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1. DVFA FinTech Forum, 24. März 2015, DVFA Center, Frankfurt am Main

Innovativ und gleichzeitig einfach

Insgesamt präsentierten sich acht unterschiedliche FinTechs im Rahmen eines „Beauty Contests“, moderiert von Ralf Frank, Generalsekretär und Geschäftsführer, DVFA. Im Mittelpunkt standen dabei zum einen Ideen, die primär auf den Endkunden abzielen, wie bei Cashboard, Decimo, Fairr.de oder Vaamo Finanz. Gemeinsam haben diese jungen Unternehmen, dass sie für Aufgabenstellungen, beispielsweise die Asset Allocation bei Privatanlegern, möglichst einfache, über das Internet sofort verfügbare Lösungen anbieten. Andere FinTechs wie IDnow, WealthArc oder Deposit Solutions fokussieren den B to B Markt. Sie wollen Vermögensverwaltern oder Banken innovative Lösungen für die Optimierung ihres Geschäftsbetriebes oder der Servicepalette anbieten – beispielsweise webbasierte Software, online Identifizierungsmöglichkeiten oder auch Offene-Architektur-Applikationen, die die Einbeziehung von externen Angeboten in das eigene Produktangebot von Banken möglich macht. Als Marktführer in seiner Nische sieht sich bereits Kraken Bitcoin Exchange, eine Bitcoin-Handelsplattform.

Evolutionär oder revolutionär?

Im Zentrum des FinTech Forums stand die Frage, ob diese Start-ups „Evolutionäre“, also Dienstleister für Banken und Asset Manager sein werden, oder ob sie „Revolutionäre“ sind, die zunehmend in Konkurrenz mit den traditionellen Häusern stehen. Tatsächlich hätten die traditionellen Banken Vorteile wie eine eingeführte Marke, bestehende Kundenbeziehungen und nicht zuletzt eine Banklizenz erläuterte Matthias Hübner, Partner bei Oliver Wyman Financial Services, in seiner Keynote. Darauf sollten sich Banken jedoch nicht ausruhen, denn die FinTechs seien durch ihre Innovationskraft, weniger Bürokratie, modernste IT-Systeme und eine Ausrichtung auf kundenorientierte Produktlösungen ernstzunehmende neue Player in der Branche. Große Chancen sieht Hübner für Banken zukünftig in Kooperationen mit FinTechs. Dass Kooperationen auch aus Sicht der Start-ups interessant sein können, bestätigten Dr. Michael Jünemann und Jörg-Alexander, beide Partner bei Bird & Bird. Insbesondere in Deutschland stellt demnach die Regulierung für FinTechs eine hohe Hürde dar – in vielen Fällen sei daher eine Kooperation mit einem bereits regulierten Institut sinnvoll. Aus der Sicht von Samarth Shekhar, Founder Techfluence.eu und Co-Founder FinTechForum DACH, sind Banken aber nicht die einzigen attraktiven Partner für FinTechs. In seinem Überblick über die aktuelle FinTech-Branche betonte er, dass enorm viel Potenzial in Partnerschaften mit Konzernen wie Alibaba oder Google liege. Lending Club wird beispielsweise zukünftig mit beiden Unternehmen kooperieren und auch in Deutschland sind solche Partnerschaften auf dem Vormarsch – von 10 Investoren, die sich 2014 in Deutschland an der Finanzierung von FinTechs beteiligten waren nur 3 dem Bankensektor zuzuordnen. Die anderen Geldgeber kamen aus der Publishing & Media Branche. Und der Sektor weist eine hohe Dynamik auf: Während die Finanzierung im Jahr 2008 weltweit ein Volumen von 930 Millionen US Dollar hatte, waren es 2014 bereits 5,3 Milliarden, auf Europa entfielen dabei 1,1 Milliarden US Dollar.

Der Wille zur Veränderung ist da

„Was möchte eigentlich der Kunde?“ Diese entscheidende Frage wurde im Rahmen des abschließenden Panels erörtert – neben Thomas Bümsen, Innovation Management HypoVereinsbank/UniCredit Bank AG, und Dr. Sven Deglow, Generalbevollmächtigter comdirect Bank AG, diskutierten Matthias Hübner von Oliver Wyman, Hubertus Väth, Geschäftsführer Frankfurt Main Finance e.V., sowie Dietrich Voigtländer von Vojagxo. Einig waren sich die Panel-Teilnehmer darin, dass Kunden in den nächsten Jahren zunehmen online und mobile Lösungen verlangen werden. Auseinander gingen allerdings die Meinungen dazu, wie gut Banken für diese Entwicklung gerüstet sind. Während einige Institute bereits einen internen Kulturwandel anstreben war auch zu hören, dass viele Banken noch zu schwerfällig und zu wenig experimentierfreudig für echte Innovationen seien. Deutlich formulierte Matthias Hübner eine zentrale Anforderung: „Banken müssen ihre Produkte und Services so radikal vereinfachen, dass sie auch online oder mobile funktionieren.“ Nur dann könnten sie auch zukünftige Kundengenerationen binden. „Aus Sicht der traditionellen Banken muss es darum gehen, FinTechs an passenden Stellen ihrer Wertschöpfungskette einzubauen und sich selbst auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren“ fasste Hubertus Väth zusammen. „Für die FinTechs wird entscheidend sein, wirklich global funktionierende Geschäftsmodelle zu entwickeln und Partnerschaften einzugehen, die ihre Innovationsfähigkeit nicht hemmen“ so Väth.

Trailer 1. DVFA FinTech Forum

In Kooperation mit

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