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Umfrage zu Informationsbedürfnissen bei Geschäftsberichten

Die wirDesign communication AG hat im Frühjahr 2017 in Kooperation mit der DVFA, dem Deutschen Investor Relations Verband (DIRK), dem IR Club und Unternehmen wie der Aurubis AG und der Salzgitter AG eine empirische Studie zur Nutzung von Geschäftsberichten durchgeführt.

Geschäftsberichte richten sich an eine Vielzahl von Zielgruppen, deren Informationsbedürfnisse möglichst umfassend berücksichtigt werden sollen. Ob dies tatsächlich gelingt, wurde mit dieser Studie zum zweiten Mal untersucht.

Download:

Der Geschäftsbericht-Report 2017

Kompendium der DVFA Kommission Immobilien und der IRE|BS International Real Estate Business School: "Europäisierung der Immobilienkapitalmärkte" in der Reihe IRE|BS Beiträge zur Immobilienwirtschaft

Die Internationalisierung der Immobilienwirtschaft ermöglicht es, durch gezielte Diversifikation das Risiko von Immobilienportfolios zu glätten und deren Performance zu verbessern – zu diesem Ergebnis kommen die Mitglieder der DVFA Kommission Immobilien im nun vorgelegten Kompendium.
Prof. Dr. Sven Bienert, Geschäftsführer des Instituts für Immobilienwirtschaft an der Uni Regensburg und Leiter der DVFA Kommission Immobilien: „Trotz zunehmender Integration des Binnenmarktes ist eine differenziertere Betrachtung der europäischen Immobilienmärkte nicht nur sinnvoll, sondern zwingend notwendig. Divergierende Zyklen vermeiden Überhitzung und erlauben aktives
Portfoliomanagement.“

Vor diesem Hintergrund hat die DVFA Kommission Immobilien und die IRE|BS International Real Estate Business School das Kompendium "Europäisierung der Immobilienkapitalmärkte" veröffentlicht.

Download:
DVFA IRE|BS Kompendium - Europäisierung der Immobilienkapitalmärkte

„Politische Börsen haben kurze Beine“ – 63 Prozent der Finanzprofis halten diese Börsenweisheit noch für richtig, aber 60 Prozent sehen stärkeren Einfluss der Politik auf Kapitalmärkte

Umfrage unter DVFA Mitgliedern zu Umgang mit politischer Unsicherheit

In den letzten Monaten standen die Kapitalmärkte weltweit stark unter dem Einfluss politischer Entwicklungen; die Rallye vor der Wahlentscheidung in Frankreich ist dafür nur das jüngste von vielen Beispielen. Dabei lautet eine alte Börsenweisheit: „Politische Börsen haben kurze Beine“. Von seinen Mitgliedern wollte der DVFA e.V, der Verband der Investment Professionals, wissen, ob sie diese Faustregel noch für gültig halten: Mit einer Zustimmungsquote von 63 Prozent wird sie zwar immer noch von der Mehrheit der am Kapitalmarkt tätigen Verbandsmitglieder geteilt. Aber immerhin 29 Prozent kommen zu einer anderen Einschätzung.

Dass Politik generell einen stärkeren Einfluss auf die Kapitalmärkte hat als zuvor – dieser Aussage stimmen 59 Prozent der Befragten zu. Bei vielen hat sich diese Erkenntnis auch ganz konkret auf ihre Arbeit ausgewirkt: Mehr als die Hälfte der Analysten, Fondsmanager und Banker geben zu Protokoll, dass der Einfluss politischer Entwicklungen auf ihre Investmententscheidungen größer geworden ist. Schließlich gehe es in der politischen Debatte um extremere Positionen und damit auch um möglicherweise gravieren-dere Veränderungen (56 Prozent).

Den stärkeren Einfluss der Politik auf die Kapitalmärkte begründen die Befragten auch mit dem „asymmetrischen Risiko“. Ereignisse, die zwar relativ unwahrscheinlich sind, aber dramatische Folgen hätten, könnten von den Kapitalmärkten nur schwer bewertet werden (44 Prozent). Dass durch populistische Strömungen die politische „Mitte“ verloren gehe und damit der politische Prozess un-berechenbarer werde, sehen ebenfalls 44 Prozent als Grund.

Die Angst vor populistischen Strömungen ist unter den Investment Professionals weit verbreitet. 80 Prozent sehen die Gefahr, dass sie für „Disruption“ in Europa sorgen. Dabei wird das Risiko, dass die EU aus¬einanderbrechen könnten, von 51 als das größte bewertet. Auch die Beschränkung des Freihandels macht Sorge – 45 Prozent sehen sie als größtes Risiko. Nur 13 Prozent hingegen halten den Konflikt zwischen den USA und Nordkorea für das größte Risiko.

