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Expectations Guidance in Public Companies Negative Gewinnüberraschungen börsenkotierter Unternehmen gehen meist mit erheblichen Aktienkurseinbussen einher und haben in den vergangenen Jahren zunehmend die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Die Presse konzentriert sich dabei nur allzu gern auf Unternehmen, welche die Analystenerwartungen nicht zu erfüllen vermochten. In der Folge stagnieren deren Aktienkurse trotz respektabler Wachstumsraten. Die Erwartungen der Finanzanalysten spielen dann offenbar eine bedeutendere Rolle als andere Referenzwerte. Marisa Nöldeke behandelt die Frage, ob und wie Manager börsenkotierter Unternehmen die Analystenerwartungen aktiv steuern ("Earnings Guidance" oder auch "Expectations Management" genannt) und fokussiert dabei insbesondere den deutschen und den schweizerischen Aktienmarkt. Sie zeigt auf, dass Manager vermehrt dem Druck des Marktes und der Finanzgemeinde nachgeben, immer präzisere und kurzfristigere Vorhersagen zu liefern, um die Analystenerwartungen im Vorfeld einer Gewinnbekanntgabe zu dämpfen und somit negative Überraschungen aktiv zu verhindern. Die Autorin präsentiert erstaunliche und deutliche Unterschiede im Verhalten von deutschen und schweizerischen Managern. |