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21. September 2017: Informationsinstrumente von Investment Professionals

Informationskanäle und -instrumente, die von Investment Professionals für Anlageentscheidungen und -bewertungen genutzt werden, wurden von der DVFA in zwei Umfragen Anfang 2017 erhoben. Konzipiert und begleitet wurden die Umfragen von der DVFA Kommission Unternehmensanalyse unter der Leitung von Christoph Schlienkamp, Bankhaus Lampe und Mitglied des Vorstands DVFA e.V.

Während regulatorische Ansätze und Modelle in der Rechnungslegung in aller Regel fast ausschließlich den Geschäftsbericht eines Unternehmens als wichtigste Informationsquelle von Investoren erachten, kommen die Umfragen der DVFA zu eindeutig differenzierteren Ergebnissen.

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Auswertung Informationsinstrumente

Presse:

Einzelgespräche zwischen Emittent und Investment Professionals sind noch vor den Geschäftsberichten der wichtigste Informationskanal für Anlageentscheidungen. beteiligungs|report.de, 21. September 2017

18. August 2017: DVFA-Umfrage zu ETFs: Günstig, aber gefährlich für Stabilität der Finanzmärkte. Indexanbieter sollten reguliert werden

Umfrage zur wachsenden Bedeutung passiven Investierens zeigt Dilemma der Investment Professionals: ETFs haben das bessere Preis-/Leistungsverhältnis, aber das Potenzial, die Stabilität der Finanzmärkte zu beeinträchtigen – Preisverzerrungen schaffen Chancen für aktives Asset Management – Indexanbieter sollten reguliert werden

Passives Investieren ist auf dem Vormarsch; in Europa werden bereits an­nähernd 600 Mrd Euro in ETFs verwaltet. Während die ETF-Branche Absatzrekorde feiert, warnen die Verfechter aktiven Managements vor Marktverzerrungen und Governance Problemen. Ebenfalls geteilter Meinung sind die im DVFA e.V. organisierten Investment Professionals in Deutschland: Sie erkennen an, dass ETFs das bessere Preis-/Leistungsverhältnis haben (74 Prozent). Gleichzeitig sehen sie aber, dass der Siegeszug des passiven Investierens das Potenzial hat, die Stabilität der Finanzmärkte zu beein­trächtigen (62 Prozent). Vorstandsvorsitzender Stefan Bielmeier kommentiert: „Sollte der Anteil von Indexprodukten weiter zunehmen und tatsächlich zu Anzeichen von Fehlbewertungen führen, würde dies im Gegenzug die Chancen für aktive Fondsmanager wieder erhöhen. So könnte die Effizienz der Märkte bei der Preisfindung wiederhergestellt werden“.

Die überwältigende Mehrheit der Analysten, Fondsmanager, Banker und Berater (90 Prozent) rechnet damit, dass der ETF-Markt weiter wachsen wird; sogar noch schneller als bisher (41 Prozent). Das liegt ihrer Ansicht nach vor allem daran, dass die meisten aktiv gemanagten Fonds zu stark am Index klebten (76 Prozent) und ETFs das bessere Preis-/Leistungsverhältnis hätten (74 Prozent). Die oft  angeführte Begründung, aktives Management bringe in den seltensten Fällen Outperformance, teilen hingegen nur 57 Prozent der Befragten; 38 Prozent sind dezidiert anderer Meinung. Die großen Marketinganstrengungen der ETF-Anbieter halten dementsprechend fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) für ein wichtiges Erfolgskriterium. Außerdem erhalte der Vertrieb von ETFs Rückenwind von der Regulatorik – etwa durch die Mifid II (50 Prozent). Dass das Wachstum der Branche neue Anbieter auf den Plan rufen werde, erwarten allerdings nur 35 Prozent der Befragten; eher sehen sie eine Konsolidierung des Marktes (50 Prozent).