DVFA-Vorstandsvorsitzender Stefan Bielmeier: „Selbst wenn der Wahlsieg Macrons die Kapitalmärkte erst einmal aufatmen lässt – die politischen Risiken in Europa sind nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Langfristig orientierte Anleger müssen sich darauf einstellen, dass gemäßigte politische Kräfte weiterhin unter starkem Druck stehen und grundsätzliche Kursänderungen à la Brexit und Trump jederzeit möglich sind und die Kapitalmärkte beeinflussen können. Szenarioanalysen werden für Investoren immer wichtiger.“

Die Umfrage wurde am 3.5.2017 vor der Stichwahl zur Präsidentschaft in Frankreich und der Landtagswahl in Schleswig-Holstein durchgeführt; 162 Mitglieder der DVFA nahmen teil.

Presse

Umfrage: Beine politischer Börsen werden länger. cash online, 9. Mai 2017

DVFA: Umfrage unter Mitgliedern zu Umgang mit politischer Unsicherheit. Geldanlagen Nachrichten, 8. Mai 2017

Politische Börsen haben kurze Beine - Börsenweisheit bestätigt sich. GoingPublic, 9. Mai 2017

Gilt der Satz "Politische Börsen haben kurze Beine" heute noch immer? INSTITUTIONAL money, 8. Mai 2017

DVFA DAX30 Vergütungsstudie: DVFA Mitglieder monieren Anteil von kurzfristigen Boni von DAX30 CEOs, formulieren Grenzen für Gesamtvergütung, und sehen Governance-Probleme bei der Manager-Vergütung.

Die Ergebnisse einer von der DVFA in Auftrag gegebenen Studie zur Vergütung der CEOs des DAX 30 lassen eine spannende Hauptversammlungssaison erwarten. An der Studie, die von Professor Dr. Markus Arnold, Universität Bern, und Professor Dr. Martin Artz, Frankfurt School of Finance & Management, im 1. Quartal 2017 gemeinsam durchgeführt wurde, beteiligten sich 128 Mitglieder der DVFA (~8,5%). Seit 2015 führt die DVFA die Gehaltsstudie gemeinsam mit den beiden Wissenschaftlern durch.

Die Kernaussagen der Studie:

  • Die Befragten fordern einen deutlich höheren Anteil von fixer Vergütung und einen geringeren Anteil kurzfristiger Boni bei der Vergütung von Top-Managern. Die Befragten wünschen sich einen variablen Anteil von 40,5% an der Gesamtvergütung. Faktisch betrug der tatsächliche variable Anteil in der Berichtssaison 2017 aber 59,7%, wovon beinahe die Hälfte kurzfristig waren.
  • Die Befragten formulieren Grenzen für eine maximal akzeptable Gesamtvergütung von ∅ 15,8 Mio. €.
  • 27% der Befragten halten die tatsächliche durchschnittliche Gesamtvergütung von ∅ 6,15 Mio. € implizit für zu hoch.
  • Von den Befragten fordern 25%, dass CEOs mehr Verantwortung übernehmen, und negative Boni in Kauf zu nehmen bereit sein sollten.
  • Fast alle Befragten glauben, dass CEOs auch für deutliche geringere Summen arbeiten würden (Annahme der Befragten: ∅ 2,88 Mio. €), was als Indiz für Governance-Probleme bei der Vergütung verstanden werden kann.

Weitere Ergebnisse:

  • Die Befragten unterstützen aktuelle Ideen, die variable Entlohnung stärker am Unternehmenserfolg als an individuellen Zielen auszurichten, wobei die Abschaffung aller Boni abgelehnt wird.
  • Wichtigstes Prinzip bei der Gestaltung der variablen Vergütung sollte sein, dass der Empfänger die Entlohnung nicht manipulieren kann (∅ 6,48 auf einer Skala von 1=unwichtig, 10=sehr wichtig), gefolgt von einer einfachen Strukturierung von Leistungsmaßstäben, Zielgrößen und Vergütungsbestandteilen (∅ 6,05).
  • Der Wunsch nach mehr Langfristigkeit spiegelt sich auch in gewünschten Haltefristen von aktienbasierter Vergütung (4,34 Jahre statt faktisch 3,7 Jahre im Durchschnitt).
  • Nicht-finanzielle (zukunftsorientierte) Leistungskennzahlen sind in der Praxis im Vergleich zu den Präferenzen der Befragten unterrepräsentiert (27% gewünscht, aber tatschlich nur 10-15%).

Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender der DVFA, kommentiert: „Die Ergebnisse der Studie zeigen eindeutig, warum in der anstehenden Hauptversammlungssaison die Vergütung an erster Stelle bei den Themen steht, die Investment Professionals bei Unternehmen ansprechen werden. Dass das Verhältnis von variablem zu fixem Einkommen von DVFA Mitgliedern sehr kritisch gesehen wird, ist durchaus in Linie mit den Abstimmungsstrategien institutioneller Anleger, die diesen Punkt bei der Vergütung von DAX30 Vorständen in diesem Jahr ansprechen werden.“

Professor Dr. Markus Arnold, Co-Autor der Studie, ergänzt: „Entgegen der landläufigen Meinung, nach der für den Finanzmarkt der variable Anteil an der Vergütung von Vorständen börsennotierter Unternehmen nicht hoch genug sein kann, zeigt die Studie zum dritten Mal in Folge sehr deutlich, dass Investment Professionals vor allem an langfristig ausgelegten Anreizen interessiert sind, kurzfristig orientierte Boni aber nicht gutheißen. Zudem sehen Investment Professionals implizit Governance-Probleme bei vielen DAX30-Unternehmen, die sich in der anstehenden HV-Saison darauf einstellen müssen, sich mit der Kritik von Investoren auseinander zu setzen.“

Download:

Vollständige Ergebnisse der Studie

Presse:

Artikel in faz.net

Artikel Handelsblatt Finance Today

Artikel in der Badischen Zeitung

Artikel in Der Tagesspiegel

Das Thema wurde auch in der Börsen Zeitung vom 21.04.2017 aufgegriffen: „Investoren geißeln Kurzfristboni“  und „Kurzfristige Boni am Pranger“.

 

 

Finanzprofis begrüßen Scheitern der Fusion zwischen Deutsche Börse und London Stock Exchange - Umfrage unter DVFA Mitgliedern hält jedoch Zusammengehen mit anderer europäischer Börse für sinnvoll

Das Scheitern der Börsenfusion wird nur von wenigen Finanzprofis wirklich bedauert. In einer Umfrage unter den Mitgliedern der DVFA, der Standesvertretung aller Investment Professionals in den deutschen Finanz- und Kapitalmärkten, sagten 70 Prozent der Befragten, dass sie es besser finden, wenn die Fusion nicht zustande kommt. Zwar wurden durchaus Vorteile gesehen, wie etwa Kosteneinsparungen durch Skaleneffekte (66 Prozent). Doch schon das von der Deutschen Börse vorgetragene Argument des besseren Zugangs zu einem größeren Kapitalmarkt überzeugte nur noch ein Drittel der Befragten. Es überwog auch bei den Finanzprofis die Sorge um die Schwächung des Finanzplatzes Frankfurt (68,1 Prozent) und die Defizite in der Überwachung, wenn London als Standort des geplanten Zusammenschlusses demnächst außerhalb der EU liegt. Die in der Prüfung durch das Land Hessen vorgetragene Befürchtung, der ordentliche Betrieb der Frankfurter Wertpapierbörse könne gefährdet werden, teilten nur 15 Prozent der Befragten.

Weil sie jedoch die Strategie der Deutscher Börse, über die Fusion mit anderen Börsen zu wachsen, grundsätzlich für richtig halten (80 Prozent), empfehlen die DVFA Mitglieder nahezu einhellig ein Zusammengehen mit einer anderen innereuropäischen Börse (90 Prozent). Die Finanzierung deutscher Unternehmen über den Kapitalmarkt könne aber auch gefördert werden durch die Senkung der Kosten (53 Prozent) und eine Senkung der Hürden für ein Listing (51 Prozent).

Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender der DVFA: "Deutschland braucht einen starken Finanzplatz und eine starke Börse. Im Euroraum durch Fusionen zu wachsen, ist dabei generell keine schlechte Strategie. Es sind immer wieder politische Hindernisse, die der Deutschen Börse dabei in die Quere kommen".

Die Umfrage wurde vor der gestrigen Entscheidung der EU-Kommission durchgeführt; 163 Mitglieder der DVFA nahmen teil. Sie wurde am 23. März 2017 durchgeführt.

Artikel in FAZ.net

Europäische Kapitalmarktprofis weiter zurückhaltend bei der Nutzung von Social Media

Europäische Investment Professionals sind weiterhin zurückhaltend bei der Nutzung von Social Media, dennoch erwarten sie, dass Social Media zukünftig für die Informationsverbreitung und den Dialog an Bedeutung gewinnen werden.

