahre, wie u.a. auch der Kommission SI im Arbeitskreis Taxonomie, der erste EU-weite regulatorische Schritt, über einheitliche Standards die Investitionen in nachhaltige Unternehmen und Tätigkeiten zu erleichtern. Dabei werden sechs positive Umweltziele (Climate change mitigation; Climate change adaptation; Sustainable use and protection of water and marine resources; Transition to a circular economy, waste prevention and recycling; Pollution prevention and control; Protection of healthy ecosystems) und daraus abgleitet 67 ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten definiert. ...

Zur Stellungnahme

Presse

Zum Artikel Konflikt um grüne Standards in der Süddeutschen Zeitung vom 9. September 2019

03. September 2019: DVFA Kommission Sustainable Investing: Denkfabrik, Diskussionsforum und Orientierung für die Finanzindustrie

Zum Beitrag auf Institutional Money

Mehr Beiträge und Informationen zur Kommission

10. Juli 2019: Das sind die besten Broker für deutsche Aktien

Das Handelsblatt berichtet über die Warburg Highlights, bei denen sich 35 deutsche Unternehmen Investoren aus aller Welt präsentierten. Gutes Research bleibt wichtig: "Gerade kleine Unternehmen versuchen über bezahlte Analysen auszugleichen, dass sich 'so manches Haus zurückziehen wird' wie Thorsten Müller, Vorstandsmitglied in der Standesvereinigung der Investmentprofis DVFA" sagt.

Zum Artikel

12. Juni 2019: Die unsichtbaren Risiken bei Anleihen wachsen. Stefan Bielmeier in der WirtschaftsWoche

Die sich weltweit abschwächende Konjunktur macht den Investoren das Geschäft schwer. Sie müssen ein immer größeres Risiko eingehen, um überhaupt noch eine nennenswerte Rendite auf ihre Investments zu erzielen.

Zum Artikel

07. Juni 2019: Stellungnahme zum Kabinettsentwurf der zweiten Aktionärsrechterichtlinie ARUG II

DVFA Kommission Governance & Stewardship sieht noch Verbesserungspotential beim Kabinetts-Entwurf

Zum kürzlich vorgelegten Kabinetts-Entwurf des Gesetzes zur Umsetzung der Vorgaben der europäischen Aktionärsrechterichtlinie in das deutsche Aktien- und Konzernrecht (ARUG II) hat die DVFA Kommission Governance & Stewardship Stellung genommen.

Dazu Michael Schmidt, Kommissionsleiter: „Die DVFA Kommission Governance & Stewardship begrüßt die Verbesserungen des Kabinetts-Entwurfs zur weiteren Stärkung der Aktionärsrechte. Er bleibt allerdings in wichtigen Punkten wie der Vergütungspolitik unverändert hinter den Möglichkeiten der EU-Richtlinie zurück. Gerade hier sehen wir noch Anpassungsbedarf für das endgültige Gesetz im Interesse einer besseren Corporate Governance in Deutschland.“

Professor Christian Strenger, stellvertretender Leiter: „Gerade bei der Regulierung von Geschäften nahestehender Personen mit Unternehmen zeigt der Kabinetts-Entwurf noch deutlichen Anpassungsbedarf bei der Aufgriffsschwelle und den Bezugsparteien, um die beabsichtigte Schutzwirkung des Gesetzes für die Aktionäre sicherzustellen und unberechtigte  Vermögenstransfers zu Lasten von Minderheitsaktionären zu verhindern.“

Zur Stellungnahme

28. Mai 2019: 7. DVFA Kongress "Zur Lage der deutschen Banken"

Die deutsche Bankenlandschaft - eins der größten Bankwesen in der Welt - befindet sich in einem fortdauernden Anpassungsprozess, der einer Vielzahl von innen und außen kommenden Anforderungen geschuldet ist. Es geht um Fragen wie die Fusion von Häusern, Personalabbau, technische Herausforderungen wie die Digitalisierung oder den Bestand im Wettbewerb auf dem innereuropäischen und internationalen Bankenmarkt.

Wie sieht die Zukunft der deutschen Banken aus?

Dieser Frage widmete sich der 7. DVFA Kongress 2019, der insgesamt über 170 Teilnehmer verzeichnete.

Zum Bericht

Zur Fotogalerie

Panel

10. Mai 2019: Governance-Kodex muss rasch verabschiedet werden. Gastbeitrag von Michael Schmidt und Christian Strenger in der Börsen-Zeitung

Börsen-Zeitung, 10. Mai 2019 (kostenpflichtiger Content)

07. Februar 2019: Unternehmensanalysten stehen M+A-Transaktionen eher kritisch gegenüber

Umfrage von DVFA und SMS Strategic Management Solutions

Unternehmensanalysten in Deutschland stehen Übernahmen und Fusionen zwischen Unternehmen eher kritisch gegenüber. Besonders zurückhaltend werten sie Transaktionen, bei denen das übernommene Übernehmen größer als der Käufer ist, Übernahmen im Ausland und hier insbesondere jenseits des Atlantiks sowie Transaktionen mit einem hohen Fremdkapitalanteil.

Mergers & Acquisitions aus der Sicht von Analysten – Ergebnisse einer Umfrage (Teil 1)

Presse

DVFA-Umfrage: Unternehmensanalysten stehen M&A eher kritisch gegenüber. www.institutional-money.com, 6. Februar 2019

31. Januar 2019: Investorenverhalten am Ende (?) des Zyklus? Aktuelle Markteinschätzung der DVFA Kommission Immobilien

Anleger gehen im aktuellen Zyklus eher höhere Risiken ein, als auf Rendite zu verzichten, sagen die Experten. Die aktuelle Marktanalyse der DVFA zur Verhaltensökonomie steht im Widerspruch zu vielen Umfrageergebnissen. Die Fachleute erwarten den Peak im Immobilienmarkt in 2020.