Was die Rolle der ETFs als treuhänderische Eigentümer von Unternehmen angeht, ist die Meinung der Investment Professionals ebenfalls geteilt. Zwar glaubt die Hälfte von ihnen, dass durch einen immer höheren Anteil passiver Investoren die Corporate Governance bei den investierten Unternehmen leide. Aber 23 Prozent sind in dieser Frage unentschieden, und 27 Prozent sehen dieses Problem nicht. Jedenfalls wachse der Einfluss der ETF-Anbieter auf die von ihnen gehaltenen Unternehmen (72 Prozent).

An Preisverzerrungen durch indexgebundenes Investoren glauben 58 Prozent der Befragten. Noch mehr Zustimmung findet die Annahme, dass ein größer werdender Anteil passiven Investierens einen negativen Einfluss auf die Liquidität und Volatilität der im Index enthaltenen Einzeltitel habe (64 Prozent). Die in der Wissenschaft vereinzelt vorgebrachte These vom „Common Ownership“, nach der große Indexfonds den Wettbewerb behindern, weil ihnen als Miteigentümer vieler Unternehmen der Erfolg ganzer Branchen wichtiger sei als der des einzelnen Unternehmens, überzeugt die Praktiker nicht; ihr stimmen nur 39 Prozent zu.

Indexanbieter sollten reguliert werden

Zwei Drittel der Investment Professionals sehen umso mehr Chancen für aktive Manager, je mehr Geld passiv verwaltet wird. Schließlich halten sie – vor allem im Anleihebereich – die Gewichtung nach Größe in einem Index für ein unsinniges Investitionskriterium (62 Prozent). Mehr Transparenz über die Zusammen­setzung eines Index und dessen Veränderung fordern folglich drei Viertel aller Befragten. Zuletzt habe die Aufnahme chinesischer A-Shares in den MSCI EM-Index gezeigt, dass die Entscheidungen von Index­providern nicht nur Kapital­ströme lenkten, sondern auch politisch wirkten. 55 Prozent der Befragten wünschen sich deshalb eine Regulierung von Indexanbietern.

Die Umfrage wurde in der ersten Augusthälfte durchgeführt; 257 Mitglieder der DVFA nahmen teil.

Presse

Verzerren ETF-Käufer Aktienkurse? Euro Fundresearch, 23. August 2017

Verzerren ETF-Käufer Aktienkurse? YAHOO! Finanzen, 23. August 2017

Fluch und Segen der Indexfonds. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2017

DVFA-Umfrage: ETFs günstig, aber gefährlich für Finanzmarktstabilität. Institutional Money, 18.08.2017

ETFs: Günstig, aber gefährlich für die Stabilität der Finanzmärkte. CORPORATE FINANCE, 18. August 2017

DVFA-Umfrage: Zunehmendes ETF-Wachstum und die Marktfolgen. EXTRA Magazin, 18. August 2017

07. Juni 2017: Umfrage zu Informationsbedürfnissen bei Geschäftsberichten

Die wirDesign communication AG hat im Frühjahr 2017 in Kooperation mit der DVFA, dem Deutschen Investor Relations Verband (DIRK), dem IR Club und Unternehmen wie der Aurubis AG und der Salzgitter AG eine empirische Studie zur Nutzung von Geschäftsberichten durchgeführt.

Geschäftsberichte richten sich an eine Vielzahl von Zielgruppen, deren Informationsbedürfnisse möglichst umfassend berücksichtigt werden sollen. Ob dies tatsächlich gelingt, wurde mit dieser Studie zum zweiten Mal untersucht.

Download:

Der Geschäftsbericht-Report 2017

02. Juni 2017: Kompendium der DVFA Kommission Immobilien und der IRE|BS International Real Estate Business School: "Europäisierung der Immobilienkapitalmärkte" in der Reihe IRE|BS Beiträge zur Immobilienwirtschaft

Die Internationalisierung der Immobilienwirtschaft ermöglicht es, durch gezielte Diversifikation das Risiko von Immobilienportfolios zu glätten und deren Performance zu verbessern – zu diesem Ergebnis kommen die Mitglieder der DVFA Kommission Immobilien im nun vorgelegten Kompendium.
Prof. Dr. Sven Bienert, Geschäftsführer des Instituts für Immobilienwirtschaft an der Uni Regensburg und Leiter der DVFA Kommission Immobilien: „Trotz zunehmender Integration des Binnenmarktes ist eine differenziertere Betrachtung der europäischen Immobilienmärkte nicht nur sinnvoll, sondern zwingend notwendig. Divergierende Zyklen vermeiden Überhitzung und erlauben aktives
Portfoliomanagement.“

Vor diesem Hintergrund hat die DVFA Kommission Immobilien und die IRE|BS International Real Estate Business School das Kompendium "Europäisierung der Immobilienkapitalmärkte" veröffentlicht.