Laut der Umfrage "Social Media Survey 2015", die von der DVFA und dem IR Club gemeinsam durchgeführt wurde, erachten 50 % der befragten Analysten und Investoren Social Media als zumindest teilweise wichtig, während 94 % dieses Urteil für die Webseiten von Wirtschaftsmedien abgeben.

"Die Mehrheit der Befragten ist unverändert skeptisch, was die Bedeutung und Zuverlässigkeit der Informationen auf Social Media Plattformen betrifft. Man kann aus den Ergebnissen unserer Studie aber ablesen, dass die Vorbehalte langsam abgebaut werden", sagte Patrick Kiss, Gründer des IR Clubs, der Online-Community für Investor Relations. „Es dauert in Europa mit der Etablierung von Social Media im Kapitalmarktumfeld wohl etwas länger als einst erwartet.“

Ralf Frank, Geschäftsführer der DVFA, fügte hinzu: "Die von uns befragten europäischen Investmentprofis erwarten zukünftig eine höhere Bedeutung von Social Media bei Investmententscheidungen. Die bevorzugten Social Networking-Kanäle sind klar Xing und LinkedIn. Letztere haben seit unserer ersten Erhebung 2011 stark aufgeholt und liegen nun gleichauf mit dem deutschen Kontaktnetzwerk."

Schwerpunkt der Untersuchung war die Einstellung von Kapitalmarktprofis gegenüber traditionellen, Online- und sozialen Medien (wie Twitter, Facebook, Xing, LinkedIn, YouTube und SlideShare); gleichzeitig wurde das Nutzungsverhalten dieser Zielgruppe abgefragt.

Wenn Unternehmen soziale Medien nutzen, um mit der Investment-Community in den Dialog zu treten, würde ihnen die Mehrheit (61 %) in die Social-Media-Welt folgen. 52 % der Teilnehmer erwarten diesen Schritt von Unternehmen bisher aber nicht.

Weitere Ergebnisse:

-  Eigene Beiträgen werden eher in Social Media als in Diskussionsboards oder in Blogs verfasst

-  43 % der Befragten wurden durch Blogs dazu motiviert, weitere Recherchen zu einem Thema zu machen

-  96 % der europäischen Investment Professionals betrachten die Unternehmenswebsite als nützliche Informationsquelle

-  LinkedIn ist für knapp jeden dritten Umfrageteilnehmer der Social Media Kanal, den Unternehmen für die Kommunikation nutzen sollten

-  Sollte der persönliche Direktkontakt nicht möglich sein, bevorzugen 73 % der Befragten den Dialog per E-Mail und 21 % per Telefon

Über die Umfrage

1700 europäische Kapitalmarktprofis wurden per E-Mail zur Teilnahme an der Online-Befragung eingeladen, die vom 16. Juli bis 31. August 2015 stattfand. 121 Teilnehmer haben die 16 Fragen der Studie komplett beantwortet. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 7,1 %. Die meisten Teilnehmer sind Analysten (35 %), gefolgt von Investoren (28 %) und einer Gruppe mit unterschiedlichen Verantwortungsbereichen (25 %).

DVFA - Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management 

Der DVFA e.V. ist die Standesorganisation aller Investment Professionals in den deutschen Finanz- und Kapitalmärkten. Unsere 1.400 Mitglieder repräsentieren die Vielfalt des Investment- und Risikomanagements in Deutschland. Wir engagieren uns für die Professionalisierung des Investment-Berufsstandes, erarbeiten Standards und fördern den Finance-Nachwuchs. Unser Netzwerk bringt Praktiker und Theoretiker sämtlicher Investmentdisziplinen unter dem DVFA Dach zusammen.

Der Verband ist international verankert. Er ist Mitglied von EFFAS - European Federation of Financial Analysts Societies mit über 17.000 Investment Professionals europaweit, und auch Mitglied bei der ACIIA - Association of Certified International Investment Analysts, einem Netzwerk mit 100.000 Investment Professionals weltweit.

IR Club - Die Investor Relations Community

Der IR Club stellt die Zusammenführung von Investor Relations und Social Media dar: Die Online-Community für IR-Spezialisten. Eines der wesentlichen Ziele des IR Clubs ist die Förderung des Networkings, der Kommunikation, des Austauschs und des Wissenstransfers unter Investor-Relations-Experten. Der IR Club ist mit über 1.100 Mitgliedern eine der größten IR-Vereinigungen weltweit.

Download:
Auswertung Social Media Survey 2015