Download:
DVFA IRE|BS Kompendium - Europäisierung der Immobilienkapitalmärkte

08. Mai 2017: „Politische Börsen haben kurze Beine“ – 63 Prozent der Finanzprofis halten diese Börsenweisheit noch für richtig, aber 60 Prozent sehen stärkeren Einfluss der Politik auf Kapitalmärkte

Umfrage unter DVFA Mitgliedern zu Umgang mit politischer Unsicherheit

In den letzten Monaten standen die Kapitalmärkte weltweit stark unter dem Einfluss politischer Entwicklungen; die Rallye vor der Wahlentscheidung in Frankreich ist dafür nur das jüngste von vielen Beispielen. Dabei lautet eine alte Börsenweisheit: „Politische Börsen haben kurze Beine“. Von seinen Mitgliedern wollte der DVFA e.V, der Verband der Investment Professionals, wissen, ob sie diese Faustregel noch für gültig halten: Mit einer Zustimmungsquote von 63 Prozent wird sie zwar immer noch von der Mehrheit der am Kapitalmarkt tätigen Verbandsmitglieder geteilt. Aber immerhin 29 Prozent kommen zu einer anderen Einschätzung.

Dass Politik generell einen stärkeren Einfluss auf die Kapitalmärkte hat als zuvor – dieser Aussage stimmen 59 Prozent der Befragten zu. Bei vielen hat sich diese Erkenntnis auch ganz konkret auf ihre Arbeit ausgewirkt: Mehr als die Hälfte der Analysten, Fondsmanager und Banker geben zu Protokoll, dass der Einfluss politischer Entwicklungen auf ihre Investmententscheidungen größer geworden ist. Schließlich gehe es in der politischen Debatte um extremere Positionen und damit auch um möglicherweise gravieren-dere Veränderungen (56 Prozent).

Den stärkeren Einfluss der Politik auf die Kapitalmärkte begründen die Befragten auch mit dem „asymmetrischen Risiko“. Ereignisse, die zwar relativ unwahrscheinlich sind, aber dramatische Folgen hätten, könnten von den Kapitalmärkten nur schwer bewertet werden (44 Prozent). Dass durch populistische Strömungen die politische „Mitte“ verloren gehe und damit der politische Prozess un-berechenbarer werde, sehen ebenfalls 44 Prozent als Grund.

Die Angst vor populistischen Strömungen ist unter den Investment Professionals weit verbreitet. 80 Prozent sehen die Gefahr, dass sie für „Disruption“ in Europa sorgen. Dabei wird das Risiko, dass die EU aus¬einanderbrechen könnten, von 51 als das größte bewertet. Auch die Beschränkung des Freihandels macht Sorge – 45 Prozent sehen sie als größtes Risiko. Nur 13 Prozent hingegen halten den Konflikt zwischen den USA und Nordkorea für das größte Risiko.

DVFA-Vorstandsvorsitzender Stefan Bielmeier: „Selbst wenn der Wahlsieg Macrons die Kapitalmärkte erst einmal aufatmen lässt – die politischen Risiken in Europa sind nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Langfristig orientierte Anleger müssen sich darauf einstellen, dass gemäßigte politische Kräfte weiterhin unter starkem Druck stehen und grundsätzliche Kursänderungen à la Brexit und Trump jederzeit möglich sind und die Kapitalmärkte beeinflussen können. Szenarioanalysen werden für Investoren immer wichtiger.“

Die Umfrage wurde am 3.5.2017 vor der Stichwahl zur Präsidentschaft in Frankreich und der Landtagswahl in Schleswig-Holstein durchgeführt; 162 Mitglieder der DVFA nahmen teil.

Presse

Umfrage: Beine politischer Börsen werden länger. cash online, 9. Mai 2017

DVFA: Umfrage unter Mitgliedern zu Umgang mit politischer Unsicherheit. Geldanlagen Nachrichten, 8. Mai 2017

Politische Börsen haben kurze Beine - Börsenweisheit bestätigt sich. GoingPublic, 9. Mai 2017

Gilt der Satz "Politische Börsen haben kurze Beine" heute noch immer? INSTITUTIONAL money, 8. Mai 2017

20. April 2017: DVFA DAX30 Vergütungsstudie: DVFA Mitglieder monieren Anteil von kurzfristigen Boni von DAX30 CEOs, formulieren Grenzen für Gesamtvergütung, und sehen Governance-Probleme bei der Manager-Vergütung.

Die Ergebnisse einer von der DVFA in Auftrag gegebenen Studie zur Vergütung der CEOs des DAX 30 lassen eine spannende Hauptversammlungssaison erwarten. An der Studie, die von Professor Dr. Markus Arnold, Universität Bern, und Professor Dr. Martin Artz, Frankfurt School of Finance & Management, im 1. Quartal 2017 gemeinsam durchgeführt wurde, beteiligten sich 128 Mitglieder der DVFA (~8,5%). Seit 2015 führt die DVFA die Gehaltsstudie gemeinsam mit den beiden Wissenschaftlern durch.

Die Kernaussagen der Studie:

  • Die Befragten fordern einen deutlich höheren Anteil von fixer Vergütung und einen geringeren Anteil kurzfristiger Boni bei der Vergütung von Top-Managern. Die Befragten wünschen sich einen variablen Anteil von 40,5% an der Gesamtvergütung. Faktisch betrug der tatsächliche variable Anteil in der Berichtssaison 2017 aber 59,7%, wovon beinahe die Hälfte kurzfristig waren.
  • Die Befragten formulieren Grenzen für eine maximal akzeptable Gesamtvergütung von ∅ 15,8 Mio. €.
  • 27% der Befragten halten die tatsächliche durchschnittliche Gesamtvergütung von ∅ 6,15 Mio. € implizit für zu hoch.
  • Von den Befragten fordern 25%, dass CEOs mehr Verantwortung übernehmen, und negative Boni in Kauf zu nehmen bereit sein sollten.
  • Fast alle Befragten glauben, dass CEOs auch für deutliche geringere Summen arbeiten würden (Annahme der Befragten: ∅ 2,88 Mio. €), was als Indiz für Governance-Probleme bei der Vergütung verstanden werden kann.

Weitere Ergebnisse:

  • Die Befragten unterstützen aktuelle Ideen, die variable Entlohnung stärker am Unternehmenserfolg als an individuellen Zielen auszurichten, wobei die Abschaffung aller Boni abgelehnt wird.
  • Wichtigstes Prinzip bei der Gestaltung der variablen Vergütung sollte sein, dass der Empfänger die Entlohnung nicht manipulieren kann (∅ 6,48 auf einer Skala von 1=unwichtig, 10=sehr wichtig), gefolgt von einer einfachen Strukturierung von Leistungsmaßstäben, Zielgrößen und Vergütungsbestandteilen (∅ 6,05).
  • Der Wunsch nach mehr Langfristigkeit spiegelt sich auch in gewünschten Haltefristen von aktienbasierter Vergütung (4,34 Jahre statt faktisch 3,7 Jahre im Durchschnitt).
  • Nicht-finanzielle (zukunftsorientierte) Leistungskennzahlen sind in der Praxis im Vergleich zu den Präferenzen der Befragten unterrepräsentiert (27% gewünscht, aber tatschlich nur 10-15%).

Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender der DVFA, kommentiert: „Die Ergebnisse der Studie zeigen eindeutig, warum in der anstehenden Hauptversammlungssaison die Vergütung an erster Stelle bei den Themen steht, die Investment Professionals bei Unternehmen ansprechen werden. Dass das Verhältnis von variablem zu fixem Einkommen von DVFA Mitgliedern sehr kritisch gesehen wird, ist durchaus in Linie mit den Abstimmungsstrategien institutioneller Anleger, die diesen Punkt bei der Vergütung von DAX30 Vorständen in diesem Jahr ansprechen werden.“

Professor Dr. Markus Arnold, Co-Autor der Studie, ergänzt: „Entgegen der landläufigen Meinung, nach der für den Finanzmarkt der variable Anteil an der Vergütung von Vorständen börsennotierter Unternehmen nicht hoch genug sein kann, zeigt die Studie zum dritten Mal in Folge sehr deutlich, dass Investment Professionals vor allem an langfristig ausgelegten Anreizen interessiert sind, kurzfristig orientierte Boni aber nicht gutheißen. Zudem sehen Investment Professionals implizit Governance-Probleme bei vielen DAX30-Unternehmen, die sich in der anstehenden HV-Saison darauf einstellen müssen, sich mit der Kritik von Investoren auseinander zu setzen.“

Download:

Vollständige Ergebnisse der Studie

Presse:

Artikel in faz.net

Artikel Handelsblatt Finance Today

Artikel in der Badischen Zeitung

Artikel in Der Tagesspiegel

Das Thema wurde auch in der Börsen Zeitung vom 21.04.2017 aufgegriffen: „Investoren geißeln Kurzfristboni“  und „Kurzfristige Boni am Pranger“.

 

 

30. März 2017: Finanzprofis begrüßen Scheitern der Fusion zwischen Deutsche Börse und London Stock Exchange - Umfrage unter DVFA Mitgliedern hält jedoch Zusammengehen mit anderer europäischer Börse für sinnvoll

Das Scheitern der Börsenfusion wird nur von wenigen Finanzprofis wirklich bedauert. In einer Umfrage unter den Mitgliedern der DVFA, der Standesvertretung aller Investment Professionals in den deutschen Finanz- und Kapitalmärkten, sagten 70 Prozent der Befragten, dass sie es besser finden, wenn die Fusion nicht zustande kommt. Zwar wurden durchaus Vorteile gesehen, wie etwa Kosteneinsparungen durch Skaleneffekte (66 Prozent). Doch schon das von der Deutschen Börse vorgetragene Argument des besseren Zugangs zu einem größeren Kapitalmarkt überzeugte nur noch ein Drittel der Befragten. Es überwog auch bei den Finanzprofis die Sorge um die Schwächung des Finanzplatzes Frankfurt (68,1 Prozent) und die Defizite in der Überwachung, wenn London als Standort des geplanten Zusammenschlusses demnächst außerhalb der EU liegt. Die in der Prüfung durch das Land Hessen vorgetragene Befürchtung, der ordentliche Betrieb der Frankfurter Wertpapierbörse könne gefährdet werden, teilten nur 15 Prozent der Befragten.

Weil sie jedoch die Strategie der Deutscher Börse, über die Fusion mit anderen Börsen zu wachsen, grundsätzlich für richtig halten (80 Prozent), empfehlen die DVFA Mitglieder nahezu einhellig ein Zusammengehen mit einer anderen innereuropäischen Börse (90 Prozent). Die Finanzierung deutscher Unternehmen über den Kapitalmarkt könne aber auch gefördert werden durch die Senkung der Kosten (53 Prozent) und eine Senkung der Hürden für ein Listing (51 Prozent).

Stefan Bielmeier, Vorstandsvorsitzender der DVFA: "Deutschland braucht einen starken Finanzplatz und eine starke Börse. Im Euroraum durch Fusionen zu wachsen, ist dabei generell keine schlechte Strategie. Es sind immer wieder politische Hindernisse, die der Deutschen Börse dabei in die Quere kommen".

Die Umfrage wurde vor der gestrigen Entscheidung der EU-Kommission durchgeführt; 163 Mitglieder der DVFA nahmen teil. Sie wurde am 23. März 2017 durchgeführt.

Artikel in FAZ.net